www.Falko-Hennig.de
Dienstag, 21. Mai 2013, Kaffee Burger (Torstr. 60, Berlin), 20.30 Uhr:
Radio Hochsee Themenabend
The History of Yodeling
Experten: Falko Hennig & Doc Schoko
Euro 5,-
Mittwoch, 20. VI. 12, regnerisch:
Sofa: Ein geheimnisvoller Fremder hat, erfahre ich in der Sponholzstraße, hat die Mannschaftskasse bereits abgeholt. In der Internetrecherche erkennt Steffi Klaus Cäsar. Spreche mit Jorg von Gablenz, vielleicht können wir den Johnny Cash Abend in der Kalkscheune bei der Schönen Party geben.
Freudenhaus: Sendung mit bemerkenswert vielen kleinen Fehlleistungen, einmal vergesse ich vor dem Song zu sagen, was man erraten muss und einmal verrate ich die Auflösung gleich ganz. Aber gute Sendung, nette Damen, etwas reserviert, aber zumindest lachen sie auch mal.
Sofa: Nachdem ich gestern schon "Komm, süßer Tod" (A 2000) genießen durfte, ist es heute wieder ein Hader-Film, an dem ich mich ergötze: "Silentium" (A 2004).
Schreibtisch: Immer noch Hemmungen mir die entsprechenden Mails durchzulesen, sowohl beim Abidjan-Buch wie auch beim Schreiben von Ulrich Seidler.
Donnerstag, 21. VI. 12, regnerisch:
Schreibtisch: Halb 12 bin ich am Arbeitsplatz.
Eigentlich muss man wirklich feststellen, dass die Weitbrecht in keiner Weise einen kompetenten Eindruck hinterlässt, trotz Hinweisen auf den Unfall im Alter von 8 Jahren wurden viele Jahre versäumt und Jessikas Oberkiefer hat sich so zurückgebildet, dass nun ein Implantat erst nach mühsamen Wiederaufbau eingesetzt werden kann. Das ist alles keine schwarze Magie, das hätte sie sehen müssen, erst recht nach Hinweisen auf den Unfall und dass "da was ist". Ich selber habe auch keine guten Erfahrungen mit ihr gemacht, wieso laufe ich da andauernd zur Vorsorge hin, wenn sie dann noch urplötzlich den halben Zahn wegen Karies wegbohren muss?
Datenpflege nach 12, ab 13 Uhr arbeite ich am Arschlecken. Halb 4 damit fertig. Telefonate mit Papa, Heidi, Manuela, vergeblich bei Oberarzt Dr. Ruttloff.
Insgesamt vermag Walters Erscheinung es nicht, wirklich beruhigende Signale auszusenden. Einen neuen Pass hat er, auf dessen Foto er aussieht wie ein Zombie. Seine etwas missglückt wirkende Frisur, seine Tätowierung, jetzt unter dem Gips des gebrochenen Armes liegend, die Verletzung hat er sich bei einem betrunkenen Fahrradsturz zugezogen.
(Schreibtisch, 22. VI. 12:) Wäsche setze ich auf und trage sie wieder hoch, die gesamte Küche bringe ich in Ordnung, putze Herd und räume Geschirr weg.
Samstag, 22. VI. 12, sonnig:
Schreibtisch: Hänge Wäsche auf und mache mich halb 11 an mein Vorhaben, den runden Tisch leer zu räumen. Komme einigermaßen damit voran, aber klebe bald Fotos in Poesiealbum No. 4 und No. 2.
Recherchiere zum Polterjochen, inzwischen eine Bezeichnung für Schlagzeuger, erfahre ich: "Von ihren Musikerkollegen werden sie wegen ihrem penetranten Hang zur Lautstärke oft liebevoll als „Polterjochen“ bezeichnet." (Der Tagesspiegel/Potsdamer Neueste Nachrichten 22.10.2009)
"Sara Reinert: eine Geschichte in Briefen dem schönen Geschlechte in Deutschland gewidmet vom Verfasser des Siegfried von Lindenberg" (Berlin und Stettin 1796), Band 4
von Johann Gottwerth Müller genannt von Itzehoe
Abraham Blankard an die Witwe Willis,
"Hundert sechs und vierzigster Brief.
"Was sind das für klotzige, lumpige Pfalrammen von Kerlen, die einen Mann auslachen können, wenn sich von seinem Herzen eine Thräne loswindet! Ich bin ein Mann, darf ich sagen, der von Kindesbeinen an durch Dickicht und Krüppelbusch gehetzt ist; ich habe in manchen saueren Apfel beißen müssen ehe ich solch ein Mann wurde als ich jezt durch Gottes Segen bin, so daß ich wohl sagen mag, ich bin kein Zwiebelkathrinchen, kein Piepgänschen, und habe etwas tragen gelernt. Wenn ich gleichwohl so einen Bramarbas von Lieutenant vor mir, und sein Söhnchen welches er in Jahr und Tag nicht sah, ihm in die Arme fliegen sehe ohne daß ihn dieses im mindesten rührt, dann denke ich in meinem Sinne: Hört Ihr großer Sinjeur, brüllt Ihr gleich wie ein Stier und blaset wie ein Wallfisch, von meinetwegen seyd Ihr mit aller der Windmicheley nichts weiter als eine feige Memme, die wohl geschwind genug in ihre Hangmatte kriechen mag! Ey, was Hagel, wenn Ihr Euer Leben für das Land lassen sollt, müßt Ihr dann keine Liebe für das Land haben? Wird so ein Polterjochen sich die Beine unter dem Leibe wegschießen lassen, als ob das nun weiter nichts zu bedeuten hätte? Wird das einer thun, sage ich, dem alle väterlichen Gefühle in der Seele erfroren sind? Hm! bey mir ist das eine ausgemachte Wahrheit: Wer kein gefühlvolles Herz hat, kann kein tapferer Mann seyn."
Außerdem wird es nach wie vor, wenn auch selten, in der Bedeutung von grober, lauter, rücksichtsloser, unsensibler, taktloser Mensch gebraucht. Auch für tobende Kinder, ...
Kein richtig schöner Anlass, jetzt den Polterjochen zu verlassen, um zur Trauerfeier von Frau König zu radeln.
(Bar Gutshof Stolzenhagen, 23. VI. 12:) Unser Spiel, trotz eines genialen Tors von mir, bekomme einen Eckball und versenke ihn in der langen Ecke, unterirdisch, Tiefpunkt Schreien zwischen Jan und mir, bei dem ans Tageslicht kommt, dass ich keinen Schimmer von der Vorteilsregel habe. Dankenswerterweise klärt mich Klaus Cäsar anschließend auf.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Im 1. ein Krimi um den Stasi-Mörder Skorpion, jetzt hat er zugestochen, Talium. Das Ambiente stimmt vorn und hinten nicht. Aber trotzdem spannend. Der beste Freund wars, ob die Freundschaft hält? Nun kuckt er nach Ende der DDR in die Horrorakten, 3 Mordaufträge gabs, und Ehefrau war IM Linda. Als er sie ausschimpfen will, hat sie sich entleibt. Nun sucht er die Peiniger auf, der erste ist voller Metastasen.
Die gusseiserne Kanzlerin ist in Europa nicht gerade beliebt. Breiviks Schlussplädoyer kommt bei den Angehörigen der Opfer nicht an. Nationalsozialistischer Untergrund, glaubt eigentlich jemand den Selbstmord?
