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    <description>8. Dezember, VHS Mitte, Linienstr. 162 (Berlin Mitte, Raum 04), 18 Uhr:&lt;br /&gt;
Grundeinkommen und gute Arbeit, &lt;br /&gt;
Modelle, Initiativen und die Diskussion darum.&lt;br /&gt;
Anmeldung unter 030-901837427.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Dezember, 20 Uhr, Alte Kantine (Kulturbrauerei, Berlin):&lt;br /&gt;
Kantinenlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Dezember, 20.30 Uhr, Kaffee Burger:&lt;br /&gt;
Radio Hochsee Themenabend &lt;br /&gt;
LORIOT&lt;br /&gt;
Gast-Experte: Stefan Lukschy.&lt;br /&gt;
5,- Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 23. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Internetklub: E-Mail ans Helmholtz-Zentrum wegen der Fotorechte Charité, recherchiere auch zu Spener noch einiges nach, organisiere für Den Vogel die ersten Auftritte in Berlin und verlasse gegen 6 das Institut.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48: Meine Pläne, die darin bestehen, etwas zu essen und dann nach Hause zu fahren, erweisen sich als nicht ganz so einfach zu erfüllen, es beginnt damit, dass der von mir schon wegen seines Insiderwissens im hiesigen Handymilieu sehnsüchtig erwartete Fahrer Herr Koné eintrifft, der mit einen Chip gibt, womit ich jetzt eine ivorische Telefonnummer habe. Begleiten tut mich ein junger Mann namens Viktor, kleine helle Flecken im Gesicht, vielleicht Pockennarben? Studiert seit zwei Jahren deutsch, aber was Brot heißt, weiß er nicht. So bin ich etwas am Verzweifeln im Supermarkt, als sich dort nichts in der Richtung finden lässt. Unterzuckert wie ich bin geht es mir viehisch auf die Nerven, wie er mir durch jede der wenigen Regalreihen folgt, die ich immer wieder ablaufe. Draußen weist er mich immerhin auf den Bäcker gegenüber hin, und Hamdullilleh! Dort kaufe ich für 500 Franc zwei Brote, dann noch Butter und Käse und schlinge das Zeug im Quartier hinter, mein erstes Essen seit dem Hanuta-Riegel heute morgen.&lt;br /&gt;
Swimmingpool, der zweite Abend mit Magnum im Original, die ersten Folgen &quot;Don&apos;t eat snow in Honolulu&quot; und noch eine mit diesem Vietnam-Thema, das irritierendste ist, die Fistelstimme des richtigen Magnum zu hören.&lt;br /&gt;
Dazu trinke ich Dody&apos;s Export, angeblich aus Deutschland importiertes Bier, aber ich kann es nicht so richtig glauben.&lt;br /&gt;
Die erste Staffel von &quot;Der Fahnder&quot; mit Klaus Wennemann, keiner konnte so gut schwitzen wie er, &quot;Die schwarzen Engel&quot; (D 1983), Pfaff noch ziemlich dünn als Hilfspolizist Otto, &quot;Liebe macht blond&quot;, ach nee, blind natürlich.&lt;br /&gt;
Finde meine Aufzeichnungen vom Juni, als die Würdenträger des Dorfes Krindjabo fanden, dass Michael Jackson bei ihnen begraben werden sollte. &quot;Er war unser Sohn, wir fordern seinen Leichnam!&quot;, sagte ein Sprecher des Königreichs der Sanwi im Südosten des Landes. Warum? Im Februar 1992 war der Popsänger auf der Suche nach seinen afrikanischen Wurzeln im Dorf. (Ein Greis namens Tano Koutoua war schon damals dabei.), schön wäre ja, wenn Yamoussoukro auf dem Weg läge.&lt;br /&gt;
Vor der Glotze, jetzt grad Uwe Ochsenknecht als jugendlicher Schläger, ans Überspielen und Sortieren von Fotos, endlich auch mal wieder auf der externen Festplatte.&lt;br /&gt;
Damit kann ich mich trösten: Wichtiger als der kreative Rausch ist die Sorgsamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Notizbuch nachtragen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstag, 24. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48: T: Der uralte hohle Baum, ich will den Kopf in ein Loch darin stecken, doch es ist zu eng. Sitze dabei mit einer Gruppe, unter anderem Peter Wolter, der mit dem Gummi nach einer kleinen Eule schnipst, die in dem Baum läuft, aber er verfehlt sie. Spreche ihn darauf an, er weist die Kritik scherzhaft ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leichter Kopfdruck weit unterhalb der Schmerzgrenze ist mir eigentlich Grund genug, eine Sinupret einzuwerfen, was ich aber dann schlicht vergesse. &lt;br /&gt;
Problem bei der Karl-May-Geschichte, die überzeugende Form von Parodie, Groteske oder Abenteuergeschichte zu finden, aber die Fahrt ins Königreich von Michael Jackson müsste mir ausreichend Material bringen.&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Diesmal komme ich problemlos für moderate 1000 Francs ins Institut: &quot;Cite Mermós, Mil Franc?&quot;, teste mit Ouattara (?) meine ivorische Nummer, und sie funktioniert.&lt;br /&gt;
Im Institut erscheint mir alles wie Prokrastinieren, dabei ist es effektivste Reiseplanung: wo ist das Dorf Krindjabo im Königreich der Sanwi? Erfreulicherweise ist es gar nicht so weit entfernt. Einen Hörfunkbericht gabs dazu:&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste verlangt sterbliche Überreste des King of Pop&lt;br /&gt;
Afrikanisches Königreich feiert Michael Jackson&lt;br /&gt;
Michael Jackson war nicht nur der King of Pop, sondern auch ein Prinz - in der Elfenbeinküste. Das Königreich Sanwi feiert ihren toten Prinzen drei Tage lang - und verlangt die sterblichen Überreste Jacksons, damit er in der &quot;Heimat&quot; begraben werden kann.&lt;br /&gt;
Von Alexander Göbel, ARD-Hörfunkstudio Westafrika&lt;br /&gt;
Kein Mensch wird es je bestreiten - Michael Jackson war der &quot;King of Pop&quot; - und er wird es immer bleiben. Aber er war auch ein echter Prinz, und zwar im Königreich der Sanwi, im Südosten der Elfenbeinküste. Mit Krone, Zepter und allem Drum und Dran. Die Krönungszeremonie in einem kleinen Dorf fand 1992 statt, während Jacksons großer Afrikareise. Eben dieses kleine Dorf namens Krindjabo - immerhin die Hauptstadt des Mini-Königreichs Sanwi - will nun eine große Gedenkfeier für Michael Jackson organisieren. Drei Tage wird gefeiert, erwartet werden bis zu eine Million Menschen. Die einen mögen es für einen großartigen PR-Schachzug halten, für die anderen ist es eine im wahrsten Sinne todernste Sache: Michael Jackson, der König des Pop, der Prinz von Sanwi, er soll heimkehren auf den Boden seiner Ahnen.&lt;br /&gt;
Die ganze Welt trauert um Michael Jackson, den King of Pop. Aber Sanwi, das kleine Königreich im Osten der Elfenbeinküste, hat mit ihm seinen berühmtesten Herrscher verloren. Und Michael Jackson stammt aus Sanwi. Seine Untertanen lassen daran keinen Zweifel: &quot;Michael Jackson stammt aus Krindjabo, der Hauptstadt des Königreichs Sanwi!&quot;&lt;br /&gt;
1992, 14. Februar. Gerade erst hat Michael Jackson sein Album &quot;Dangerous&quot; veröffentlicht, er ist auf dem Gipfel seines Erfolgs und hat schon längst den Thron des Popkönigs bestiegen, als er auf einer ganz persönlichen Tour durch Afrika ist, um seine afrikanischen Wurzeln zu suchen. Offenbar fand er sie - in Sanwi, Westafrika. Zumindest erzählte er in einem Interview dass seine Vorfahren aus der Elfenbeinküste stammen.&lt;br /&gt;
Dann kam der Höhepunkt seiner Reise: Im Dörfchen Krindjabo lässt er sich zum Prinzen von Sanwi küren. Ganz ohne Moonwalk und Silberhandschuh, dafür aber mit goldener Krone und einem schwarz-roten Samtumhang. Michael winkt salbungsvoll in die Menge.&lt;br /&gt;
Michael Jacksons Musikproduzent Bob Jones, der Jackson auf der Reise begleitete, erzählt: &quot;Er wurde mit der höchsten Ehre bedacht, die normalerweise nur Staatsöberhäuptern zuteil wird. Michael wurde in Afrika zum König gemacht, man hat ihm Gold geschenkt und all sowas.&quot; Die Reise, so erinnert Jones sich, sei wunderbar gewesen. &quot;Wir kamen in dieses Dorf, und schätzungsweise 125.000 Menschen warteten auf uns. Und diese Freude war einfach umwerfend  so etwas hatten wir noch nie gesehen. Besonders war es auch deswegen, weil Michael ja gar nicht gesungen hat. Es war unglaublich. Ich denke nur der Papst oder Nelson Mandela können solche Massen von Menschen anziehen&quot;, so Jones.&lt;br /&gt;
Ob es die echte Heimkehr eines verlorenen Sohnes war oder bloß die medienwirksame Inszenierung  den Menschen ist es egal. Sie glauben ihrem Prinzen, schließlich hat der in einem seiner seltenen Interviews Afrika als Wiege der Menschheit bezeichnet. &quot;Ich liebe Afrika aus tiefstem Herzen. Und ich liebe seine Menschen. Deshalb mache ich mit meinen Kindern oft Urlaub in Afrika. Dieser Kontinent ist so wunderschön, die traumhaften Strände, die Urwälder, die großen Städte, Johannesburg, Kapstadt, aber auch Kenia, Ruanda, die Elfenbeinküste - alles ist wunderwunderschön!&lt;br /&gt;
Die Elfenbeinküste, die &quot;Heimat&quot; Jacksons, will nun ihren Popmonarchen zurück. so verlangt es der uralte Brauch der Sanwi. &quot;Wenn bei uns ein Prinz außerhalb des Königreichs stirbt, muss er nach Hause gebracht werden, damit wir ihn hier beerdigen können&quot;, erklärt ein Sanwi. Ein weiterer ergänzt: &quot;Der Rat wünscht, dass die sterblichen Überreste von Michael Jackson nach Krindjabo überführt werden mögen. Denn hier wird er eine afrikanische Beerdigungszeremonie erhalten,  die eines Michael Jackson würdig ist.&quot;&lt;br /&gt;
Vorerst dürfte daraus nichts werden. Doch wer weiß, vielleicht schmuggelt irgendjemand Michael Jacksons Krone, Zepter und Umhang aus der kalifornischen Neverland  Ranch nach Krindjabo. Und spätestens dann wird das Dorf in der Elfenbeinküste garantiert zum Michael-Jackson-Wallfahrtsort - nicht nur für ein langes Gedenkwochenende. In Sachen PR macht den Sanwi jedenfalls so schnell keiner was vor.&lt;br /&gt;
Yamoussoukro dagegen liegt in einer ganz anderen Richtung und wäre eine zusätzliche Reise. Yamoussoukro ist entstanden durch eine Umbenennung der Stadt N&apos;Gokro zur Ehrung des Königs der Baoulé (eine der größten Volksgruppen der Elfenbeinküste), Yamoussou. Der Suffix Kro steht in der Sprache der Baoulé für das Wort Stadt.&lt;br /&gt;
Königin Yamousso, die Nichte von Kouassi N&apos;Go, führte das Dorf von N&apos;Gokro im Jahre 1901 zur Zeit der Französischen Kolonialisierung. Das Dorf zählte damals 475 Einwohner und war eines der 129 Akoué-Dörfer. Diplomatische und geschäftliche Beziehungen wurden aufgebaut, doch 1909 rebellierten die Akoué auf Befehl des Chefs von Djamlabo gegen die Amtsführung. Die 7 km von Yamoussoukro auf der Boaflé Road gelegene Station Bonzi wurde angezündet und der französische Behördenleiter, Simon Maurice, wurde nur durch Eingreifen von Kouassi N&apos;Go verschont. Dieser respektierte frühere Anführer der Akoué konnte seine Stammesleute von einem Krieg abhalten, der zu einem Desaster geführt hätte. Als die Situation sich in dem Gebiet wieder normalisiert hatte, entschied Simon Maurice mit der Begründung, dass Bonzi zu unsicher geworden sei, dass die Französische Militärstation nach N&apos;Gokro umziehen sollte. Dort bauten die französischen Verwalter eine Pyramide zur Erinnerung ihren Retter Kouassi N&apos;Go, den Anführer der Akoué. In Anerkennung an die Königin Yamousso wurde N&apos;Gokro umbenannt in Yamoussoukro. 1919 wurde die Bürgerstation von Yamoussoukro entfernt und Félix Houphouët-Boigny wurde 1939 der Führer des Dorfes. Die Bedeutung der Stadt blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ziemlich gering , doch dann wurde mit der Syndicat Agricole Africain (der Afrikanischen Landwirtschaftlichen Gewerkschaft) ein bedeutendes Unternehmen in der Stadt gegründet. Dennoch führte erst die Unabhängigkeit schließlich zum Wachstum der Stadt Yamoussoukro.&lt;br /&gt;