Samstag, 23. VI. 12,
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) "Hab mein Wage vollgelade voll mit jungen Mädchen", angekommen in Rangsdorf, Wassermelone, gezuckerte Erdbeeren.
Bar Gutshof Stolzenhagen: Chupita, die Leckerin, heißt die Hündin von der Tirolerin.
"Da ist etwas John Russel drin."
"Ist das nicht ein Schauspieler?"
"Nein, das ist Russel Crow." Was ich als Kind gemacht habe, eine Petze sei ich gewesen, weil sie lieber mit Ines spielte bin ich immer zu Mutti gelaufen: "Die lassen mich nicht mitspielen." Als sie ins Internat gekommen ist, bekam ich eine Fünf in Ordnung, weil sie mir immer die Tasche gepackt hatte.
Peter erzählt vom Schlachten, wie man die Schweine nass spritzt und dann mit der Betäubungszange, nur die Säue, die laufen immer mit den Köpfen in eine Ecke.
Karl Heinrich Schaible hat sich in seiner Broschüre "Deutsche Stich- und Hiebworte" (Strassburg & London 1885) mit der Herkunft von "Schimpf"
Im Mittelhochdeutschen wurde "Schimpf" in der Bedeutung von "Spott", aber noch häufiger als "Scherz" oder "Spiel" verwendet und ist also das Gegenteil von "Ernst". Etwas "in schimpf ûf nemen" war also nicht eine beleidigte Reaktion sondern bedeutete etwas als Spaß aufnehmen. Bei Ritterturnieren
... macht es deutlich, dass es sich um ein Spiel und kein wirkliches Gefecht handelt. Entsprechend hieß "schimpflich" so viel wie "scherzhaft" oder "spöttisch".
Gefallene Wörter
Abstieg ehrenwerter Wörter: Kerl, Dirne, Gesindel
Noch Luther gebrauchte "Dirne" für Jungfrau, aber die ursprüngliche Bedeutung war, abgeleitet von diu und diwe "Dienerin". Die "Dirne Gottes" war im Mittelhochdeutschen also nicht die "Jungfrau Gottes", sondern die "Dienerin Gottes".
Gesindel Verkleinerungsform von Gesinde, also Dienerschaft...
Sonntag, 24. VI. 12, Stolzenhagen sonnig, Berlin bedeckt:
Schreibtisch: Nur eine Viertelstunde für meinen Text über gefallene Wörter, verschiebe es auf später, wichtiger ist, vor der angedrohten Vollstreckung, 36 Euro ans gottverfluchte Finanzamt zu bezahlen.
Halb 6 wieder am Platze, Gefallene Wörter: Aschenbrödel, Aschenputtel (S. 23) Tölpel ...
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Werde in der Reformbühne heute über Gefallene Wörter von Schimpf bis Elpentrötsch referieren.
Kaffee Burger: Was bleibt von der EM? Dass der Afrikaner von den Italienern einen gebleichten Iro trug? Wie Löw dem Balljungen den Ball aus dem Arm schlug? Jewtschenkos Kopfballtore?
Schwabe, Sachse, Neger, Fotze, Schwuler.
Sofa: Seit wann genau Neger ein Schimpfwort ist?
Ich erinnere mich an meine Kindergärtnerin von circa 1975, die uns Kindern in Bezug auf die Bezeichnung Neger erklärte, dass man das nicht sage, weil das ja so ähnliche Nigger eine Beschimpfung der Sklavenhalter gegenüber ihren Opfern (?) sei. Natürlich war weder damals noch später jeder ein Rassist, der Neger sagte. Seit ungefähr 1995 allerdings sind es nur noch Rechtsextreme oder Menschen mit ausgeprägter Provokationslust, die Mitmenschen afrikanischer Herkunft so bezeichnen.
Auch Neger ist ein gefallenes Wort, bis in 1970er Jahre war es in West- wie in Ostdeutschland die auch politisch korrekte Bezeichnung .... Wende war ... WAS? Veröff.!
Rudi Dutschke...
http://www.infopartisan.net/archive/1967/2667107.html
Herkunft ... http://de.m.wikipedia.org/wiki/Neger
Montag, 25. VI. 12, wechselnd:
Schreibtisch: Halb 12 am Arbeitsplatz, Korrigieren der gefallenen Wörter und des Arschleckens.
Dann schreibe ich für Jürgen den Eintrag zu Salbader ab (S. 20), aus "Deutsche Stich- und Hiebworte. Eine Abhandlung über deutsche Schelt-, Spott- und Schimpfwörter, altdeutsche Verfluchungen und Flüche." (Strassburg & London 1885):
"Die Spottnamen Salbader und salbadern sollen ebenfalls localen Ursprung haben. Doch gibt es dafür zwei verschiedene Erklärungen. Nach der einen ist das Wort in Jena entstanden. (S. Eiselein's Sprichwörter und Sinnreden, S.536.) Es lebte daselbst vor dem Saalthore in einem Badehause Hans Kranich, Barbier und Chirurg, der durch seine kopflose Geschwätzigkeit so bekannt war, dass die Redensart aufkam: "Er spricht wie der Saalbader". Die andere Erklärung ist, (S. Büchmann, Geflügelte Worte.) dass ein gewisser Jakob Vogel, Bader aus Stössen an der Saale, in alter Zeit zum kaiserlichen Dichter gekrönt wurde zur Belohnung für seine unsinnigen Gedichte. Eine dritte Erklärung anderer Art ist die, dass "salbadern" eine Entstellung sei aus "salvatern", den Namen des Erlösers oft im Munde führen. (S. Andresen, Ueber deutsche Volksetymologie, S. 209)."
Halb 1 an die Hausarbeiten: Wäsche einsortieren und neu aufsetzen, runden Tisch freiräumen, das habe ich mir für heute vorgenommen. Ach, wie leicht mir plötzlich das Arbeiten fällt. Erst nach 1 entspreche ich wirklich meinem Vorhaben.
(Schreibtisch, 29. VI. 12:) Bruno hat betrunken seine Frau nach einem Streit auf dem Balkon ausgesperrt, beim Versuch hinunterzuklettern ist sie zu Tode gestürzt.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Ein DDR-Serienmörder fährt auf 3sat sein neuestes Opfer mit einem Lada zu Tode, aber die K ist ihm auf den Versen.
heute nacht im ZDF, 100 Tage ist Gauck im Amt, launige Enthüllungen im Kanzleramt, unkonventionell sei er, viel Gefühl in Israel.
Dienstag, 26. VI. 12, bedeckt:
Schreibtisch: Der von mir schon vermisste CouchSurfer Krisjanis Bebers ist beruhigenderweise wieder aufgetaucht, hatte schon überlegt, ob ich die Polizei verständigen müsste, wenn er verschwunden bliebe. Morgen wird er nach Hamburg weiterreisen.
Ratenzahlungsvereinbarung mit hgv abgeschlossen, Bezahlung von 5 weiteren Rechnungen schiebe ich auf.
Papa ist gegen seinen Willen ins Krankenhaus Ludwigsfelde entlassen, will nach Hause und wird sich mutmaßlich nicht hindern lassen.
Telefonat mit der Betreuungsfrau für morgen.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Zeitungslektüre, FAZ, in der Kapelle, das tödliche Wurstgift Botulinumtoxin "Botox" wird als Vistabel vertrieben, von Bakterien produziert und kostet pro Gramm Milliarden Euro. Es hilft gegen Schielen und Muskelkrämpfe und lähmt, in der richtigen Verdünnung gespritzt, die faltenbildenden Muskeln.
Mein Psychotherapeut rät mir, meine Minderwertigkeitskomplexe "Elpentrötsche" zu taufen.
Björn Kuligk schreibt, dass Kerstin Hensel mal geschrieben hat: Literarisches Krematorium. Sitze im Literaturbetrieb am Wannsee und höre Michal Hvorecký "Tod auf der Donau" vorlesen.
(Schreibtisch, 29. VI. 12:) Ich bin trockener Alkoholiker, insofern erfreuen mich Flaschen mit Schnaps als Gastgeschenke nicht übermäßig.
I'm dry alcoholic, so my enthusiasm on bottles of booze as present is curbed.
Am Sandwerder, LCB: Zu Kleists Grab, gut, dass man davon abgekommen ist, Selbstmörder am Ort ihres Verbrechens zu begraben.
Bekenntnisse: Wenn solche Elpentrötsche, ... usw. Quacksalber... in der Charité arbeiteten, ...
Unter Einfluss verstehe ich die Menschen, sehr schnell nicht mehr, die Worte und Buchstaben ziehen sich falsch zusammen: "S Öinekroni Kdersch Ariteh..." schon war ich ausgestiegen und versuchte nicht mehr den "plursch"s und "Krobbs" einen Sinn abzugewinnen sondern ein freundliches Gesicht zu machen und eine Antwort zu finden, die passen würde. Ich entschied mich für "Irgendwas ist immer." Der Klassiker ...
Fürs Poesiealbum: Michael Stavaric, ...
Robert-Bosch-Stiftung
Maja Pflüger und Frau von ???? Beide aus Stuttgart,
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/1535.asp
Oktober Abgabe Unbedingt!!!!
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/1100.asp
November Abgabe Unbedingt!!!!
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/38866.asp
Auch mal fragen!
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/18410.asp
Erstes, 22.45 Uhr: "Die Spitzel von Scientology"
Für Mi: -Termin mit Settgast machen und sicherstellen, dass er hingeht.
-Essen auf Rädern
-Tag fürs Einkaufen
Wiebke Porombka stellt Olga Grjasnowa vor, für positives Aufsehen habe ihr Roman über eine junge Frau aus Berg Karabach gesorgt. Wenn sie nicht so viel über die knappe Zeit klagen würde, hätte sie mehr für die Literatur zur Verfügung.
Den Eindruck eines ziemlichen Arschlochs macht ein rumänischer Panflötist, abgesehen von seiner Geldgier ist er fies zu seinen Schülerinnen und nationalistisch verblendet, glaubt, dass sein unerträgliches Gepfeife die Grundlage der zukünftigen Weltmusik sei. Mit Grausen wendet man sich ab.
Unfassbar, auf der Leinwand Kombinat und das höchste Gebäude Rumäniens, in dem ich gerade mit Jochen war. Das Volksmusik-Quartett allerdings steigt nicht über den Stacheldraht-Zaun wie wir.
Mittwoch, 27. VI. 12,
Bei Papa, Wohnzimmer: 3 Bierflaschen hat er stehen, aus einer trinkt er, es ist gerade mal 10. Zu Dr. Settgast solle er? Was ich mir denn davon verspreche? Dass er schwerkrank dem Hospital entsprungen vor der nächsten OP, mutmaßlich Herzschrittmacher, steht, dass er ...
Er versucht, Essen auf Rädern zu bestellen, bin dabei erfolgreicher, als ich mit dem Seniorenheim des ASB telefoniere.
Arschloch-Scheißer und Dussel-Sau waren Eckis größte Schimpfwörter, erzählt er, als ich von der Schimpfwörter-Kolumne erzähle.
Bei Ralle: Es geht ihm relativ gut, zweimal muss er sich auf dem Weg zum Optiker setzen, viele male rasten, aber verglichen mit Weihnachten ist es Gold.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Warten im Ludwigsfelder Wohnzimmer auf die Dame von der zuständigen Pflegestelle Luckenwalde. Diagnostiziert wurde u.a. symptomatischer trifazikulärer Block mit rez. Synkopen (Empfehlung Herzschrittmacher), 2-Gefäß-KHK mit Z.n. PTCA und Stenting der ostealen RCA 09/2011, Z.n. PTCa und Drug-Eluting-Ballon einer Instent-Restenose.
Bei Papa, Wohnzimmer: Zwischen 12 und ½1 bei Settgast anrufen!
Langsam aber sicher füllen sich meine Auftragsbücher, kann für den Tagesspiegel über einen Baudenkmale geschützt habenden Tibet-Fan schreiben.
Bei Ralle: Regen, einer dieser Wegwerfschirme kackt mir aus dem Bahnhof ab. Bei mir Stullen und absolviere meinen Nachmittagsschlaf wegen des Lärms vom Dielenabschleifen gegenüber in der Küche.
Verlieren gegen Cornelsen und kucken Portugal gegen Spanien, als die Memmen die wir sind, entfliehen wir nach 20 Minuten ins etwas heimiligere Innere.
http://m.welt.de/article.do?id=%252Fnewsticker%252Fnews3%252Farticle106746136%252FAnklage-gegen-Ex-Buergermeister-Scholl-erhoben.html
Donnerstag, 28. VI. 12, bedeckt:
Schreibtisch: 20 nach 10 am Schreibtisch, Formulieren und Verschicken meiner Rundmail.
Rundmail verschickt, zu einem Nachruif für den Tagesspiegel telefoniert und recherchiert, Vortrag in Leipzig klar gemacht.
Kopiere die gestrigen Twitter-Einträge ins Hauptjournal.
Lade für Voland + Quist die Bilder des Monats von Reform- und unserer ivorischen Partnerbühne hoch. https://picasaweb.google.com/107798941061096407821/PartnerbilderReformbuhneFreieFeder?gsessionid=Imc0bTBsz1xUoCrsIcqxxA
Schreibtisch: In die Kapelle zur Zeitungslektüre, FAZ. Zu welchen Schlagzeilen es die Vorhaut in der Saure-Gurken-Zeit bringen kann! Beschneidungsverbot für Jüdische Gemeinde nicht hinnehmbar, denn der Bund mit Gott komme erst durch die Entfernung der Vorhaut zustande, nur ohne sie sei man Jude. Seit 2000 gibts Rebellengruppe Kahal in Israel, 1998 wollte die "Organisation gegen Genitalverstümmelung" diese dort verbieten lassen.
Bushidos Praktikum beim CDU-Abgeordneten von Stetten ist grotesk fehlgeschlagen: der Rapper will mit eigener Partei Bürgermeister werden.
Lonesome Georges Herz ist gebrochen, teilt der Galápagos-Naturpark mit. Die letzte "Chelonoides abingdoni" wird mitleidig ausgestopft.