Nach 1964 hatte Präsident Félix Houphouët-Boigny ambitionierte Pläne für die Stadt und begann mit der Errichtung neuer Gebäude. Eines Tages im Jahre 1965, später bekannt als die große Stunde von Yamoussoukro besuchte er zusammen mit den Führern des Landes die Plantagen der Farmer und lud sie dazu ein, die landwirtschaftlichen Erfolge der Region um Yamoussoukro auf ihre Gebiete zu übertragen. 1977 bot Houphouët seine Plantagen dem Staat an.&lt;br /&gt;
1983 wurde Yamoussoukro die politische und administrative Hauptstadt der Elfenbeinküste. Es war der vierte Standortwechsel der Hauptstadt in nur einem Jahrhundert. Die vorigen Hauptstädte waren Grand-Bassam (1893), Bingerville (1900), und Abidjan (1933). Wirtschaftliches Zentrum ist auch heute noch Abidjan.&lt;br /&gt;
Félix Houphouët-Boigny ließ in Yamoussoukro nach dem Vorbild des Petersdoms das größte Kirchengebäude der Christenheit, die Basilika Notre-Dame de la Paix errichten.&lt;br /&gt;
Die Michael-Jackson-Story ist aber schon die bessere. Um 1 mal wieder Fotos hochladen, zur Entspannung.&lt;br /&gt;
Skype mit Anna, dann werden wir unterbrochen, Netz scheint etwas überlastet. Kaufe mir für 50 Franc zwei Krapfen, vermutlich maßlos überbezahlt, das Fußballspiel ist für Freitag, 16.30 Uhr angesetzt.&lt;br /&gt;
Obwohl das Internet mir im Laptop angezeigt wird, behaupten sämtliche davon abhängige Programme, es gebe keine Verbindung. Versuche es erfolglos mit einem Neustart.&lt;br /&gt;
Macht aber eigentlich nichts, abgesehen von dem unterbrochenen Gespräch mit Anna, so bin ich nun auf eine Art gezwungen, mich endlich dem Feature-Manuskript zuzuwenden.&lt;br /&gt;
Was ich in der Tat tue, ein kleines Wunder. Nehme mir fest vor, dabei zu bleiben bis um 5 und allen Verlockungen zu widerstehen, besonders der, immer wieder nachzusehen, ob das Internet nicht doch noch funktioniert. Darum drehe ich den Airport ab.&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Hof: Irgendwann funktioniert es wieder, erreiche Anna und begebe mich zum Ausgiebigen Skypen auf den Hof. Gegen 6 heißt es nun, das Institut verlassen und irgendwo ein Abendbrot einnehmen, die Studenten haben für Freitag ein Fußballspiel organisiert, muy bien.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48: Bestelle Bush meat im Maquis Du Val, in das mich Steffi am ersten Abend geführt hat. Schmeckt etwas streng, vielleicht wie unkastriertes Schwein, vielleicht auch ganz anders, werde ich nicht nochmal bestellen.&lt;br /&gt;
Craving nach einem Bier, doch ich bleibe meinem Vorsatz für den alkoholfreien Tag treu. Wozu das alles? Ich weiß es auch nicht.&lt;br /&gt;
Fahnder &quot;Eine Beute kriegt Beine&quot;, dazu ceylonesischer Tee, und weiter rumschnitzen und collagieren am Weihnachtsfeature. Wieder mal Ärger mit den Scheiß-Textverarbeitungsprogrammen Word und TextEdit, dass ich mit OpenOffice keine Probleme mehr habe, liegt daran, dass es nicht einmal mehr anspringt. Prompt stürzt mir Word auch noch ab, also hilft es nichts, morgen online mit google.docs arbeiten, zum Kotzen.&lt;br /&gt;
Kopiere verschiedenes hin und her, Textverlust ist wohl nicht zu befürchten. &quot;S. O. S. am Sonntag&quot;, ach ja, die Folge mit dem durchs Bremslicht gemorsten SOS. &quot;Der Dichter vom Bahnhof&quot;, springe vor &quot;Eine Tasche voller Geld&quot; wieder in den Pool. Mit der Weißen Weihnacht fertig, Version No. 6 ist es inzwischen, zwar nur 10 Minuten lang, aber wird gut.&lt;br /&gt;
&quot;Verraten und Verkauft&quot;, die letzte Fahnder-Folge für heute, habe Chef Rick als viel hektischer und unfähiger in Erinnerung und Fahnder Faber auch eher als Kettenraucher, denn als Pfefferminzlutscher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 25. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
(Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, 26. XI. 09:) T: In dem Viertel, in dem Georg wohnt, Mirko will einen Mitbewohner per Radio mit dem Sender suchen, der nur hier zu empfangen ist. Georg hat dort eine kleine Wohnung gefunden, so dass ern noch Lagerraum für seine Sachen braucht. Ich schaukel in einem Wäldchen mit einer Schaukel mit sehr langen Seilen. Auf dem Heimweg kommen wir an einem Multiplex mit erstaunlich gutem Programm vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SMS: &quot;Hallo Herr Falko !   Alles klar? Herzliche Glückwünsche für diesen Vormittag. Viel Grüß,                &lt;br /&gt;
Hervé.&quot;&lt;br /&gt;
Von einer Kommunikation mit dem Haushaltshelfer kann nicht wirklich die Rede sein.&lt;br /&gt;
Für Karl-May-Geschichte: &quot;Oh!&quot;, war der Chauffeur beeindruckt, &quot;Sie kennen Dr. Keller?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Er hat mich sogar eingeladen!&quot;&lt;br /&gt;
In der Wirklichkeit muss ich in der Schlange warten, nach Bombenkontrolle Handy und Kamera abgeben und ein Weilchen ausharren, aber dann darf ich tatsächlich seine Exzellenz treffen. &lt;br /&gt;
Das Glück der deutschen Einheit und die Schwierigkeiten beim Schreiben.&lt;br /&gt;
Beeindruckender 2-Meter-Schwarzer an der inneren Pforte. &lt;br /&gt;
Im Notizbuch der nagelneue 2000-Franc-Schein, so gut erhaltene Scheine sind so selten, dass der Taxifahrer gar nicht glauben kann, dass er echt ist. Der hier ist circa 3 Euro wert: 3 Nullen weg und die Hälfte drauf.&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Dass ich Kuala Lumpur und Burkina Faso verwechsle, muss den armen Botschafter irritieren.&lt;br /&gt;
Schöner Fotospaziergang zum Institut.&lt;br /&gt;
Trödle etwas auf FaceBook herum, gestern hat mir diese modische Kommunikationstechnik Erstkontakt mit der Tochter meiner Cousine beschert.&lt;br /&gt;
Nun kann ich mir überlegen, was mir am wenigsten unangenehm ist von dem, was ich mir für heute vorgenommen habe, vielleicht ist es das Rechnungen bezahlen.&lt;br /&gt;
Uijuijui, da bummel ich aber auch nach Herzenslust, 20 vor 3, ehe ich damit fertig bin, aber nun haben Michael Brake und Saskia ihr Geld, der einzige, der noch nichts bekommen hat, bin ich. &lt;br /&gt;
Bufletù heißen die Krapfen, für 200 Franc (30 Cent) habe ich fast 10 Stück davon bekommen, die ich mir mit einem 2ten Espresso aus der inneren Pförtnerloge schmecken lasse. Verteile die Dinger dann großzügig und ...&lt;br /&gt;
(Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, 26. XI. 09:) ... kann noch eine halbe Stunde mit Anna skypen, ehe ich das Feld räumen muss. &lt;br /&gt;
Nun mein erstes Maisbier SOLIBRA, zum Glück kann mir die Kellnerin in dem kleinen Maquis eine kleine Flasche bringen, die enthält dann nur 6,5 Liter.&lt;br /&gt;
Das Telefonieren ist bisher hier sehr unbefriedigend, ich habe bisher noch keinen einzigen Anruf tätigen können.&lt;br /&gt;
Vor der Residenz, ein Anwesen, in dem Rommels gesamtes Afrika-Corps untergekommen wäre, fährt ein Taxifahrer in einen Abwehrgraben. &lt;br /&gt;
Statt Essen gibst nur Fingerfood, zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. &lt;br /&gt;
Die eine Dame, die bei der &quot;Freien Feder&quot; im Publikum saß, hat für mich kein freundliches Wort, dass mein Lied so traurig gewesen sei, bemängelt sie, und von der Veranstaltung her werde kein Ruck durch Cote d&apos;Ivoire gehen. Dass so etwan auch nicht das Ansinnen war, dass ich Roman Herzogs seinerzeitige billige, ins Nirgendwo gerichtete und entsprechend folgenlose Polemik &quot;Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen!&quot;, für Blödsinn hielt, scheint sie tödlich zu beleidigen, brüsk wendet sie sich ab. Für eine Diplomatin recht undiplomatisch. Vielleicht ist sie mit Herzog verwandt? Aber vielleicht war es auch kein Blödsinn, sondern höherer Blödsinn? &lt;br /&gt;
Wenn schon ein Ruck durch ein Land gehen muss, dann durch eines mit Erdbeben sicheren Bauten. &lt;br /&gt;
Ansonsten weiß ich nicht, welche Kunst mehr zu bewundern ist, die des tanzenden Einbeinigen oder die der Dame auf Stecknadelabsätzen. Welche Tanzart ist schwieriger?&lt;br /&gt;
Leider scheint dies Land nicht nur eines der Korruption, sondern auch der Petzen und Spitzel zu sein. Als ich mich in einem der Scheinwerfer auf dem Sicherheitsgelände fotografiere, verpfeift mich doch prompt sone Sau bei den Soldaten und ich muss mit den Schergen wieder ne Weile rumstehen. Fluche auf berlinerisch vor mich hin: &quot;Ditt kann doch allet nicht wahr sein, so sind wa denn hier? Jeht ditt schon wieda los? Mein lieber Herr Jesangsverein, Ihr habt wohl nischt zu tun? Kann man hier nich mal in Ruhe nach Hause jehn?&quot; Scheint seinen Zweck zu erfüllen und sie lassen mich laufen.&lt;br /&gt;
In Riviera noch eine Folge Fahnder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donnerstag, 26. XI. 09, bedeckt:&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, am Pool: T: Die verschiedenen Söhne von Rudi Dutschke, einer, der schon Glatze hat wie sein Vater, sagt, dass er ihn inzwischen nicht mehr so sehr vermisst. &quot;Jens Fisching!&quot;, wird in der Arztpraxis gerufen, ich rufe Jens Grünig zu: &quot;Jens! Du bist dran!&quot; Er steht auf und geht zur Tür des Behandlungsraumes, in dem Augenblick wird er tatsächlich aufgerufen: &quot;Jens Grünig!&quot; &quot;Du sitzt in der Suppe!&quot;, weise ich ihn hin, er hat sich aus Versehen in die Asiette mit Abwasser gesetzt, &quot;Die war doch noch gut.&quot;, scherze ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlafe bis nach 9, dann setze ich mich, wie vorgenommen, hinten an den Pool zum Arbeiten, erstmal die Notizen von gestern abtippen, gegen halb 11 Dauerlauf.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, vordere Veranda: Um die Anlage herum, ein Anstreicher mit weißen Händen lässt sich von mir fotografieren, perfekte Bildunterschrift: &quot;Du schwarz!&quot; &quot;Ich weiß.&quot; An Luc Bondys, nein, Alpha Blondys Haus vorbei, zum Boulevard Mitterand stadtauswärts und an der nächsten wieder rechts und zurück, eine halbe Stunde, die ich erstmal ganz gut vertrage, und das ohne Kaffee.&lt;br /&gt;
12.20 Uhr leichte Mutlosigkeit angesichts der Spener-Geschichte, aber kann trotzdem weiter arbeiten. Tatsächlich gibt mir genau diese Mutlosigkeit den Impuls, mir eine Strukturskizze der Story zu machen, erst die Struktur machen, dann schreiben, so muss es sein.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, am Pool: Libellen umschwirrt sitze ich dann am Pool, kein übles Leben.&lt;br /&gt;