Viel Spaß mit Euerm Bubble Tea: Die Perlen bestehen aus erdnussgroßen Stärkekügelchen, die Strohhalme verstopfen. Durchs starke Saugen schießen die Perlen durch Halm in die Luftröhre, Todesröcheln, Lungenentzündungen, Lungenkollaps, Agonie! Wer den Angriff der tödlichen Geschosse doch überlebt wird durch Kalorienbombe mit Fruchtsirup und Kaugummikügelchen aufdunsen.
Einkäufe, Bananen, Butter, Toilettenpapier, aber ich kaufe das alles nicht nur, sondern schreibe es noch für die Ewigkeit auf.
Kann nach getanem Interview noch für Kulturzeit posieren und mit meinen Schreibmaschinenkenntnissen glänzen. Einer der Kameramänner hat "Trabanten" gelesen, so hat sich diese Arbeit also auch noch gelohnt.
Biergarten Flugfeld Tempelhof: Madonna kommt in einem Beitrag in Kulturzeit nicht so gut weg, eine Leni Riefenstahl sei sie und könne nicht in Würde altern. Man nimmt ihr übel, dass sie sich von 3000 Sklaven auf einem Thron ins Stadion ziehen lässt. Ich finde sie auch zum Kotzen.
Biergarten Flugfeld Tempelhof: Die Azubis wechseln Balotelli aus, wars der, der von der Polizei mit 10.000 € in bar angehalten und gefragt, warum er so viel Bargeld bei habe, antwortete: "Weil ich reich bin."?
Sofa: Bis nach 2 schreibe ich am "Retter von Lhasa".
Freitag, 29. VI. 12, sonnig:
Schreibtisch: VG Bild Meldung eingeben, es klappt online, aber ich habe 2011 nur ein Foto mit Honorar, dann suche ich vergeblich nach Logbuch No. 12, wo kann es nur sein? Aus Bulgarien habe ich es leicht verbogen mit zurück gebracht.
Ab halb 1 am "Retter von Lhasa", halb 3 mache ich Mittagspause, Erdbeeren!
Schreibtisch: Versuche, einiges an Daten zu sichern und zu löschen und drucke mir Material für den morgigen Stadtspaziergang aus.
(Schreibtisch, 30. VI. 12:) Bekomme beim Fußball Nils Ellenbogen volle Kanne gegen die rechte Maxilla meines Schädels, so dass die Zähne das Wangenfleisch aufreißen und ich Blut spucke. Da merkt man, dass man lebt.
Samstag, 30. VI. 12, sonnig:
Sofa: Exzellent vorbereitet warte ich am Mühlendamm auf Rigoletti, da ist sie schon! Ein schönes Kopfballtor gelingt mir, gerade als Jost ruft: "Was rennst Du denn da vorne rum? Das bringt doch nichts!" Aber verlieren trotzdem.
Er erzählt stundenlang von seinen Erfindungen ohne eine einzige Frage zu stellen.
Sofa: Ein sonniger Tag auf den Cöllner Spuren von Jahn, Nicolai, Gotzkowski und Raabe neigt sich.
Inspiriert durch meine Spaziergang etwas zu Nicolai:
Friedrich Nicolai, was kann man Freundliches zu ihm sagen? 1733 ist er geboren worden. Er war hässlich wie die Nacht und überlebte alle seine acht Kinder. Er war Freimaurer und Mitglied der Illuminaten, bei denen er Diocletian hießt und es zum Regenten und Präfekten von Berlin brachte. Goethes "Werther" fand er larmoyant und schrieb lieber die "Freuden des jungen Werther", worauf Goethe ein Gedicht über ihn schrieb, "Nicolai auf Werthers Grabe":
"Ein junger Mensch ich weiß nicht wie,
Starb einst an der Hypochondrie
Und ward dann auch begraben.
Da kam ein schöner Geist herbei
Der hatte seinen Stuhlgang frei,
Wie ihn so Leute haben.
Der setzt sich nieder auf das Grab,
Und legt ein reinlich Häuflein ab,
Schaut mit Behagen seinen Dreck,
Geht wohl erathmend wieder weg,
Und spricht zu sich bedächtiglich:
„Der arme Mensch, er dauert mich
Wie hat er sich verdorben!
Hätt' er geschissen so wie ich,
Er wäre nicht gestorben!''"
Am beeindruckendsten war Nicolais Tätigkeit als Mediziner. Er litt unter Phantasmen, also Halluzinationen.
Lese Friedrich Nicolais "Beispiel einer Erscheinung mehrerer Phantasmen nebste einigen erläuternden Anmerkungen" (Berlin, 28. Hornung 1799).
1778 hatte er ein Gallenfieber, bei der ihm kolorierte Bilder in halber Lebensgröße erschienen, hauptsächlich gerahmte Landschaften mit Bäumen und Felsen.
Zweimal pro Jahr ließ er sich zur Ader lassen. 1783 hatte ihn ein heftiger Schwindel erfasst, Ursache ganz klar: Verstopfungen in den Gefäßen des Unterleibs durch sitzendes Leben und jahrelange Geistesanstrengung. Was half dagegen? Natürlich Blutegel am Arsch. Das war ja noch besser, als dieses ewige zur-Ader-Lassen. Pro Jahr dreimal, immer wenn Nicolai Kongestionen am Kopf verspürte, ließ er sich Blutegel an den Arsch setzen.
1791 sah er zehn Schritte vor sich einen Verstorbenen stehen, aber seine Frau sah ihn nicht. Offensichtlich waren seinen Nerven in widernatürliche Lage geraten. Zu der einen Gestalt gesellten sich schnell wandelnde Figuren. Die Einnahme von Arzneien vermehrten und veränderten die erscheinenden Gestalten. Sein Schluss: "Wenn einmal das Nervensystem so sehr angespannt, so sehr schwach, kurz so verstimmt ist, daß dergleichen Gestalten erscheinen können, als würden sie gesehen und gehört, so folgten bei mir diese Blendwerke keinem bekannten Gesetze der Vernunft."
Die Phantasmen bevölkerten Nicolais Zimmer, Bekannte, viele Unbekannte, Lebende und Verstorbene, Phantome. Manchmal kamen sie mit Pferden, Hunden und Vögeln. Es wurden mehr und mehr.
Also war am 20. April Zeit, mal wieder Egel ans After zu setzen. Nicolai war mit seinem Wundarzt allein, das Zimmer wimmelte aber von Phantomen, Dryaden und sogar Hamadryaden. 11 Uhr begann es, halb fünf begannen die Phantasmen zu verblassen und zerflossen schließlich in der Luft. Nie wieder tauchten sie auf. Die Phantasmen waren von sechs Blutegeln weggesaugt worden.
Leider hat die Bildschirmdarstellung des Fernsehers wieder die Sanduhrform angenommen, wie hieß die Diode? Ost-West. Dazu ein Geruch nach verbranntem Kabel, ob das nun von meinen externen Festplatten kommt? Schalte halb 1 alles aus, kucke eine völlig unkomische Jim-Carrey-Komödie "Ich liebe Dich Phlipp Morris" (F/USA 2009), warum? Keine Ahnung. (Schreibtisch, 1. VII. 12:) Dass er zusammen mit Ewan McGregor nicht mal überzeugend einen Schwulen darstellen kann! Hätte ihm mehr zugetraut. In der Hauptsache fehlt dem Film einfach irgend eine Art von Handlung, und dass er zwischenzeitlich an Aids stirbt, macht ihn nicht interessanter.
Radio Hochsee Themenabend
The History of Yodeling
Experten: Falko Hennig & Doc Schoko
Euro 5,-
Mittwoch, 20. VI. 12, regnerisch:
Sofa: Ein geheimnisvoller Fremder hat, erfahre ich in der Sponholzstraße, hat die Mannschaftskasse bereits abgeholt. In der Internetrecherche erkennt Steffi Klaus Cäsar. Spreche mit Jorg von Gablenz, vielleicht können wir den Johnny Cash Abend in der Kalkscheune bei der Schönen Party geben.
Freudenhaus: Sendung mit bemerkenswert vielen kleinen Fehlleistungen, einmal vergesse ich vor dem Song zu sagen, was man erraten muss und einmal verrate ich die Auflösung gleich ganz. Aber gute Sendung, nette Damen, etwas reserviert, aber zumindest lachen sie auch mal.
Sofa: Nachdem ich gestern schon "Komm, süßer Tod" (A 2000) genießen durfte, ist es heute wieder ein Hader-Film, an dem ich mich ergötze: "Silentium" (A 2004).
Schreibtisch: Immer noch Hemmungen mir die entsprechenden Mails durchzulesen, sowohl beim Abidjan-Buch wie auch beim Schreiben von Ulrich Seidler.
Donnerstag, 21. VI. 12, regnerisch:
Schreibtisch: Halb 12 bin ich am Arbeitsplatz.
Eigentlich muss man wirklich feststellen, dass die Weitbrecht in keiner Weise einen kompetenten Eindruck hinterlässt, trotz Hinweisen auf den Unfall im Alter von 8 Jahren wurden viele Jahre versäumt und Jessikas Oberkiefer hat sich so zurückgebildet, dass nun ein Implantat erst nach mühsamen Wiederaufbau eingesetzt werden kann. Das ist alles keine schwarze Magie, das hätte sie sehen müssen, erst recht nach Hinweisen auf den Unfall und dass "da was ist". Ich selber habe auch keine guten Erfahrungen mit ihr gemacht, wieso laufe ich da andauernd zur Vorsorge hin, wenn sie dann noch urplötzlich den halben Zahn wegen Karies wegbohren muss?
Datenpflege nach 12, ab 13 Uhr arbeite ich am Arschlecken. Halb 4 damit fertig. Telefonate mit Papa, Heidi, Manuela, vergeblich bei Oberarzt Dr. Ruttloff.
Insgesamt vermag Walters Erscheinung es nicht, wirklich beruhigende Signale auszusenden. Einen neuen Pass hat er, auf dessen Foto er aussieht wie ein Zombie. Seine etwas missglückt wirkende Frisur, seine Tätowierung, jetzt unter dem Gips des gebrochenen Armes liegend, die Verletzung hat er sich bei einem betrunkenen Fahrradsturz zugezogen.
(Schreibtisch, 22. VI. 12:) Wäsche setze ich auf und trage sie wieder hoch, die gesamte Küche bringe ich in Ordnung, putze Herd und räume Geschirr weg.
Samstag, 22. VI. 12, sonnig:
Schreibtisch: Hänge Wäsche auf und mache mich halb 11 an mein Vorhaben, den runden Tisch leer zu räumen. Komme einigermaßen damit voran, aber klebe bald Fotos in Poesiealbum No. 4 und No. 2.
Recherchiere zum Polterjochen, inzwischen eine Bezeichnung für Schlagzeuger, erfahre ich: "Von ihren Musikerkollegen werden sie wegen ihrem penetranten Hang zur Lautstärke oft liebevoll als „Polterjochen“ bezeichnet." (Der Tagesspiegel/Potsdamer Neueste Nachrichten 22.10.2009)
"Sara Reinert: eine Geschichte in Briefen dem schönen Geschlechte in Deutschland gewidmet vom Verfasser des Siegfried von Lindenberg" (Berlin und Stettin 1796), Band 4
von Johann Gottwerth Müller genannt von Itzehoe
Abraham Blankard an die Witwe Willis,
"Hundert sechs und vierzigster Brief.
"Was sind das für klotzige, lumpige Pfalrammen von Kerlen, die einen Mann auslachen können, wenn sich von seinem Herzen eine Thräne loswindet! Ich bin ein Mann, darf ich sagen, der von Kindesbeinen an durch Dickicht und Krüppelbusch gehetzt ist; ich habe in manchen saueren Apfel beißen müssen ehe ich solch ein Mann wurde als ich jezt durch Gottes Segen bin, so daß ich wohl sagen mag, ich bin kein Zwiebelkathrinchen, kein Piepgänschen, und habe etwas tragen gelernt. Wenn ich gleichwohl so einen Bramarbas von Lieutenant vor mir, und sein Söhnchen welches er in Jahr und Tag nicht sah, ihm in die Arme fliegen sehe ohne daß ihn dieses im mindesten rührt, dann denke ich in meinem Sinne: Hört Ihr großer Sinjeur, brüllt Ihr gleich wie ein Stier und blaset wie ein Wallfisch, von meinetwegen seyd Ihr mit aller der Windmicheley nichts weiter als eine feige Memme, die wohl geschwind genug in ihre Hangmatte kriechen mag! Ey, was Hagel, wenn Ihr Euer Leben für das Land lassen sollt, müßt Ihr dann keine Liebe für das Land haben? Wird so ein Polterjochen sich die Beine unter dem Leibe wegschießen lassen, als ob das nun weiter nichts zu bedeuten hätte? Wird das einer thun, sage ich, dem alle väterlichen Gefühle in der Seele erfroren sind? Hm! bey mir ist das eine ausgemachte Wahrheit: Wer kein gefühlvolles Herz hat, kann kein tapferer Mann seyn."
Außerdem wird es nach wie vor, wenn auch selten, in der Bedeutung von grober, lauter, rücksichtsloser, unsensibler, taktloser Mensch gebraucht. Auch für tobende Kinder, ...
Kein richtig schöner Anlass, jetzt den Polterjochen zu verlassen, um zur Trauerfeier von Frau König zu radeln.
(Bar Gutshof Stolzenhagen, 23. VI. 12:) Unser Spiel, trotz eines genialen Tors von mir, bekomme einen Eckball und versenke ihn in der langen Ecke, unterirdisch, Tiefpunkt Schreien zwischen Jan und mir, bei dem ans Tageslicht kommt, dass ich keinen Schimmer von der Vorteilsregel habe. Dankenswerterweise klärt mich Klaus Cäsar anschließend auf.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Im 1. ein Krimi um den Stasi-Mörder Skorpion, jetzt hat er zugestochen, Talium. Das Ambiente stimmt vorn und hinten nicht. Aber trotzdem spannend. Der beste Freund wars, ob die Freundschaft hält? Nun kuckt er nach Ende der DDR in die Horrorakten, 3 Mordaufträge gabs, und Ehefrau war IM Linda. Als er sie ausschimpfen will, hat sie sich entleibt. Nun sucht er die Peiniger auf, der erste ist voller Metastasen.
Die gusseiserne Kanzlerin ist in Europa nicht gerade beliebt. Breiviks Schlussplädoyer kommt bei den Angehörigen der Opfer nicht an. Nationalsozialistischer Untergrund, glaubt eigentlich jemand den Selbstmord?