Fange zwischendurch sogar eine kleine Eidechse, was mir aber nur gelingt, weil sie sich in den Pool verirrt hat.&lt;br /&gt;
Kurz vor 1: Hunger! Frühstück!&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: Der Hausdiener scheint die Zeit nach dem Essen für mehrstündigen Schlaf zu nutzen, er liegt auf dem Sessel, leider traue ich mich nicht, ihn zu fotografieren.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Gästezimmer: Koche mir Bandnudeln mit Tomatensoße, danach Siesta bis 2. Ein Hämorrhoiden-Zäpfchen muss ich mir mal wieder einschieben, was wegen der Hitze und der cremigen Konsistenz der Arznei gar nicht so einfach ist.&lt;br /&gt;
Dann Aufbruch zum Institut.&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Im Institut an die Korrespondenz, die 8. Version der Weißen Weihnacht nach Köln kabeln mit dem Vorschlag, das Stück mit Robert zu produzieren, dann weiter mit dem Eisbär in der Anatomie.&lt;br /&gt;
Unbefriedigend ist, dass mein Mailprogramm gerade das Verschicken von Sendungen verweigert, bei Web.de auf Firefox hat sich auch der &quot;Fehlerteufel eingeschlichen&quot;, aber dann gehts doch.&lt;br /&gt;
Das Echo von den &quot;Kameraden&quot; auf ein Freundschaftsspiel bleibt eigentlich komplett aus, von Begeisterung jedenfalls keine Spur, nicht einmal von Interesse. Dann kann ich mir also meine Bemühungen sparen, ist ja auch was wert.&lt;br /&gt;
Kaffeepause um 4. &lt;br /&gt;
(Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, 27. XI. 09:) Außerdem: Weihnachtsgeschichte nochmal zur Sicherheit, viele Recherchen zu Alpha Blondy, &quot;Cocody Rock&quot; und kurz vor Toresschluss noch zu Blutvergiftung für die Spener-Geschichte.&lt;br /&gt;
Werde auf dem weiteren Weg von 20% und Aka Joel begleitet, es scheint, erfahre ich, so ziemlich unmöglich, Solibra-Bier zu kaufen, immerhin kann ich in einem Maquis drei 0,65-Liter-Flaschen Flag erwerben, 2500 Franc, also 3,25 Euro, damit müsste ich die nächsten Stunden überstehen können.&lt;br /&gt;
Dejavu, als bei Aka Joel die Schüler in die Klasse kommen, leider weiß ich nicht genau, woher. Als hätte ich genau diese Situation neulich geträumt. Frage die Schüler, warum sie deutsch lernen, eine Friseuse will in Deutschland arbeiten und mag die Sprache, ein Mann: Weils so schwierig und unterschiedlich zu französisch ist, ein anderer musste. &quot;Je weiter geht die Zeit, je größer wird die Liebe für deutsche Sprache.&quot;&lt;br /&gt;
Schweinebraten mit Kartoffelbrei in dem deutschen, viel mehr bayerischen Restaurant WAWI Le Bavarois, richtig gut. Da weiß ich, woher meine florierende Wampe kommt, falls es mich interessiert. Seinen Anteil hat sicher auch der frische Kräuterquark mit Dill, bei dem ich nicht anders kann, als mich vollzustopfen. Wenn nun noch gutes Brot dabei wäre...&lt;br /&gt;
Der Soundtrack dazu: &quot;Seids freindlich, hobich gsogt, jawoll!&lt;br /&gt;
Bayern und dös Reinheitsgebot&lt;br /&gt;
Bier ist unser flüssiges Brot&quot;&lt;br /&gt;
Schwatze kurz mit einem Veit, der gestern auch auf dem Botschaftsempfang war, er ist Manager bei einer skandinavischen Hilfsorganisation, ein Matthew kommt auch noch kurz dazu, ein Franzose mit deutscher Mutter aus Halberstadt.&lt;br /&gt;
Durch Veit gebrieft kann ich Walter einigermaßen mit Details aus seiner Biografie überraschen, aber seine Geschichte ist dann doch noch um einiges spannender. 2001, als alles begann und hier hunderte junge Männer marodierend durch die Straßen zogen, haben er und seine Freundin sich weiße Kittel übergezogen, sich in einen weißen VW-Bus gesetzt, einen Haufen Spritzen in die Mulde in der Mitte gelegt und so zur Botschaft der Vereinten Nationen gefahren. Die war gegenüber der von den USA, da war er sicher.&lt;br /&gt;
Sie haben Frankreich den Krieg erklärt, 20.000 Franzosen und alle Weißen mussten Cote d&apos;Ivoire verlassen. Er hatte hier im Lokal Tag und Nacht einen Wächter, der rief ihn an, die wollten rein, da ließ er ihn einfach aufschließen, sonst hätten sie nur die Tür eingetreten. Da waren die so überrascht, dass sie nix zerschlagen haben, nur die Kühlschränke aufgebrochen und alles geraubt, auch die Flaschen und das Bierfass.&lt;br /&gt;
Alles sehr heruntergekommen, bis dahin das reichste Land, &quot;die Schweiz&quot; Westafrikas, immerhin sind die Läden voll, teuer zwar, aber man kann alles kaufen. &lt;br /&gt;
Im Quartier wieder Fahnder, &quot;Drei Buben mit Dame&quot;, &quot;Phantom Isabelle&quot;.&lt;br /&gt;
Kämpfe mit dem Spenerschen Stoff, bis ich nach 11 ausgeschrieben bin, wodurch das Gefühl einer gewissen Mühseligkeit überwiegt. &quot;Lauter gute Freunde&quot;. Angenehme völlige Leere im Kopf, ich werde gut schlafen können.&lt;br /&gt;
Nochn Abidjan Gedicht&lt;br /&gt;
Nicht sehr würdevoll&lt;br /&gt;
wie ich hier schwitzend durch die &lt;br /&gt;
Straßen taper,&lt;br /&gt;
the writer abroad,&lt;br /&gt;
following the equator.&lt;br /&gt;
Schreibe mehr Stunden pro Tag, than ever,&lt;br /&gt;
werde langsam fetter wegen des Nichtrauchens,&lt;br /&gt;
mal sehen, ob ich unter 80 Kilo bleibe&lt;br /&gt;
und gleichzeitig 8000 Kilometer entfernt&lt;br /&gt;
die Eltern krank,&lt;br /&gt;
derzeitiger Zustand: &lt;br /&gt;
unbekannt.&lt;br /&gt;
Die Fahrt ins Königreich&lt;br /&gt;
von Michael Jackson noch unklar,&lt;br /&gt;
gibt ne gute Story ab.&lt;br /&gt;
Fette Käfer fliegen hier herum,&lt;br /&gt;
bald falle ich in den langen,&lt;br /&gt;
ewigen Schlaf.&lt;br /&gt;
Schalte den Laptop ab um Mitternacht.&lt;br /&gt;
(Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, 27. XI. 09:) Falls das ein Gedicht ist, ist es eher schwach, also möge es der grüne Rasen decken!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 27. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, vordere Veranda: T: Besuche mit Manfred eine mit ihm befreundete Familie, die eine Wohnung in einem ganz neuen High-Tech-Haus hat. Es ist ein umgebautes DDR-Hochhaus zwischen Alex und Ostbahnhof, die Wohnungen fahren wie Fahrstühle auf und ab, Gepäck kann man in einen kleinen Kasten nehmen, nur im Erdgeschoss muss man aufpassen, weil der Inhalt zersägt und wieder zusammengefügt wird. Das hat fast schon religiöse Gründe, ein historisches Bügeleisen oder so ähnlich ist bei einem wichtigen Ereignis zersägt worden. Das Haus denkt mit, also ein Regenschirm wird einem ausgehändigt, wenn man es bei entsprechendem Wetter verlässt. Es gibt besondere Zimmer, wo beliebige Klimas und Situationen erzeugt werden. Einmal im Jahr kann man, erzählt die Frau stolz, via Holografie-Telefonat eine Stunde mit dem legendären 85jährigen Architekten sprechen und der höre aufmerksam zu. Sogar als sie ihn wegen seiner Empfehlung, Adlon-Anteile zu kaufen, angezählt habe, immerhin haben die die Hälfte ihres Wertes verloren, sei er nicht verärgert gewesen. Es ist schon recht teuer hier, aber der Familie ist es das wert. Es gibt Essen, ein wirkliches Festessen, das wir auf der Straße zu uns nehmen, die Schüsseln werden aus dem Keller gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einigermaßen froh, heute Dank des heiligen Tabasko-Feiertages vom Wirtschaftswunder soundso, auch was mit A, unbehelligt zu sein. So kann ich mich denn auch endlich mal nackt in der Sonne fläzen und im Pool tummeln. Wenns keiner sieht, kanns keinen stören. Auf das Fußballspiel heute bin ich sehr gespannt. Und den Tag gegen 10 mit den unbewussten Erlebnissen der Nacht beginnen zu können, ist seit 1999 sowieso eines meiner ganz besonderen Vergnügen.&lt;br /&gt;
Telefonsituation immer noch zum Kotzen, trotz gestern gekauften Guthabens und angenommener Anrufe höre ich nie etwas. Es klingelt, ich gehe ran und höre: Nichts. Gegen Mittag versuche ich selber wieder mein Glück, um mich wegen des Spiels zu vergewissern und hoffentlich endlich Balou zu erreichen. Aber dasselbe Theater wie bisher, nix zu hören, kein Klingeln, nirgends, irgendwann beginnt sogar eine Uhr zu ticken, &quot;Voice call&quot;, aber zu hören ist immer noch nichts, Scheiße.&lt;br /&gt;
Dann scheint der Bann gebrochen: Ich kann einen Anruf von Balou empfangen und mit ihm sprechen! Verabredung für morgen, 11 Uhr zur Fahrt nach Krindjabo, als Aufbruch, auf in Michael Jacksons Königreich!&lt;br /&gt;
Schichte, sortiere und strukturiere weiter an der Spener-Geschichte, keine leichte Geburt, fühle mich uninspiriert. Aber mache trotzdem weiter, die 10% Inspiration habe ich schon gehabt, nun bin ich in der Transpirationsphase.&lt;br /&gt;
(Krindjabo, 28. XI. 09:) Beim Tabaski-Fest wird Isaak und seinem Opfer gedacht. Wen wollte er nochmal für den HErrn schlachten? Kain oder Abel?&lt;br /&gt;
Es sind an die sieben Leute, die am Goethe-Institut auf mich warten. &lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: Hätte ja auch gern in der Mannschaft mit freiem Oberkörper mitgespielt, andererseits habe ich mit meinem moderaten Sonnenbrand heute schon genug direkte Einwirkung von unserem Stern.&lt;br /&gt;
Im Quartier trinke ich 0,65 Liter Flag und ein Kännchen Tee und esse eine Hanuta.&lt;br /&gt;
Sortiere und vergrößere noch Fotos bis nach Mitternacht, ich alter Maniak, und das immer noch ohne Rauchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag, 28. XI. 09, wechselnd:&lt;br /&gt;
Elfeinbeinküste, Krindjabo: T: Auftritt in einem engagierten Klub in New York, Manhattan. &quot;Das ist vielleicht der letzte Klub in Amerika, in dem man rauchen darf&quot;, sage ich zu Georg. Bemerke bei dem Bahnsketch, dass die eigentlich ausgewählte, in Florida aufgenommene Filmpassage aus einem Flugzeug, in der die Sauerstoffmasken herunterfallen, fehlt, ich muss als das Stück ohne aufführen. Mit ziemlichen Erfolg führt ein Kollege ein lustiges Lied mit Tanzen und auf den Tischen wälzen auf. Bov weigert sich, wegen des geringen Publikums gleich ganz, aufzutreten. Will ihm sowieso noch sagen, wie daneben ich seine Absage von neulich finde. Danach kann man im Nebenraum sitzen, Kerzen stehen auf den Tischen, die Stühle sind mit Wachs bekleckert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Routine des Reisetages, dreiviertel 9 aufstehen, draußen hinsetzen und blöde in den tropischen Tag starren, schließlich Weißbrot kaufen gehen, nicht ganz freiwillig, aber Schwarzbrot gibts ja hier nicht. Lasse mich von einer Kuh auf dem Etikett täuschen und kaufe ein an Rahmbutter erinnerndes Surrogat&lt;br /&gt;
Trotzdem einigermaßen würdevolles Frühstück mit Nescafé und Kunstbutter und Käse auf Brot.&lt;br /&gt;
Start mit dem Bus in Adjamé dreiviertel 12, davor wieder mal das fast schon übliche Theater, wenn man ein Foto macht, in diesem Fall das Werbeschild einer Buslinie, ein fetter Kerl regt sich furchtbar darüber auf, warum bleibt sein Geheimnis.&lt;br /&gt;
Kurz vor 12 erster Halt in Treichville, wo ich vor einer Woche mit Steffi nach Grand-Bassam gestartet bin. Das sei, erfahre ich von Balou, der älteste Teil von Abidjan, obwohl, in der Nähe wo ich wohne, da sei Bingerville, das sei noch vor Grand-Bassam Hauptstadt gewesen. &lt;br /&gt;
Jedenfalls dort in Treichville leidenschaftliche Diskussion zweier Frauen um 1000 Francs, in die der ganze Bus einfällt und die ich mitschneide. Vielleicht das lohnendste Produkt des heutigen Tages. Halb 1 gehts weiter.&lt;br /&gt;
Als wir Abidjan verlassen, fahren wir an einem jungen Mann vorbei, der dasselbe Albino-Kaninchen zum Verkauf hoch hält, wie vor einer Woche. Traurig.&lt;br /&gt;
Warum hier alle Ortschaften Abidjan, Adnou, Ayébo, Assouba, Aboisso, Abako an der Lagune Aby, mit A beginnen, liegt an den Agni (gesprochen Anjí), die vor Urzeiten aus Ghana gekommen sind, es gibt darüber ein Märchen, das Balou aber nicht präsent ist.&lt;br /&gt;
Knie suppt noch, aber die befürchtete Infizierung mit Pest und Cholera, wegen der erst das Bein und dann der ganze Körper amputiert werden muss, scheint ausgeblieben zu sein, vielleicht springe ich dem grundsätzlich sicheren Tod noch einmal von der Schippe. &lt;br /&gt;
13.30 Bonoua, bald in Samo, 14.30 im Kleinbus von Aboisso nach Krindjabo.&lt;br /&gt;
Als wir dort aussteigen, scheint alles viel besser zu laufen, als man erwarten konnte, eigentlich wollen wir zum Sekretär geführt werden, aber dann gehts gleich zum König himself: Le Roy.&lt;br /&gt;
Werden dann von Firmin, dem 22jährigen Neffen des Königs in Empfang genommen und können uns in ein Audienzbuch eintragen. Das findet in einem Pavillon vor dem Anwesen Seiner Majestät statt, dabei ist der 9jährige Frank Olivier die erfreulichste Persönlichkeit, der den Tanz á la Michael Jackson in der Schule gelernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
N&apos;Da Blaise ist so eine Art ehrenamtlicher Zeremonienmeister, im blauen Hemd, in dessen Ausschnitt eine gigantische Narbe beunruhigt, dass Krindjabo 5000 Einwohner hat, ist ein Geheimnis, was eigentlich niemand wissen darf. &lt;br /&gt;
Dann dürfen wir hinein, in den Pavillon des Königs, oder doch nur des Sekretärs? Vermute mal letzteres.&lt;br /&gt;
Dabei ist der Königshof von überwältigender Schlichtheit, Wäsche im Garten, schreiende Kinder, eine Art überdachte Rundterasse ist wohl das immobile Audienzzelt.&lt;br /&gt;
Er erklärt, was wir rufen müssen und wie wir uns vor seiner Majestät in den Staub zu werfen haben: &quot;Bon Soir, Nanan!&quot; Ist natürlich übertrieben, aber so ziemlich auf die Knie hat man zu gehen.&lt;br /&gt;
Krindjabo sei das erste Dorf gewesen, das die Franzosen von ihrem ersten Stützpunkt Aboisso besucht hätten.&lt;br /&gt;
Kompletter Name des Königs: Nanan Amon N&apos;Douffon V. Das Amt wird nicht vom Vater auf den Sohn übertragen, sondern von der ganzen Familie durch Wahl bestimmt. &lt;br /&gt;
Blöd, dass Balou auch die Sachen übersetzt, die ich eigentlich ihn frage, um herauszufinden, wie ich meine Chancen auf eine Audienz verbessere. Dabei sollte mir doch schnell klar sein, dass mir hier mit einem aberwitzigen Aufwand vermittelt wird, dass Hopfen und Malz verloren ist.&lt;br /&gt;
Der König, sein Hofstaat und seine Verwandten scheinen, entgegen dem ersten Anschein, doch alle Knalltüten zu sein, jedenfalls von dem Brimborium geschlossen, das sie veranstalten. Treten zu zwölft zusammen, die allesamt mit gewaltigen Büscheln Nasenhaaren ausgestatteten Großwesire setzen sich herum, auch eine Dame dabei, um auf Einhaltung ihres bescheuerten Amtsweges zu beharren. Eine Anfrage, mindestens von der deutschen Botschaft, müsse Wochen vorher gestellt werden, heute darf der König nicht mehr aus dem Haus. Der arme Mann! Und das nur wegen seiner unfähigen Bonzen, aber vielleicht will er es auch so. Kann man so sehen: Der König ist für seinen Hof verantwortlich.&lt;br /&gt;
Das ganze nur ein ganz unangemessenes Theater, um mir zu sagen: Nee! Sie müssten ja auch wissen, was ich schreibe. Ja, das hättet Ihr Brüder gern! Pressefreiheit passt in der Monarchie auch nicht sonderlich.&lt;br /&gt;
Mit dem arbeitslosen Zeremonienmeister und einem Verwandten, der König sei der Sohn seines Onkels, Etchié Kouamé Prospeie heißt die Kanaille, gehts in eine Bar und dann schlucken sie ganz schön was weg, die von Hofe. Dabei beherrschen sie die Kunst, keine einzige verwendbare Auskunft zu geben. Was soll ich schon damit anfangen, dass er Bürgermeister und Abgeordnete von Aboisso Jackson eingeladen hat, als er in den USA war?&lt;br /&gt;
Elfeinbeinküste, Krindjabo, Hotel am Ende des Dorfes, Bar: Muss den korrupten Hofschranzen 5000 Franc zahlen, wofür bleibt mir völlig unklar. Schon die Größe des Königreiches scheint Staatsgeheimnis zu sein, sieben Kantone, das ist ihnen noch zu entlocken, aber wieviele Einwohner? Vielleicht wissen sies nicht, behaupten aber, sie dürftens nicht sagen, das sei nur dem König erlaubt. Die spinnen total. Auch, was der König eigentlich macht, scheint mit Worten nicht auszudrücken zu sein. Dann wirds wohl auch nicht so doll sein.&lt;br /&gt;
Jedenfalls war es doch eine sehr sinnvolle Sache, dass wir die Monarchie abgeschafft haben. Sonst wärs wie hier: Keiner weiß was, keiner darf was sagen, um auch nur herauszufinden, wie spät es ist, muss man den Sekretär, seinen Stellvertreter, die ganze Familie und die Sippe des Königs bestechen.&lt;br /&gt;
Gut, dass ich nochmal nachgefragt habe: Die 5000 Francs habe ich nicht etwa für die Informationen gezahlt, die ich nicht verwenden darf (Wie bekloppt sind die eigentlich?), sondern dafür, dass ich meine Chancen auf eine Audienz beim König erhöhe. Ich wünschte, er läse das: Drauf geschissen.&lt;br /&gt;
Auch die ganze Michael-Jackson-Geschichte scheint zu 90% eine Presseente zu sein, was mich nicht hindert, sie weiter quaken zu lassen. Eine Stunde war er hier, das war alles, bezweifel sehr stark, dass er auch nur einen Cent gezahlt hat, um diesen unnützen Prinzentitel zu erwerben. Was hatte er denn davon? Nix. Das Dorf hier könnte davon durchaus profitieren, wenn der König und seine Leute nicht zu bescheuert wären.&lt;br /&gt;
Will mich ja jetzt nicht wichtiger machen als ich bin, aber einen Artikel in Deutschland hätte ich veröffentlichen können, der unter Umständen Reisende hier her geschwemmt hätte. Darauf einfach zu verzichten (Kostet ja nichts.) ist schon dumm und durch Kolonialismus und so nicht zu erklären.&lt;br /&gt;
Bezahle 7000 Francs für zwei Liter Solibra Maisbier sowie Hühnchen mit Reis für zwei Personen und eine Flasche Wasser. Mit welcher Selbstverständlichkeit sich hier Gott und die Welt an allem bedienen, was ich bezahle, ist auch gewöhnungsbedürftig. &lt;br /&gt;
10.000 Francs kostet ein Zimmer mit Klimaanlage, mit Ventilator 5.000, angeblich ist er mit dem Preis herunter gegangen, weil wir so sympathisch seien. Wers glaubt? Entscheiden uns für die Ventilator-Variante in getrennten Zimmern und wegen der Bar unter uns, die laut Anpreisung des Bruders des Hotelbetreibers von 10 Uhr abends bis morgen früh lautstark in Betrieb sei, wählen wir doch das Ausweichquartier am anderen Ende des Dorfes.&lt;br /&gt;
Bin insgesamt nicht übermäßig zufrieden mit dem Tag, warum? Vielleicht, weil ich noch nichts geschrieben habe, was ich im Hotel nachhole, in der vielleicht traurigsten Bar, in der ich in meinem Leben war. Vielleicht, weil ich der einzige Gast bin? &lt;br /&gt;
Was hier in der Volksrepublik Ivorien am nervigsten ist: Allgegenwärtige Korruption, hauptsächlich für nichts. Ich würde ja noch verstehen, jemanden zu bestechen, um einen Vorteil daraus zu ziehen. Hier aber muss man alle aus Prinzip schmieren, ohne dass man was davon hat. Und mit welcher Frechheit sich niemand dafür auch nur schämt kann man nicht anders als aus dem kulturellen Umfeld erklären.&lt;br /&gt;
Gegen 9 deutlich gehobener Stimmung, ob die weiteren 1,3 Liter Maisbier Schuld daran sind? Kann sein, versuche sogar noch etwas an der Spener-Geschichte zu reißen.&lt;br /&gt;
Nun habe ich aber insgesamt auch fast den ganzen Tag gesessen und entsprechend weh tut mir der Arsch.&lt;br /&gt;
(Im Bus Aboisso - Grand-Bassam, 29. XI. 09:) Der Herr Wirt scheint auch schon einen in der Krone zu haben, aber 2000 Franc, 3 Euro fürs Bier scheint korrekt.&lt;br /&gt;
Elfeinbeinküste, Krindjabo, Hotel am Ende des Dorfes, Zimmer 14: Einigermaßen glücklich im Bett.&lt;br /&gt;
Verschiedene Federstriche an der Spener-Geschichte, aber wie soll ich solche Sätze übertreffen können?&lt;br /&gt;
Der König, wenig später Befehlshaber über ein stehendes Heer von 80 000 Soldaten, hatte im Gegensatz zu seinem Vater Friedrich I. (16571713; König seit 1701) ein offenes Ohr für die vom Leibarzt Friedrich Hoffmann (»Hoffmanns-Tropfen«, 16601742) geäußerte Absicht, mit Hilfe anatomischer Unterweisungen die Kriegschirurgen und Feldschere besser für die Versorgung der Schlachtenopfer vorzubereiten. &lt;br /&gt;
Lust gegen 10, statt zu schreiben zu lesen. Bon!&lt;br /&gt;
(Im Bus Aboisso - Grand-Bassam, 29. XI. 09:) Was ich ja auch nicht für möglich gehalten hätte: Ich habe nichts zu lesen bei! Also gegen 10 direkt in Morpheus&apos; Arme und morgen ist 1ter Advent!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 29. XI. 09, 1. Advent, sonnig:&lt;br /&gt;
Im Bus Aboisso - Grand-Bassam: T: Gehe mit Freunden durch Potsdam, am Kanal entlang, schauen in eine Auto- und Kutschen-Sattlerei. Ich erkläre meinen Begleitern, wie teuer Verdecke für meinen Kübeltrabbi waren, 600 Euro, und das es billiger war, einen zweiten Kübeltrabbi nur wegen des Verdecks dazu zu kaufen. Mein abgesägter Trabbi steht dort, ich knie darüber nieder, fast muss ich anfangen zu weinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werde in der Nacht arg von Moskitos zerstochen, warum habe ich auch kein Mückin mit?&lt;br /&gt;
Finden in einem Hof den ehrwürdigen Greis Tano Koutoua, aber die Herrenriege ist auch vom hiesigen Wahnsinn befallen, der darin besteht, dass nur der König etwas sagen darf, wenn sie mir, egal über was, Auskunft geben, dann wäre das Majestätsbeleidigung, sogar wenn ich sie fotografiere. Dümmer gehts nümmer.&lt;br /&gt;
Interviewe kurz noch den jungen Sohn des Hauses und der gibt für das Michael-Jackson-Thema deutlich mehr her, als das verschlossene Königshaus. &lt;br /&gt;
Hätten wir den Busbahnhof von Aboisso nicht verlassen und wären nur umgestiegen, dann hätten wir das Stadtchen als idyllisch an einem kristallklaren Flüsschen gelegen in Erinnerung behalten. So aber sahen und rochen wir den Müll am Ufer und suchten vergeblich nach etwas wie Sehenswürdigkeiten. Immerhin Kakao, der auf der Straße getrocknet wird, den haben wir gesehen und den Geruch eingesogen.&lt;br /&gt;