Samstag, 23. VI. 12,
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) "Hab mein Wage vollgelade voll mit jungen Mädchen", angekommen in Rangsdorf, Wassermelone, gezuckerte Erdbeeren.
Bar Gutshof Stolzenhagen: Chupita, die Leckerin, heißt die Hündin von der Tirolerin.
"Da ist etwas John Russel drin."
"Ist das nicht ein Schauspieler?"
"Nein, das ist Russel Crow." Was ich als Kind gemacht habe, eine Petze sei ich gewesen, weil sie lieber mit Ines spielte bin ich immer zu Mutti gelaufen: "Die lassen mich nicht mitspielen." Als sie ins Internat gekommen ist, bekam ich eine Fünf in Ordnung, weil sie mir immer die Tasche gepackt hatte.
Peter erzählt vom Schlachten, wie man die Schweine nass spritzt und dann mit der Betäubungszange, nur die Säue, die laufen immer mit den Köpfen in eine Ecke.
Karl Heinrich Schaible hat sich in seiner Broschüre "Deutsche Stich- und Hiebworte" (Strassburg & London 1885) mit der Herkunft von "Schimpf"
Im Mittelhochdeutschen wurde "Schimpf" in der Bedeutung von "Spott", aber noch häufiger als "Scherz" oder "Spiel" verwendet und ist also das Gegenteil von "Ernst". Etwas "in schimpf ûf nemen" war also nicht eine beleidigte Reaktion sondern bedeutete etwas als Spaß aufnehmen. Bei Ritterturnieren
... macht es deutlich, dass es sich um ein Spiel und kein wirkliches Gefecht handelt. Entsprechend hieß "schimpflich" so viel wie "scherzhaft" oder "spöttisch".
Gefallene Wörter
Abstieg ehrenwerter Wörter: Kerl, Dirne, Gesindel
Noch Luther gebrauchte "Dirne" für Jungfrau, aber die ursprüngliche Bedeutung war, abgeleitet von diu und diwe "Dienerin". Die "Dirne Gottes" war im Mittelhochdeutschen also nicht die "Jungfrau Gottes", sondern die "Dienerin Gottes".
Gesindel Verkleinerungsform von Gesinde, also Dienerschaft...
Sonntag, 24. VI. 12, Stolzenhagen sonnig, Berlin bedeckt:
Schreibtisch: Nur eine Viertelstunde für meinen Text über gefallene Wörter, verschiebe es auf später, wichtiger ist, vor der angedrohten Vollstreckung, 36 Euro ans gottverfluchte Finanzamt zu bezahlen.
Halb 6 wieder am Platze, Gefallene Wörter: Aschenbrödel, Aschenputtel (S. 23) Tölpel ...
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Werde in der Reformbühne heute über Gefallene Wörter von Schimpf bis Elpentrötsch referieren.
Kaffee Burger: Was bleibt von der EM? Dass der Afrikaner von den Italienern einen gebleichten Iro trug? Wie Löw dem Balljungen den Ball aus dem Arm schlug? Jewtschenkos Kopfballtore?
Schwabe, Sachse, Neger, Fotze, Schwuler.
Sofa: Seit wann genau Neger ein Schimpfwort ist?
Ich erinnere mich an meine Kindergärtnerin von circa 1975, die uns Kindern in Bezug auf die Bezeichnung Neger erklärte, dass man das nicht sage, weil das ja so ähnliche Nigger eine Beschimpfung der Sklavenhalter gegenüber ihren Opfern (?) sei. Natürlich war weder damals noch später jeder ein Rassist, der Neger sagte. Seit ungefähr 1995 allerdings sind es nur noch Rechtsextreme oder Menschen mit ausgeprägter Provokationslust, die Mitmenschen afrikanischer Herkunft so bezeichnen.
Auch Neger ist ein gefallenes Wort, bis in 1970er Jahre war es in West- wie in Ostdeutschland die auch politisch korrekte Bezeichnung .... Wende war ... WAS? Veröff.!
Rudi Dutschke...
http://www.infopartisan.net/archive/1967/2667107.html
Herkunft ... http://de.m.wikipedia.org/wiki/Neger
Montag, 25. VI. 12, wechselnd:
Schreibtisch: Halb 12 am Arbeitsplatz, Korrigieren der gefallenen Wörter und des Arschleckens.
Dann schreibe ich für Jürgen den Eintrag zu Salbader ab (S. 20), aus "Deutsche Stich- und Hiebworte. Eine Abhandlung über deutsche Schelt-, Spott- und Schimpfwörter, altdeutsche Verfluchungen und Flüche." (Strassburg & London 1885):
"Die Spottnamen Salbader und salbadern sollen ebenfalls localen Ursprung haben. Doch gibt es dafür zwei verschiedene Erklärungen. Nach der einen ist das Wort in Jena entstanden. (S. Eiselein's Sprichwörter und Sinnreden, S.536.) Es lebte daselbst vor dem Saalthore in einem Badehause Hans Kranich, Barbier und Chirurg, der durch seine kopflose Geschwätzigkeit so bekannt war, dass die Redensart aufkam: "Er spricht wie der Saalbader". Die andere Erklärung ist, (S. Büchmann, Geflügelte Worte.) dass ein gewisser Jakob Vogel, Bader aus Stössen an der Saale, in alter Zeit zum kaiserlichen Dichter gekrönt wurde zur Belohnung für seine unsinnigen Gedichte. Eine dritte Erklärung anderer Art ist die, dass "salbadern" eine Entstellung sei aus "salvatern", den Namen des Erlösers oft im Munde führen. (S. Andresen, Ueber deutsche Volksetymologie, S. 209)."
Halb 1 an die Hausarbeiten: Wäsche einsortieren und neu aufsetzen, runden Tisch freiräumen, das habe ich mir für heute vorgenommen. Ach, wie leicht mir plötzlich das Arbeiten fällt. Erst nach 1 entspreche ich wirklich meinem Vorhaben.
(Schreibtisch, 29. VI. 12:) Bruno hat betrunken seine Frau nach einem Streit auf dem Balkon ausgesperrt, beim Versuch hinunterzuklettern ist sie zu Tode gestürzt.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Ein DDR-Serienmörder fährt auf 3sat sein neuestes Opfer mit einem Lada zu Tode, aber die K ist ihm auf den Versen.
heute nacht im ZDF, 100 Tage ist Gauck im Amt, launige Enthüllungen im Kanzleramt, unkonventionell sei er, viel Gefühl in Israel.
Dienstag, 26. VI. 12, bedeckt:
Schreibtisch: Der von mir schon vermisste CouchSurfer Krisjanis Bebers ist beruhigenderweise wieder aufgetaucht, hatte schon überlegt, ob ich die Polizei verständigen müsste, wenn er verschwunden bliebe. Morgen wird er nach Hamburg weiterreisen.
Ratenzahlungsvereinbarung mit hgv abgeschlossen, Bezahlung von 5 weiteren Rechnungen schiebe ich auf.
Papa ist gegen seinen Willen ins Krankenhaus Ludwigsfelde entlassen, will nach Hause und wird sich mutmaßlich nicht hindern lassen.