So verlassen wir das mächtigste Königreich der Elfenbeinküste, das der Sanwie (gesprochen Sanuie), neuen Abenteuern entgegen.&lt;br /&gt;
Tippe etwas an Spener herum, Textekel nur moderat und nur kurz, trotzdem gegen 12 zu müde.&lt;br /&gt;
(Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek, 30. XI. 09:) Einen gehörigen Fußmarsch durch Bassam haben wir zu leisten, ehe wir erst ins Museum und dann an den Strand kommen. &lt;br /&gt;
Bassam mit seinen zum Teil fantastisch rekonstruierten Kolonialbauten und seinem sehenswerten Museum, seinen sauberen Straßen, den schönen Hotels und dem recht leeren Strand müsste besonders deutsche Urlauber mit geschichtlichem Interesse begeistern. Von 1892 bis 1900 war Grand-Bassam die Hauptstadt der französischen Kolonie Cote d&apos;Ivoire.&lt;br /&gt;
Esse im Boblin La Mer ein Eis, Balou bestellt sich Alloco, gebratene Bananen, versuche mich an der Aussprache von L&apos;addition: &quot;LaDÍSSioNG silvuplä!&quot;, kämpfe dreimal gegen die tosenden Wellen und fotografiere viele Menschen am Strand.&lt;br /&gt;
Rückweg, 10 vor 5 Start von Grand-Bassam, Viertel nach Einreisestau vor Abidjan, wohl durch die Kontrolle der Polizei ausgelöst. Kurz nach halb gehts zügiger weiter.&lt;br /&gt;
Dass Elfenbeinküste, in französisch Cote d&apos;Ivoire, die Schweiz Westafrikas, mit seiner recht gut ausgebauten touristischen Infrastruktur von deutschen Reiseveranstaltern hauptsächlich ignoriert wird, ist schade für die deutschen Reiselustigen aber noch mehr für die ivorischen Germanistik-Studenten von Abidjan, die so ihre exzellenten Sprachkenntnisse viel zu selten anwenden können. &lt;br /&gt;
Gebe 3400 Franc im Schich Kebap aus, weil das Wawi zu hat, habe ich circa 17.000 Franc gespart.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: Eine merkwürdige Fehlkonstruktion beim Mac iBook G4 bewirkt zwickende elektrische Mini-Schläge wenn man das Ding auf den blanken Oberschenkeln liegen hat. Aber irgendwas ist immer und bei jedem Gerät.&lt;br /&gt;
Der Fahnder &quot;Die Frau des Polizisten&quot; bei Earl Grey, wenn ich nicht vorhin in Basam ein kleines Castel getrunken hätte, wäre das mal wieder ein alkoholfreier Tag geworden. &lt;br /&gt;
Ans Bilder sortieren und katalogisieren, einige wenige Vergrößerungen bis nach 10. &lt;br /&gt;
&quot;Bis daß der Tod uns scheidet&quot;&lt;br /&gt;
Neben Michael Jackson, der größten Basilika der Christenheit, den Hexern und dem Haus von Alpha Blondy ist das Geheimnis der hier allgegenwärtigen Maggi-Würze einen Artikel wert. Das sollte alles in die Anpreisung eines Artikels.&lt;br /&gt;
(Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek, 30. XI. 09:) Finde bemerkenswertes von Erich Kästner zu meinem Thema einer Kulturgeschichte der Selbstbefriedigung, aus Görtz &amp; Sarkowicz &quot;Erich Kästner Eine Biografie&quot; (Piper, München &amp; Zürich 1998) S. 82, Kästner schreibt am 18. XI. 1927 in Bezug auf seine Geliebte Karin an die Mutter: &lt;br /&gt;
&quot;So leidenschaftlich wie Du denkst, ist sie auch garnicht. Sondern ist durch jahrelange Dummheiten, die sie mit sich selber erledigt hat (Du verstehst), für vieles sogar ungewöhnlich unempfänglich. [...] Ich glaube, es gibt keine leidenschaftlichen Mädchen mehr. Sie haben sich alle schon so zugrunde onaniert, daß sie Männer einfach nicht brauchen können.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 30. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: T: Alexander Gutsche ist in Berlin, dreht Videos für seine Songs. Hoffentlich habe Silke genug Bier für ihn gekauft. Schlafe mit ihm und Silke in einem Bett, er schmiegt sich von hinten an mich, unsere Hände liegen ineinander. Aufführung der Arbeiten verschiedener Künstler, nach der Pause ist ein Großteil des Publikums gegangen. Versuche, Alexanders Video zum Laufen zu bringen und es funktioniert, sorgt aber fast für Panik, weil es sich nicht mehr stoppen lässt. Es ist eine schöne Arbeit, ein Zusammenschnitt verschiedener Zeichentrickfilme des Science-Fiction-Genres, unter anderem aus dem Ostblock. Spaghetti sind übrig geblieben, könnte also einen Teller davon mit Tomatensoße essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesem Traum vermischen sich Alexander und Doc Schoko und auch das Begehren nach Silke, der wir wohl zu einer bestimmten Zeit fast alle mal verfallen waren, mit einer sanften homoerotischen Tendenz. &lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Hanuta zum Frühstück, bin psychisch leider so gestört, dass mir die Anwesenheit des Personals, heute ist noch der Gärtner dabei, etwas den Aufenthalt in der schönen Villa verleidet. Viertel nach 10 im Institut am Arbeitsplatz.&lt;br /&gt;
Wieder ein neuer Arbeitstag im Goethe-Institut von Abidjan, neue Bilder hochladen:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://picasaweb.google.com/Radiohochsee/Elfenbeinkuste#&quot;&gt;http://picasaweb.google.com/Radiohochsee/Elfenbeinkuste#&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Eine Versammlung lässt mich in den Hof ausweichen.&lt;br /&gt;
Hole mir für 25 Franc leckeres Fettgesottenes von der Straße, habe aber trotzdem gegen halb 3 ziemlichen Knast. &lt;br /&gt;
Erfreulicherweise funktioniert das Versenden mit meinem Mailprogramm wieder, unklar bleibt lediglich, warum es zwischenzeitlich für fast eine halbe Woche gestreikt hat.&lt;br /&gt;
Wieder brauche ich Stunden, bis ich mich mit meiner merkwürdigen Salamitaktik dazu zwingen kann, ganz normale Mails zu lesen. Vielleicht ist es einfach Faulheit?&lt;br /&gt;
Rolle mich von hinten ans Charité-Manuskript heran, eine erste Kopie in Human- und Gesundheitswissenschaften. Wobei ich da nach wie vor neurotische Züge an mir feststellen muss, ähnlich wie als ich früher Artikel von mir nicht ankucken konnte, eben, als ich die nun fast zwei Wochen alte Mail von Herrn Grünberg anklickte, musste ich gleich was anderes darüber öffnen, um sie nicht lesen zu müssen, und dabei steht sicher nicht einmal etwas Unangenehmes darin. &lt;br /&gt;
Viertel nach vier will ich mir noch mehr Fettgebäck holen, zwei Krapfen für 25 Franc, das sind weniger als 5 Cent.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: Am Nachmittag verweigert das Mailprogramm aber wiederum die Versanddienste. &lt;br /&gt;
Erich Böhme ist gestorben, entnehme ich dem Titel einer BILD-Zeitung, die der einzige Gast neben mir in Walters Wirtschaft liest. Befürchte schon, es gebe heute keinen Dillquark, aber dann doch. Die Kartoffelsuppe ist recht okay, die Knacker darin sind aber eher recht labber- bis armselige Wiener. Musik: &quot;Ich vermiss Dich wie die Hölle&quot; und &quot;Ja wir haben ein Idol: Harald Juhnke&quot;, verstehe erst immer &quot;Armer Junge&quot;. Leber so hart wie Beton und dass er jeden Morgen trotzdem wieder  aufsteht. Das hat in den letzten Jahren ja auch etwas nachgelassen.&lt;br /&gt;
Es bleibt bei einem im WaWi genossenen Liter Bier, wenn hier der Supermarkt offen gehabt hätte, wäre es bestimmt noch einiges mehr geworden.&lt;br /&gt;
Springe gegen 10, vor der letzten Folge der ersten Fahnder-Staffel, noch in den Pool, um dann doch noch den Rechner anzudrehen, ehe ich endgültig vor Glotze und Kästner-Biografie versacke. &lt;br /&gt;
Egal ob ich meine derzeitige Frisur Iro, Rockabilly oder Igel nenne, das Experiment längerer Haare bei höchster Sonneneinwirkung und seine Auswirkungen auf meine Psoriasis fällt zuungunsten des Hippietums aus, zwar noch keine richtige Plaque, aber geht deutlich in diese Richtung. Werde zurück in Berlin mein Glück noch eine Zeitlang mit Clobex probieren, bevor ich wieder zur Kahlköpfigkeit zurückkehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstag, 1. XII. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: Eine knappe Dreiviertelstunde Dauerlauf Richtung Westen, &quot;Wie gehts?&quot;, wird mir zugerufen. Auf dem Rückweg bin ich hinter der Rue Alpha Blondy so erschöpft, dass ich zur Bäckerei und nach Hause gehe.&lt;br /&gt;
Spätstück halb 11. &lt;br /&gt;
Für die Karl-May Geschichte: Held wird natürlich mit allem Brimborium vom König der Sanwi empfangen (Kleidung nach vorgestrigen Museumsfoto beschreiben, er durfte nicht den Boden berühren und niemals allein erscheinen).&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, am Pool: Nun hat also dieser letzte Monat mit r des Jahres begonnen, nicht übel, kann ich da nur sagen, aber wies weiter geht ist etwas offen.&lt;br /&gt;
Nach dem Joggen und würdevollem Frühstück springe ich ins Wasser und liege dann schreibend neben dem Becken, etwas an der Spener-Geschichte, die ich eigentlich schon gestern fertig haben wollte.&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Akzidenz bringt mich zur entsprechenden Gestaltung der Einladung und in der Form ist sie tatsächlich viel erträglicher und konsumierbarer.&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Wieder an die Arbeit, Twitter ist jetzt rot eingefärbt. Morgen oder übermorgen werde ich nach Yamoussoukro fahren, wo die größte Basilika der Christenheit steht.&lt;br /&gt;
Recherchen und Vorbereitungen für den Volkshochschulabend übers Grundeinkommen am kommenden Dienstag.&lt;br /&gt;
Schrumpfe meine heutigen Vorhaben klein, damit ich sie auch erledigt bekomme: Durchlesen der Mails und Planung der Yamassoukro-Reise, alles gleich nach dem Kaffee.&lt;br /&gt;
Herrlich, dieses Fettgebäck, das sie hier auf der Straße verkaufen, für 100 Franc, das sind 15 Cent, gibts eine Handvoll, die völlig reicht. Verabrede mit Balou die morgige Fahrt, zwischen 12 und 13 Uhr werden wir aufbrechen.&lt;br /&gt;
Mensch, da war das gerade mein 555ster Tweet und niemand hats gemerkt.&lt;br /&gt;
Von wegen: Gleich nach dem Kaffee, jetzt ist es 10 vor 6 und ich habe immer noch nicht angefangen.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: Kaufe für 3600 Franc Postkarten für Ahne, eine ziemliche Schande, dass ich überhaupt keine verschickt habe, so eine kleine Geste mit so großer Wirkung, vielleicht mache ich es noch.&lt;br /&gt;
Lasse mir im Big Burger International das Menu Special Cheese Burger für 2700 Franc bringen (ca. 4 Euro), &quot;1 cheeseburger + frite + 1 coca cola&quot;. Hätte es dort Bier gegeben, wäre es wohl nicht so zwanglos zu einem weiteren alkoholfreien Tag gekommen. &lt;br /&gt;
Im dortigen Fernseher PMOUTH vs. MANU mit Held Rooney, den ich seit der WM 2006 nicht mehr gesehen habe, 1:3, dann 1:4 Endstand, Rooney verwandelt zwei Elfer.&lt;br /&gt;
Nach Riviera II, wie alles zur Routine wird, das Taxinehmen, das Aushandeln des Preises, meist läuft es auf 1500 Franc heraus.&lt;br /&gt;
Verstehe jetzt die von Steffi beschriebenen Probleme beim DVD-Kucken, &quot;8 Frauen&quot; (F 2003) sind die Stimmen viel zu leise und bei Geräusch- oder Musikunterlegung gleich gar nicht zu verstehen. &lt;br /&gt;
Entspanntes Arbeiten und Glotzen ist dabei leider nicht möglich, versuche, zumindest die heutigen Notizen abzutippen. &lt;br /&gt;
Dann neuer Versuch mit Billy Wilders &quot;Küss mich, Dummkopf&quot; (&quot;Kiss Me, Stupid&quot;, USA 1964) leider mit den mal wieder extrem irritierenden deutschen Untertiteln, die eine ziemlich andere Parallel-Geschichte erzählen, dafür scheint der Sound hinzukommen, Dean Martin singt korrekt in englisch und spricht deutsch.&lt;br /&gt;
Die Untertitel sind deutlich besser als die deutsche Synchronfassung, auch 1964 hat man im deutschen wohl kaum &quot;Akademiepreis&quot; statt Oscar gesagt. Belly Button wird mit &quot;Nabelknöpfchen&quot; übersetzt, Party mit &quot;Ringelpietz&quot;, sogar &quot;mit Anfassen&quot;, der Klassiker Dean Martins &quot;Dino, direkt von der Bar&quot; wird zum witzlosen &quot;Dino, direkt aus Las Vegas&quot;. Kim Novak als Prostituierte.&lt;br /&gt;
Wieder mal ein Bann gebrochen, beginne mit dem Charité-Manuskript und verschlechtere es, indem ich alle als unklar markierten Fakten in Wahrheiten wandle. Aber breche die Angelegenheit gegen Mitternacht aus Überarbeitung heraus ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 2. XI. 09, sonnig, was sonst?&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, am Pool: Beim Frühstück, als mein Hirn auf dem Spielbein hüpft, kommt mir die Eingebung für den Song aus &quot;8 Frauen&quot;: &lt;br /&gt;
&quot;Papapapapa, das war ein ma-hal&quot;&lt;br /&gt;
Ab viertel nach 10 weiter an die Arbeit, E-Korrespondenz, die ich gleich im Institut abschicken werde.&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Halb 12 im Institut, an die Arbeit, zur Abwechslung funktioniert mal wieder das Mailversenden mit dem Mailprogramm. &lt;br /&gt;
Wieder zurück bei meiner Charité-Arbeit, wie habe ich es überhaupt ohne sie aushalten können?&lt;br /&gt;
Im Bus Abidjan - Yamassoukro: Dreiviertel 7 in der Dunkelheit Rechner an, da lesen in der spannenden Kästner-Biografie nicht mehr möglich. Ans xte Durcharbeiten des Allgemeinen Teils der Charité-Chronik. Richtig gelohnt hat sich das Einschalten des Laptops nicht, nur noch 7 Kilometer bis zur Hauptstadt des Elfenreiches.&lt;br /&gt;
(Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek, 3. XII. 09:) Trinke einen Liter Maisbier und unterhalte mich mit Balou über Religionen, Kleist, Thomas Mann, Stefan Zweig und May Ayim, eine Afro-Deutsche aus Berlin, die 1996 Selbstmord begangen hat. &lt;br /&gt;
Yammassoukro, Hotel Akraya, Zimmer 1: Gebe mit meinem bulgarischen Globul-Chip dreimal die falsche Nummer ein, bis ich meinen Irrtum bemerke, dann mit meinem heimatlichen vodafone-Chip ist nur die SMS einer unbekannten Funknummer, die mich zu erreichen versucht hat, anstatt der erhofften SMSe. &lt;br /&gt;
Liege hier mit Balou in einem Doppelzimmer in Yamassoukro, der amtlichen Hauptstadt der Elfenbeinküste, gigantisch breite, völlig leere Straßen, ein bisschen Geisterstadt, andererseits himmlische Ruhe. &lt;br /&gt;
Habe vorhin Agouti gegessen, weiß aber nicht was das für ein Tier war, nicht Antilope, habe ich von Balou erfahren, irgendein kleines Tier, vielleicht Ratte? Werde mal demnächst nachschlagen.&lt;br /&gt;
Der Fernseher läuft hier, 4000 neue Soldaten habe Westerwelle nach Afghanistan geschickt, na, das wird er doch bald bereuen! Warum wir für unsere Freiheit am Hindukusch zu sterben haben, erschließt sich doch nicht.&lt;br /&gt;
Halb 11 zu kaputt, weiterzuschreiben, gut, dass ich die Kästner-Biografie bei habe, good night world!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donnerstag, 3. XII. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: T: In einem Dachzimmer sind massenhaft Erdbeerpflanzen in Töpfen aufgestellt. Als ich auf den Balkon gehen will, summen dort viel zu viele Fliegen. Auf einem Schiff werden die Damen angewiesen, in die Stadt auszuschwärmen und Informationen zusammenzutragen. Sie haben braune Regenschirme und ich bin eine von ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nee, von diesem Traum verstehe ich nicht allzuviel. Die Fliegen lassen auf Unheil schließen, andererseits waren es vielleicht nur die Mücken, die mich in der Nacht gequält haben. Und für die Damen auf dem Schiff finde ich auch keine Erklärung.&lt;br /&gt;
Fahren in ein Motel Shel zum Frühstück, Omelett und Nescafé mit heißer Milch. Ein Affe ist an einem Baum angekettet, fotografiere das niedliche Tierchen. Ob es unglücklich ist oder froh um das Brot, das es bekommt?&lt;br /&gt;
Sodann zur Basilika, 7000 Sitze, 11.000 Stehplätze, macht zusammen 18.000 und das ist schon sehr ordentlich. Das Ding ist tatsächlich gigantisch, 30 Meter tiefes Fundament, ein libyscher Architekt hats gebaut.&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Dreiviertel 6 im Institut, etwas E-Korrespondenz. Wir haben den Ausflug zur gigantomanischen Basilika im Dschungel und zu den Kaimanen des Präsidenten heil überstanden.&lt;br /&gt;
Entferne erstmalig eine FaceBook-Freundin, eine angebliche Anja Maria Estrada, wahrscheinlich Schwindlerin.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, Wohnzimmer: &quot;Catch 22&quot; (USA 1970) von Mike Nichols, während ich mal wieder Bilder auf den Laptop kopiere. Der Film ist ziemlich schlecht, wahrscheinlich durften sich die Filmredakteure der SZ nicht wirklich aussuchen, was sie in ihre Kollektion nehmen durften, sondern mussten nehmen, was von den Rechten her bezahlbar war. &quot;Catch 22&quot;, ob nun Kriegs- oder Antikriegsfilm ist in der Hauptsache tödlich langweilig, wirr und verbumfeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 4. XII. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48, am Pool: Bauchschmerzen beim Zusammenkürzen einer neuen Chronik, aber nicht im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinn, gegen 12 damit fertig.</description>
    <dc:creator>Hennig</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Hennig</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-04T12:21:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://falkohennig.twoday.net/stories/6056884/">
    <title>www.Falko-Hennig.de</title>
    <link>http://falkohennig.twoday.net/stories/6056884/</link>
    <description>8. Dezember, VHS Mitte, Linienstr. 162 (Berlin Mitte, Raum 04), 18 Uhr:&lt;br /&gt;
Grundeinkommen und gute Arbeit,&lt;br /&gt;
Modelle, Initiativen und die Diskussion darum.&lt;br /&gt;
Anmeldung unter 030-901837427.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Dezember, 20 Uhr, Alte Kantine (Kulturbrauerei, Berlin):&lt;br /&gt;
Kantinenlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Dezember, 20.30 Uhr, Kaffee Burger:&lt;br /&gt;
Radio Hochsee Themenabend &lt;br /&gt;
LORIOT&lt;br /&gt;
Gast-Experte: Stefan Lukschy.&lt;br /&gt;
5,- Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstag, 10. XI. 09, grau:&lt;br /&gt;
(Maquis-Restaurant Espace 331, 20. XI. 09:) Nan Goldin und Harald Hauswald Ausstellung in der Tucholskystraße, liegen etliche Welten zwischen.&lt;br /&gt;
Bei den drei Auftritten im Sägewerk war es zu kalt, das Quartier war zu teuer, zu kalt und verschimmelt, Hin- und Rückfahrt sehr nett, Bargeld gabs nur 20 Euro, der Hauptteil der Gage soll nächste Woche überwiesen werden, brauche das Geld sehr dringend. Heil zurück in Berlin, immer noch erkältet, aber heute in zwei schönen Fotoausstellungen gewesen, Nan Goldin und Harald Hauswald.&lt;br /&gt;
Leider bin ich in meinem zweiten Gieranfall heute ziemlich geneigt, die Zigaretten-Fastenzeit zu beenden. Ich versuche stark zu bleiben.&lt;br /&gt;
Das gelingt sogar Dank der Vorräte an Fishermans Friends, jedenfalls bis 10 nach 5.&lt;br /&gt;
Nachmittagsschlaf bis nach halb 6, will 20 Uhr bei Gabi sein, bin noch unsicher, ob mit Fahrrad oder mit Oeffentlichen wegen meiner Erkältung, werde jetzt auch erst mal zum Tag der offenen Tür ins John Lennon Gymnasium.&lt;br /&gt;
Aber tatsächlich lässt das Verlangen ähnlich einer Welle irgendwann auch wieder nach. Noch Sekunden vorher erschien mir das ganze Glück der Welt in einer Zigarette zu liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 11. XI. 09, grau:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Huste mich in meinen fünften rauchfreien Tag. Eine sehr hilfreiche Rolle bei dem Entschluss, endlich ernsthaft nicht zu quarzen, spielt eine Erkältung mit Husten. Wäre froh, wenn ich die 25 Euro hätte, die ich jetzt schon gespart habe, aber weiß nicht, wo sie sind.&lt;br /&gt;
Auf meine Klagen über Geldmangel empfiehlt Kirsten, die Geburtstagspost zu öffnen, Mensch! Tatsächlich noch ein Fuffi von Tante Hannelore!&lt;br /&gt;
Inhaliere mein Latschenkiefer-Zeug und freue mich darüber, nicht rauchen zu müssen. Ein Erbe dieses Alan Carr, mit dem seinerzeit viele aufhörten und wieder anfingen. Mir tränen ziemlich die Augen, aber davon werden bestimmt auch wichtige Kopfhöhlen frei.&lt;br /&gt;
Erreiche leider Jakob nicht, was mir meinen Plan für heute leicht zerhaut, Eike ruft immerhin zurück, er ist auf Dienstreise in Lund und ich möge ihm eine SMS schicken.&lt;br /&gt;
Mit Iris&apos; Hilfe erstelle ich ein Picasa-Album von meiner Geburtstagsfeier, allerdings sollte ich mir genau überlegen, wo ich den Link dazu poste.&lt;br /&gt;
Torwart Robert Enke hat sich umgebracht, unser Mitgefühl gilt besonders dem Lokführer, der jetzt wahrscheinlich unter Schock steht, sowie den vielen Fahrgästen, die zum Teil erhebliche Verspätungen in Kauf nehmen mussten.&lt;br /&gt;
Muss mich von Uli wegen dieser Gedanken abmahnen lassen, ich möge doch lieber den Schnabel halten. Tatsächlich kann ich die allgemeine Betroffenheit mangels Kenntnissen nicht nachvollziehen. Er hat meine Emotionslosigkeit richtig bemerkt. Habe den Namen gestern das erste mal bewusst gehört und dieses WIR WERDEN DICH NIEMALS VERGESSEN ist eine so unverschämte Lüge, aber seis drum.&lt;br /&gt;
Zum Glück zieht es mich nicht sonderlich herunter, löst nur eine leichte Nachdenklichkeit aus, und die hat noch niemandem geschadet. Bei den Menschen, die sich für Fußball interessieren, wirkt sein Tod also ähnlich wie der von Bukowski oder sogar Kempowski auf mich. &lt;br /&gt;
20 vor 2 Suppe fassen im Weinerei-Café. Eigentlich habe ich heute überhaupt nichts gemacht.&lt;br /&gt;
Meine süße Lisa verschwindet gleich wieder zu Lotte, wo sie auch Hausaufgaben machen will. Das könnte, wenn ich meinen Ehrgeiz darein setze, die Tragik nachzuvollziehen, ein Ansatzpunkt sein, das mit zwei Jahren verstorbene Töchterchen von Enke, seine Mutter war außerdem eine große Handballerin, damit war sie wahrscheinlich eine Bekannte meiner Mutter.&lt;br /&gt;
Schön, in diesem Zusammenhang mit meinem Vater zu sprechen, der da eher ähnlich gepolt ist wie ich und dem die Betroffenheit von Leuten, die Enke gar nicht persönlich kannten auch fremd ist. Er hätte nicht auf den Gleisen Fußball spielen sollen, findet er.&lt;br /&gt;