Telefonat mit der Betreuungsfrau für morgen.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Zeitungslektüre, FAZ, in der Kapelle, das tödliche Wurstgift Botulinumtoxin "Botox" wird als Vistabel vertrieben, von Bakterien produziert und kostet pro Gramm Milliarden Euro. Es hilft gegen Schielen und Muskelkrämpfe und lähmt, in der richtigen Verdünnung gespritzt, die faltenbildenden Muskeln.
Mein Psychotherapeut rät mir, meine Minderwertigkeitskomplexe "Elpentrötsche" zu taufen.
Björn Kuligk schreibt, dass Kerstin Hensel mal geschrieben hat: Literarisches Krematorium. Sitze im Literaturbetrieb am Wannsee und höre Michal Hvorecký "Tod auf der Donau" vorlesen.
(Schreibtisch, 29. VI. 12:) Ich bin trockener Alkoholiker, insofern erfreuen mich Flaschen mit Schnaps als Gastgeschenke nicht übermäßig.
I'm dry alcoholic, so my enthusiasm on bottles of booze as present is curbed.
Am Sandwerder, LCB: Zu Kleists Grab, gut, dass man davon abgekommen ist, Selbstmörder am Ort ihres Verbrechens zu begraben.
Bekenntnisse: Wenn solche Elpentrötsche, ... usw. Quacksalber... in der Charité arbeiteten, ...
Unter Einfluss verstehe ich die Menschen, sehr schnell nicht mehr, die Worte und Buchstaben ziehen sich falsch zusammen: "S Öinekroni Kdersch Ariteh..." schon war ich ausgestiegen und versuchte nicht mehr den "plursch"s und "Krobbs" einen Sinn abzugewinnen sondern ein freundliches Gesicht zu machen und eine Antwort zu finden, die passen würde. Ich entschied mich für "Irgendwas ist immer." Der Klassiker ...
Fürs Poesiealbum: Michael Stavaric, ...
Robert-Bosch-Stiftung
Maja Pflüger und Frau von ???? Beide aus Stuttgart,
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/1535.asp
Oktober Abgabe Unbedingt!!!!
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/1100.asp
November Abgabe Unbedingt!!!!
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/38866.asp
Auch mal fragen!
http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/18410.asp
Erstes, 22.45 Uhr: "Die Spitzel von Scientology"
Für Mi: -Termin mit Settgast machen und sicherstellen, dass er hingeht.
-Essen auf Rädern
-Tag fürs Einkaufen
Wiebke Porombka stellt Olga Grjasnowa vor, für positives Aufsehen habe ihr Roman über eine junge Frau aus Berg Karabach gesorgt. Wenn sie nicht so viel über die knappe Zeit klagen würde, hätte sie mehr für die Literatur zur Verfügung.
Den Eindruck eines ziemlichen Arschlochs macht ein rumänischer Panflötist, abgesehen von seiner Geldgier ist er fies zu seinen Schülerinnen und nationalistisch verblendet, glaubt, dass sein unerträgliches Gepfeife die Grundlage der zukünftigen Weltmusik sei. Mit Grausen wendet man sich ab.
Unfassbar, auf der Leinwand Kombinat und das höchste Gebäude Rumäniens, in dem ich gerade mit Jochen war. Das Volksmusik-Quartett allerdings steigt nicht über den Stacheldraht-Zaun wie wir.
Mittwoch, 27. VI. 12,
Bei Papa, Wohnzimmer: 3 Bierflaschen hat er stehen, aus einer trinkt er, es ist gerade mal 10. Zu Dr. Settgast solle er? Was ich mir denn davon verspreche? Dass er schwerkrank dem Hospital entsprungen vor der nächsten OP, mutmaßlich Herzschrittmacher, steht, dass er ...
Er versucht, Essen auf Rädern zu bestellen, bin dabei erfolgreicher, als ich mit dem Seniorenheim des ASB telefoniere.
Arschloch-Scheißer und Dussel-Sau waren Eckis größte Schimpfwörter, erzählt er, als ich von der Schimpfwörter-Kolumne erzähle.
Bei Ralle: Es geht ihm relativ gut, zweimal muss er sich auf dem Weg zum Optiker setzen, viele male rasten, aber verglichen mit Weihnachten ist es Gold.
(Schreibtisch, 28. VI. 12:) Warten im Ludwigsfelder Wohnzimmer auf die Dame von der zuständigen Pflegestelle Luckenwalde. Diagnostiziert wurde u.a. symptomatischer trifazikulärer Block mit rez. Synkopen (Empfehlung Herzschrittmacher), 2-Gefäß-KHK mit Z.n. PTCA und Stenting der ostealen RCA 09/2011, Z.n. PTCa und Drug-Eluting-Ballon einer Instent-Restenose.
Bei Papa, Wohnzimmer: Zwischen 12 und ½1 bei Settgast anrufen!
Langsam aber sicher füllen sich meine Auftragsbücher, kann für den Tagesspiegel über einen Baudenkmale geschützt habenden Tibet-Fan schreiben.
Bei Ralle: Regen, einer dieser Wegwerfschirme kackt mir aus dem Bahnhof ab. Bei mir Stullen und absolviere meinen Nachmittagsschlaf wegen des Lärms vom Dielenabschleifen gegenüber in der Küche.
Verlieren gegen Cornelsen und kucken Portugal gegen Spanien, als die Memmen die wir sind, entfliehen wir nach 20 Minuten ins etwas heimiligere Innere.
http://m.welt.de/article.do?id=%252Fnewsticker%252Fnews3%252Farticle106746136%252FAnklage-gegen-Ex-Buergermeister-Scholl-erhoben.html
Donnerstag, 28. VI. 12, bedeckt:
Schreibtisch: 20 nach 10 am Schreibtisch, Formulieren und Verschicken meiner Rundmail.
Rundmail verschickt, zu einem Nachruif für den Tagesspiegel telefoniert und recherchiert, Vortrag in Leipzig klar gemacht.
Kopiere die gestrigen Twitter-Einträge ins Hauptjournal.
Lade für Voland + Quist die Bilder des Monats von Reform- und unserer ivorischen Partnerbühne hoch. https://picasaweb.google.com/107798941061096407821/PartnerbilderReformbuhneFreieFeder?gsessionid=Imc0bTBsz1xUoCrsIcqxxA
Schreibtisch: In die Kapelle zur Zeitungslektüre, FAZ. Zu welchen Schlagzeilen es die Vorhaut in der Saure-Gurken-Zeit bringen kann! Beschneidungsverbot für Jüdische Gemeinde nicht hinnehmbar, denn der Bund mit Gott komme erst durch die Entfernung der Vorhaut zustande, nur ohne sie sei man Jude. Seit 2000 gibts Rebellengruppe Kahal in Israel, 1998 wollte die "Organisation gegen Genitalverstümmelung" diese dort verbieten lassen.
Bushidos Praktikum beim CDU-Abgeordneten von Stetten ist grotesk fehlgeschlagen: der Rapper will mit eigener Partei Bürgermeister werden.
Lonesome Georges Herz ist gebrochen, teilt der Galápagos-Naturpark mit. Die letzte "Chelonoides abingdoni" wird mitleidig ausgestopft.
Viel Spaß mit Euerm Bubble Tea: Die Perlen bestehen aus erdnussgroßen Stärkekügelchen, die Strohhalme verstopfen. Durchs starke Saugen schießen die Perlen durch Halm in die Luftröhre, Todesröcheln, Lungenentzündungen, Lungenkollaps, Agonie! Wer den Angriff der tödlichen Geschosse doch überlebt wird durch Kalorienbombe mit Fruchtsirup und Kaugummikügelchen aufdunsen.