Mit Ella als Zeugin, die gern schneller schreiben möchte, mache ich einen Schnellschreibetest und erfahre:&lt;br /&gt;
&quot;Du hast 248 Punkte erreicht, damit befindest du dich auf Platz 23424 von 103601&lt;br /&gt;
Du schreibst 302 Zeichen pro Minute&lt;br /&gt;
Du hast 53 korrekt geschriebene Wörter und&lt;br /&gt;
Du hast 0 falsch geschriebene Wörter&quot;&lt;br /&gt;
Gar nicht so schlecht, auch wenn Platz 23.000 nochwas nicht berauschend klingt. &lt;br /&gt;
Abwaschen, Wäsche, dann noch Einkaufen, Abendbrot machen, schließlich zur Preview von Volkers Mississippi-Film.&lt;br /&gt;
Meine Rundmail, durch die wieder alle glauben, ich wäre so aktiv und mache so viel, was einerseits stimmt, andererseits liege ich doch die meiste Zeit im Bett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donnerstag, 12. XI. 09, grau:&lt;br /&gt;
Küche: T: Bin in einer Garage, stoße mir den Fuß und gehe hoch in die Arztpraxis. Dort untersucht die Ärztin den Fuß, ihre Diagnose ist auch schon ohne Röntgen eindeutig: gebrochen. Ein glatter Spalt auf der Oberseite des Spannes, es schmerzt nicht beim Bewegen, ich kann nicht hinkucken, wenn er geöffnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abfrühstücken der Kinder an meine Rundmail, ein überraschender Einsatz bei der heutigen Chaussee der Enthusiasten ist in die Welt zu posaunen.&lt;br /&gt;
Sogar der BBC berichtet über die Massenhysterie: 30.000 Leute versammeln sich im Stadion, 14 Kondolenzbücher, die alle vollgeschrieben werden. Sollen sie machen, wenn es ihnen hilft.&lt;br /&gt;
Privileg des Freiberuflers: Nun, nach getaner Arbeit, darf ich wieder ins Bett.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Für 11 war der Gasableser angekündigt, halb 9 klingelt der Irre, läuft durch meine Küche: &lt;br /&gt;
&quot;Der Zähler ist hinter dem Herd? Dann kann ich ihn nicht ablesen!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ihre Kollegen haben doch so Spiegel zum Kucken.&quot; Aber nein, da führt kein Weg rein.&lt;br /&gt;
Telefonat mit Frau Kaiser, sage ihr das Manuskript bis Montag zu, 10 Minuten Wortanteil, mit Musik 13 Minuten, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.&lt;br /&gt;
Noch kein einziger Zigaretten-Gieranfall heute, so lasse ich mir das Nichtrauchen gefallen. Leider entgegen allen Fakten das Gefühl, vor mich hin zu prokrastinieren. &lt;br /&gt;
2000 wäre super. Weniger iss auch cool.&lt;br /&gt;
Kettenfett&lt;br /&gt;
Im Sonic Ballroom in Köln Ehrenfeld trinkt man Kettenfett. Als ich das erste mal eintrat, dachte ich: &quot;Raus hier, das hab&apos; ich nicht verdient! Das hier hat NIEMAND verdient!&quot; Das Inferno von Dresden, nur mit Hunden statt Feuer, die Luft war außerdem mit fliegenden Bierflaschen und Punkfrauen gefüllt und sobald ich die Hände auf die Bar legte, klebten sie fest.&lt;br /&gt;
Mir wurde Kettenfett eingeflöst, wohl in Wodka aufgelöste Lakritze, schwarz und süß. Neben mir stand ein Frau mit einer Scherbe in der Stirn, einer mit Rasta-Locken, in denen Vögel brüteten, und dann die Einbeinige Treuhand-Managerin, hatte ich die nicht mal vor Jahren in einem Schrank am Alex gevögelt?&lt;br /&gt;
Eine Frau ohrfeigte mich:&lt;br /&gt;
&quot;Das ist für Hitler!&quot;, schrie sie, sofort begannen alle möglichen Leute, es ihr nach zu tun, durch die festgeklebten Hände konnte ich mich nicht wehren:&lt;br /&gt;
&quot;Das ist für Hussein!&quot;, ein Schlag in die Magengrube: &quot;Hier, der war für Helmut Kohl!&quot;, &quot;Mao Tse Tung!&quot;, das war ein Glas Bier über den Kopf ausgegossen, und noch eine Ohrfeige: &lt;br /&gt;
&quot;Für Ulrike Meinhof!&quot;  Ich wäre zu Boden gegangen, wenn meine festgeklebten Hände es nicht verhindert hätten. &lt;br /&gt;
Eine Punkband begann zu spielen und lenkte die Aufmerksamkeit gnädigerweise von mir ab, ein Regen aus Abfällen aller Art ging auf sie nieder. &lt;br /&gt;
&quot;Festgeklebt?&quot;, schrie mir jemand ins Ohr, riss meinen Kopf an den Haaren zurück und schüttete noch mehr Kettenfett hinein. &lt;br /&gt;
Die Punkband goss einen Eimer Wasser über eine Gruppe Jugendlicher aus, die ihre Instrumente begatteten. Und ausgerechnet jetzt betrat eine mittlere Gruppe blinder Nonnen das Lokal.&lt;br /&gt;
&quot;Batmans Freunde sind auch meine Freunde!&quot;, sagte der Mann hinter der Theke und schenkte Kettenfett an die Ordensfrauen aus.&lt;br /&gt;
&quot;Angstschweiß, nichts löst festgeklebte Hände besser als Angstschweiß!&quot; &lt;br /&gt;
Dann hatte ich Sex, ziemlich viel Sex, die meiste Zeit hatte ich die Augen zu, hauptsächlich aus Angst, was ich sehen würde, wenn ich sah, was da auf mir lag. Entweder war es ein blinder Hund, der lichterloh brannte, oder etwas sehr viel Schlimmeres, was ich auf keinen Fall sehen wollte, weil klar war, dass es auf der ganzen Welt nicht genug Kettenfett gab, um es zu vergessen.&lt;br /&gt;
Ich kannte den Ort nicht, wo ich aufwachte, noch ließ sich das Geschlecht auch nur eines der knapp zehn Wesen enträtseln, die um mich herum auf dem versifften Teppich lagen. Wahrscheinlich ganz normale Transvestiten, aber solche ohne Haare. Als ich aufstand, drehte sich das Zimmer und ich fiel hin...&lt;br /&gt;
Als ich auf der Straße stand, hatte ich ein komisches Gefühl im Mund. In einer Schaufensterscheibe steckte ich mir die Zunge heraus und sie war pechschwarz. Es dauerte Tage, bis ich sie mit einer Drahtbürste wenigstens vom gröbsten Belag aus Kettenfett befreit hatte.&lt;br /&gt;
Ich freue mich, dass ich das alles noch vor mir habe. Nichts davon habe ich erlebt, alles ist aus dem Buch &quot;Sonic Ballroom, Die Geschichte des besten Musikclubs der Welt&quot;, herausgegeben von Laabs Kowalski (Verlag Die Muschel, Köln 2009).  Wenn der Club auch nur halb so gut ist wie das Buch muss es einen Gott für die trinkenden Freunde der Punkmusik geben. Wenn der Sonic Ballroom so gut ist wie das Buch, dann ist er Gott.&lt;br /&gt;
Salat, Kartoffelbrei und Hähnchenschnitzel.&lt;br /&gt;
Kettenfett-Geschichte ausdrucken, eigentlich könnte ich jetzt ins Bett fallen und schlafen, stattdessen nach Friedrichshain radeln und auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 13. XI. 09, heiter:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Was heute nach dem Abfrühstücken an Schlafunterbrechungen stattfindet: Ein Anruf von Heidi, Lisas Rad ist kaputt, die Gerüstabbauer gegenüber, Alexandra steht auf, Anruf von Dorothea Oehme und schließlich der von mir selber gestellte Wecker. Todmüde nach 11 mit dem ersten Kaffee am Schreibtisch.&lt;br /&gt;
Beamer von meiner Geburtstagsfeier ins Jüdische Krankenhaus zurückbringen. Erwische Lisa vor ihrer Abfahrt zu Lotte und zum Turnen gerade noch auf der Treppe.&lt;br /&gt;
Kucke mir mit Ella die Bücher &quot;Work is Hell&quot; und &quot;How to go to Hell&quot; von Matt Groening an.&lt;br /&gt;
Die Kündigungsbestätigung der Telekom ist eingetroffen, schließe mich dazu kurz, höchstwahrscheinlich werde ich also meine Festnetzanlage ab Dezember über Skype laufen lassen und allein damit jeden Monat zwischen 10 und 30 Euro sparen. Ein neues Fach &quot;Telefon&quot; richte ich in meinem Robotron-Schrank ein, dafür lagere ich Fotos von 1991/92 in einen extra Umschlag um.&lt;br /&gt;
Telefonat mit Dorothea Oehme, trotz des hässlichen doppelten DER ist sie mit dem Titel &quot;Der Eisbär in der Anatomie&quot; einverstanden, schön. Ob es vernünftig ist, ein 200.000-Zeichen-Manuskript bis 20. Dezember zuzusagen? Montag muss ich das Weiße-Weihnachts-Manuskript überarbeiten und die ganzen Charité-Sachen stehen ja auch noch an, ganz zu schweigen von der Vorbereitung für den Abend zum Grundeinkommen kurz nach meiner Rückkehr. Aber wird schon schiefgehen, meine alte Strategie, mich so mit Termin-Arbeiten vollpacken, dass ich gar nicht mehr anders kann, als arbeiten.&lt;br /&gt;
Schreibe erstmalig einen Brief mit der neuen FileMaker Brief-Datei, ich liebe die Büroarbeit! Stecke ihn gleich ein auf dem Weg zur Kaufhalle, wo ich Spaghetti einhole.&lt;br /&gt;
Sofa: Simpsons &quot;Marge und der Frauenclub&quot;: Gedankenblase von Homer als Delfinbändiger, Rückerinnerung von Millhouse an seine Kindheit in der Toskana. In Burns&apos; Safe liegen 12 Fabergé-Eier.&lt;br /&gt;
Spaghettini mit einer Soße mit gebratenen Wienern und Zwiebeln.&lt;br /&gt;
&quot;Herkules&quot; (USA 1997) bei Schokostäbchen mit Orangengeschmack und Kartoffelchips, würde ja lieber &quot;Flemming&quot; kucken, aber die Kinder nicht.&lt;br /&gt;
Die Bombardierung des Mondes am Tag, als Obama den Friedensnobelpreis bekam, hat ergeben, dass dort viel Wasser ist. Prost!&lt;br /&gt;
Das Gefühl, besonders angesichts der regelrechten Arbeitsflut, heute viel zu faul gewesen zu sein. Aber objektiv ist da nichts dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag, 14. XI. 09, eintrübend:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Erst halb 12 auf, Kinder haben den Frühstückstisch fürstlich gedeckt, nach Spätstück an die Loriot-Werbezettel, in Elfenbeinküste wird das Kopieren sicher schwierig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 15. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Küche: Versuch, für Radio Hochsee eine Fanseite bei Facebook einzurichten.&lt;br /&gt;
Friedliche und sogar liebevolle Verständigung mit Jana.&lt;br /&gt;
Chat mit Tom in Kiew, ihm läuft Rückenmarksflüssigkeit aus dem Hals und demnächst will er mit dem Fahrrad um die Welt fahren.&lt;br /&gt;
(Schreibtisch, 16. XI. 09:) Der eine Torwart bei unseren Vorspielern trägt einen Trauerflor, bin froh, nicht mit auf dem Platz zu stehen, als eine Trauerminute für den suizidalen Trauerkloß Enke eingelegt wird, auch wenn sie nur 30 Sekunden dauert. Eine erstaunliche Massenhysterie hat Deutschland in Bezug auf den Nationaltorwart ergriffen, der etwas Zug bekommen hat.&lt;br /&gt;
Verlieren gegen X-Kicker 1:4, obwohl wir fast die ganze Zeit mit 12 Leuten spielen, eine nicht dumme Strategie.&lt;br /&gt;
Nach halb 8 abends an die Korrektur der Kettenfett-Geschichte.&lt;br /&gt;
Reformbühne schön, wie immer, möchte ich fast schreiben.&lt;br /&gt;
Rührende Umarmung von Jakob zum Abschied. &lt;br /&gt;
Noch Staropramen bei mir, ins Bett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 16. XI. 09, eintrübend:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Nach 9 auf, erstmals Allgäuer Bergkäse mit dem von Joseph geschenkten Käsehobel abheben. Morgen um diese Zeit bin ich auf dem Weg nach Elfenbeinküste.&lt;br /&gt;
Eigentlich muss ich jetzt dringend, DRINGEND das weiße Weihnachts-Feature-Manuskript überarbeiten, also ran!&lt;br /&gt;
Die Stalkerin hat mir nun endlich eine Mail geschickt, wie reagieren? Am besten wohl gar nicht.&lt;br /&gt;