Einkäufe, Bananen, Butter, Toilettenpapier, aber ich kaufe das alles nicht nur, sondern schreibe es noch für die Ewigkeit auf.
Kann nach getanem Interview noch für Kulturzeit posieren und mit meinen Schreibmaschinenkenntnissen glänzen. Einer der Kameramänner hat "Trabanten" gelesen, so hat sich diese Arbeit also auch noch gelohnt.
Biergarten Flugfeld Tempelhof: Madonna kommt in einem Beitrag in Kulturzeit nicht so gut weg, eine Leni Riefenstahl sei sie und könne nicht in Würde altern. Man nimmt ihr übel, dass sie sich von 3000 Sklaven auf einem Thron ins Stadion ziehen lässt. Ich finde sie auch zum Kotzen.
Biergarten Flugfeld Tempelhof: Die Azubis wechseln Balotelli aus, wars der, der von der Polizei mit 10.000 € in bar angehalten und gefragt, warum er so viel Bargeld bei habe, antwortete: "Weil ich reich bin."?
Sofa: Bis nach 2 schreibe ich am "Retter von Lhasa".
Freitag, 29. VI. 12, sonnig:
Schreibtisch: VG Bild Meldung eingeben, es klappt online, aber ich habe 2011 nur ein Foto mit Honorar, dann suche ich vergeblich nach Logbuch No. 12, wo kann es nur sein? Aus Bulgarien habe ich es leicht verbogen mit zurück gebracht.
Ab halb 1 am "Retter von Lhasa", halb 3 mache ich Mittagspause, Erdbeeren!
Schreibtisch: Versuche, einiges an Daten zu sichern und zu löschen und drucke mir Material für den morgigen Stadtspaziergang aus.
(Schreibtisch, 30. VI. 12:) Bekomme beim Fußball Nils Ellenbogen volle Kanne gegen die rechte Maxilla meines Schädels, so dass die Zähne das Wangenfleisch aufreißen und ich Blut spucke. Da merkt man, dass man lebt.
Samstag, 30. VI. 12, sonnig:
Sofa: Exzellent vorbereitet warte ich am Mühlendamm auf Rigoletti, da ist sie schon! Ein schönes Kopfballtor gelingt mir, gerade als Jost ruft: "Was rennst Du denn da vorne rum? Das bringt doch nichts!" Aber verlieren trotzdem.
Er erzählt stundenlang von seinen Erfindungen ohne eine einzige Frage zu stellen.
Sofa: Ein sonniger Tag auf den Cöllner Spuren von Jahn, Nicolai, Gotzkowski und Raabe neigt sich.
Inspiriert durch meine Spaziergang etwas zu Nicolai:
Friedrich Nicolai, was kann man Freundliches zu ihm sagen? 1733 ist er geboren worden. Er war hässlich wie die Nacht und überlebte alle seine acht Kinder. Er war Freimaurer und Mitglied der Illuminaten, bei denen er Diocletian hießt und es zum Regenten und Präfekten von Berlin brachte. Goethes "Werther" fand er larmoyant und schrieb lieber die "Freuden des jungen Werther", worauf Goethe ein Gedicht über ihn schrieb, "Nicolai auf Werthers Grabe":
"Ein junger Mensch ich weiß nicht wie,
Starb einst an der Hypochondrie
Und ward dann auch begraben.
Da kam ein schöner Geist herbei
Der hatte seinen Stuhlgang frei,
Wie ihn so Leute haben.
Der setzt sich nieder auf das Grab,
Und legt ein reinlich Häuflein ab,
Schaut mit Behagen seinen Dreck,
Geht wohl erathmend wieder weg,
Und spricht zu sich bedächtiglich:
„Der arme Mensch, er dauert mich
Wie hat er sich verdorben!
Hätt' er geschissen so wie ich,
Er wäre nicht gestorben!''"
Am beeindruckendsten war Nicolais Tätigkeit als Mediziner. Er litt unter Phantasmen, also Halluzinationen.
Lese Friedrich Nicolais "Beispiel einer Erscheinung mehrerer Phantasmen nebste einigen erläuternden Anmerkungen" (Berlin, 28. Hornung 1799).
1778 hatte er ein Gallenfieber, bei der ihm kolorierte Bilder in halber Lebensgröße erschienen, hauptsächlich gerahmte Landschaften mit Bäumen und Felsen.
Zweimal pro Jahr ließ er sich zur Ader lassen. 1783 hatte ihn ein heftiger Schwindel erfasst, Ursache ganz klar: Verstopfungen in den Gefäßen des Unterleibs durch sitzendes Leben und jahrelange Geistesanstrengung. Was half dagegen? Natürlich Blutegel am Arsch. Das war ja noch besser, als dieses ewige zur-Ader-Lassen. Pro Jahr dreimal, immer wenn Nicolai Kongestionen am Kopf verspürte, ließ er sich Blutegel an den Arsch setzen.
1791 sah er zehn Schritte vor sich einen Verstorbenen stehen, aber seine Frau sah ihn nicht. Offensichtlich waren seinen Nerven in widernatürliche Lage geraten. Zu der einen Gestalt gesellten sich schnell wandelnde Figuren. Die Einnahme von Arzneien vermehrten und veränderten die erscheinenden Gestalten. Sein Schluss: "Wenn einmal das Nervensystem so sehr angespannt, so sehr schwach, kurz so verstimmt ist, daß dergleichen Gestalten erscheinen können, als würden sie gesehen und gehört, so folgten bei mir diese Blendwerke keinem bekannten Gesetze der Vernunft."
Die Phantasmen bevölkerten Nicolais Zimmer, Bekannte, viele Unbekannte, Lebende und Verstorbene, Phantome. Manchmal kamen sie mit Pferden, Hunden und Vögeln. Es wurden mehr und mehr.
Also war am 20. April Zeit, mal wieder Egel ans After zu setzen. Nicolai war mit seinem Wundarzt allein, das Zimmer wimmelte aber von Phantomen, Dryaden und sogar Hamadryaden. 11 Uhr begann es, halb fünf begannen die Phantasmen zu verblassen und zerflossen schließlich in der Luft. Nie wieder tauchten sie auf. Die Phantasmen waren von sechs Blutegeln weggesaugt worden.
Leider hat die Bildschirmdarstellung des Fernsehers wieder die Sanduhrform angenommen, wie hieß die Diode? Ost-West. Dazu ein Geruch nach verbranntem Kabel, ob das nun von meinen externen Festplatten kommt? Schalte halb 1 alles aus, kucke eine völlig unkomische Jim-Carrey-Komödie "Ich liebe Dich Phlipp Morris" (F/USA 2009), warum? Keine Ahnung. (Schreibtisch, 1. VII. 12:) Dass er zusammen mit Ewan McGregor nicht mal überzeugend einen Schwulen darstellen kann! Hätte ihm mehr zugetraut. In der Hauptsache fehlt dem Film einfach irgend eine Art von Handlung, und dass er zwischenzeitlich an Aids stirbt, macht ihn nicht interessanter.
Hennig - 18. Mai, 18:11