Schreibe Briefe an Doc Schoko und Loriot, dann an die Weißen-Weihnachts-Aufnahmen, erstmal Kirsten.&lt;br /&gt;
Nach wie vor immer beim Hustenreiz statt Zigarette Fishermans Friend, phasenweise bin ich so vernünftig.&lt;br /&gt;
Nun ja, wieder gibts Ärger wegen Nationaltorwart Enke, geschmacklos seien meine Bemerkungen dazu. Das kann schon sein. Aber da ich durchaus im Feld des schwarzen Humors arbeite ist mir bewusst: Mit gutem Geschmack kann man da nichts reißen.&lt;br /&gt;
Gegen 2 zu Saturn, defekte Kamera abgeben, davor eine Bratwurst vom Grillwalker, ins Alexa 9 Unterhosen und 7 Paar Socken von H&amp;M kaufen.&lt;br /&gt;
Halb 4 kann ich weitere FB-Einträge zu Robert Enke lesen, meine Gefühllosigkeit wird als ekelhaft empfunden. Aber was soll ich machen? Ich kannte ihn doch gar nicht, und bei jedem mir unbekannten Selbstmörder traurig zu sein übersteigt meine emotionalen Kapazitäten.&lt;br /&gt;
Apotheke, Rossmann, Kamera borgen, Feature zu Ende überarbeiten, Abendbrot und Fußball stehen heute noch auf dem Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstag, 17. XI. 09, Berlin &amp; Paris bewölkt, Abidjan dunkel:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Werde diesen Platz jetzt also für drei Wochen verlassen, heading to west africa, Ivory Coast.&lt;br /&gt;
Eine letzte Todoliste abarbeiten.&lt;br /&gt;
Flughafen Paris, Wartegbereich am Gate E34: SMS-Speicher voll, bringe es mal wieder nicht über mich, verschiedene Textnachrichten zu löschen.&lt;br /&gt;
Bei Vodafone Frankreich zahle ich für Anrufe nach Deutschland 51 Cent pro Minute, für ankommende 22 und pro SMS 13 Cent.&lt;br /&gt;
Bei der FAZ ist Herr Hieber von den  Medien nicht davon zu überzeugen, dass es spannend sein könnte, über das Spiel Deutschland - Elfenbeinküste aus Abidjan zu berichten, beide sind schon qualifiziert, also geht es um nichts, von den Ivorern ist der beste Spieler Trokwa verletzt. Keine Arme, keine Kekse.&lt;br /&gt;
Im Flugzeug Paris - Abidjan: Kurz vor 4 ivorischer Ortszeit, eine Stunde musste ich die Uhr zurückstellen, schalte ich den Laptop zum Arbeiten ein. Leichte Unlust, vielleicht erstmal noch ein Nickerchen? Jawoll.&lt;br /&gt;
Ratze ungefähr eine Stunde, dann träume ich wach weiter von einer weißen Weihnacht. &lt;br /&gt;
Homöopathischer Kopfschmerz 20 vor 7, als die Sonne untergeht und wir Timbuktu überqueren, schade, dass man nichts mehr sieht. Die sonstigen Ortschaften in der Nähe heißen Ouagadougou und Tamanrassel.&lt;br /&gt;
Habe jedenfalls Spaß an der Arbeit bis ich halb 8 den Rechner runterdrehen muss.&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Zimmer 211, Banque Mondiale, Rue Viviane: Eine regelrechte Delegation nimmt mich in Empfang, Fahrt zum Hotel, mit Steffi in ein Restaurant, wo ich mich trotz Durchfall, der wohl bei mir vorsorglich mit Betreten des Landes eingesetzt hat, völlig überfresse.&lt;br /&gt;
Bin ziemlich durch, das fürstliche Mahl, ein gigantischer Fisch, gebratene Bananen und Manjok-Streifen, lassen mich fast besinnungslos werden.&lt;br /&gt;
Von einem W-Lan kann leider dann sichtbar keine Rede sein im Quartier, wo ich 11 Uhr Ortszeit endlich zur Ruhe komme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 18. XI. 09, sonnig: &lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Goethe-Institut, Av. Jean Mermoz, Rue C27, Hof: T: In einer schön vollgekramten Wohnung, in einem Zimmer Peter Lustig ...&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Hof, Banque Mondiale, Rue Viviane: T: ... Ich erwähne Tenno, der hier früher gewohnt habe, aber Peter Lustig kann sich kaum noch erinnern. Will Peter Lustig ein Buch von mir als Erinnerung da lassen, ich sei auch nicht böse, wenn er es nicht wolle. Doch da ist seine blonde Freundin, bezieht es auf sich und nimmt das Buch in Empfang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlafe sehr gut, sogar noch nach einem morgendlichen Intermezzo auf Toilette nach 7. Frühstück auf dem Hof besteht aus einer geschälten Orange, einem Croissant, einem halben Baguette, Pflaumenmarmelade, einer homöopathischen Menge französischer Butter, Saft und einem Kännchen Kaffee. Englisches Frühstück ist mir ja lieber.&lt;br /&gt;
Von W-Lan kann hier immer noch keine Rede sein, aber dieses fantastische tropische Klima, wo alle Kleidungsstücke sofort von der Hitze am Körper kleben, herrlich. &lt;br /&gt;
Mache mich ans Manuskript der Weißen Weihnacht, Endfertigung, wenn es nach mir geht, aber ob die Redakteurin begeistert davon ist, dass ich es deutlich anders als besprochen überarbeitet habe?&lt;br /&gt;
Immer noch verschnupft, der Durchfall hat überraschenderweise nachgelassen.&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Goethe-Institut, Av. Jean Mermoz, Rue C27, Bibliothek: Ja, da habe ich ganz recht, dass hier die Politiker und Prominenten wohnen. Übrigens sei gestern ein berühmter Fußballspieler mit im Flugzeug gewesen, ...&lt;br /&gt;
Auch ein berühmter Theologe.&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zwischen dem DFB und dem ivorischen Fernsehen betreffend die Übertragung des heutigen Spiels sind für heute Mittag angesetzt, sie machens sehr spannend. &lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Goethe-Institut, Av. Jean Mermoz, Rue C27, Hof: Einen kurzen Blick kann ich in mein Facebook werfen, zum Vorwurf der ekelhaften Gefühllosigkeit hat sich die von Dan gestellte Diagnose der Witzelsucht gesellt. Bin doch überzeugt, nicht unter dieser Krankheit zu leiden.&lt;br /&gt;
Ich und fünf Schüler sowie eine Schülerin warten von 12 bis Viertel nach im Hof des Instituts bei Gesang und Tanz das Ende der kleinen Regenzeit ab.&lt;br /&gt;
(Maquis-Restaurant Espace 331, 20. XI. 09:) Er schläft in einem Bett mit zwei anderen? Wie das gehe? Vielleicht durch afrikanische Solidarität.&lt;br /&gt;
Fernsehübertragung gibt es, wie befürchtet, nicht, selbst die Internet-Streams sind gesperrt. Dabei hätte ich geschworen, dass dieses Spiel doch zumindest in zwei Ländern gezeigt wird: Deutschland und Elfenbeinküste. Aber nix da hier unten.&lt;br /&gt;
Hetzte also etwas sinnlos ins Institut und die Bibliothek, um die Übertragung im Internetradio zu hören, kann ja auch noch nicht wissen, dass mein sensationelles Angebot an die wichtigsten deutschen Presseorgane wegen eines Berichtes allesamt abgelehnt werden. 20 Studenten, erfahre ich, drängten sich, als Steffi ankam, um das Spiel zu sehen.&lt;br /&gt;
Erstaunliches müssen wir der Not gehorchend über die deutsche Radiolandschaft erfahren: Nirgends wird das heutige Spiel direkt übertragen. Nur auf SR1 eine auffällig lieblose Kommentation, 1:0 durch Podolski in der 11. Minute, &quot;Der kleine Mann vom VFB&quot;, ein Abpraller bringt den Ivorern den Ausgleich. 1:2-Führung für die Elfenbeine in der 85. Minute durch Doumbia, Zuschauer pfeifen &quot;auf Schalke&quot; die Nationalmannschaft aus. Podolski gleicht in der Verlängerung noch aus, Schopen freut sich halb tot.&lt;br /&gt;
Dazu bekomme ich etwas Attieki (gespr. Attchikie) mit Fisch ab, das ist getrockneter Manjok, also Mehl, das man wie Kouskous kocht.&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Goethe-Institut, Av. Jean Mermoz, Rue C27, Internetraum: 71.000 Euro hätten die Rechte gekostet, SWR1 immer noch 1:0. Wir spekulieren, ob das hiesige staatliche Fernsehen womöglich zu hoch gepokert habe, womöglich geglaubt habe, der DFB würde noch einknicken. Ausschließen würden wir das nicht, aber dass sie dann auch keinen gefragt haben,&lt;br /&gt;
Verletzungsunterbrechung für Lahm, aber dann humpelt er schon weiter.&lt;br /&gt;
Richtige Stimmung kommt nicht auf, erfahren wir, magere 30.000 Zuschauer wegen Enke, der noch in allen Köpfen ist, die Trauerarbeit ist noch nicht vorbei. &lt;br /&gt;
Nicht nur, dass SWR1 seine Spielkommentation von Henry Vogt mit grauslicher Musik unterbricht, es gibt regelmäßig noch andere Leerstellen, wenn sich das Internet ausklinkt.&lt;br /&gt;
Angriff der Elfenbeinküste, Abseits gepfiffen durch Björn Küpper,&lt;br /&gt;
(falls doch eine Geschichte verkauft werden kann, mit der Verhaftung verschneiden!)&lt;br /&gt;
Erste Halbzeit ist rum.&lt;br /&gt;
Es war sehr praktisch, dass ich kein französisch konnte, so blieb ich ganz ruhig, er hat mir nicht alles erzählt, was sie gesagt haben, unter anderem, dass sie mich umbringen wollten. Ich sei ein Spion, der ihre Kaserne bombardieren wolle.&lt;br /&gt;
Pfostenschuss von Podolski. &lt;br /&gt;
65. Minute 1:1, gewisse Freude bei den beiden Ivorern, der SWR1, spielt liebloserweise erstmal wieder was von ihrer Scheiß-Musik. &lt;br /&gt;
Vom Niveau her nicht ganz oben angesiedelt sei dieses Spiel, Emmanuel Eboué hat den Ball am Elfmeterpunkt angespielt und von dort sprang er ins Tor.&lt;br /&gt;
Viertelstunde vor Abpfiff Ecke für Ivorien, da ja doch niemand den Artikel will, brauch ich eigentlich nicht weiterschreiben, Feierabend.&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, hinterer Barbalkon, Banque Mondiale, Rue Viviane: Hätte ich nicht gedacht, dass ich heute noch twittere. Finde es hier, am Äquator gegen Mitternacht, recht erheiternd, dass die Enke-Geschichte immer noch weiter geht, ein bemerkenswertes Kulturphänomen.&lt;br /&gt;
Es ist doch eine sehr beschränkte Gruppe, die um diese späte Uhrzeit noch folgt, aber Euch allen eine gute Nacht, träumt gut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donnerstag, 19. XI. 09, sonnig: &lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Bar: Another day in paradise, stehe wegen falsch gestelltem Wecker eine Stunde zu früh auf, aber das kann meinen Unterrichtsvorbereitungen nur nützen.&lt;br /&gt;
Im Hotel klappts jetzt ganz gut mit dem W-Lan, zwar nicht auf dem Zimmer, aber hier in der Bar. Gleich beginnt mein erster Workshop-Tag, bin angenehm ruhig, habe das schon so oft gemacht, dass Lampenfieber wohl erst kurz vor Anfang einsetzen wird, wenn ueberhaupt.&lt;br /&gt;
Mit der Frisur werde ich hier von allen fuer einen Soldaten gehalten, das stoert normalerweise nicht, aber manchmal dann doch, gestern wurde ich als mutmasslicher Spion vom hiesigen Militär einige Stunden festgehalten.&lt;br /&gt;
Bisher vertrage ich die Tropen sehr gut, fantastisches Essen hier, rauche immer noch nicht und lutsche immer noch meine Fishermans Friends. Letzte Nacht sogar ohne Klimaanlage gut geschlafen, zwar schwitzend, aber immerhin. Heute morgen aus Versehen eine Stunde zu früh aufgestanden, aber um so ruhiger kann ich den Tag angehen.&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Goethe-Institut, Saal: Mittagspause bis 2, nun weiter mit dem Workshop, bis jetzt sehe ich keinen Grund zur Klage.&lt;br /&gt;
(Résidence Hotelière Ste Anne, 20. XI. 09:) Auf dem Weg ins Institut rufen die Studenten auf der Straße: &quot;Hallo Falko Hennig!&quot; Nun habe ich es geschafft, also auch hier.&lt;br /&gt;
(Maquis-Restaurant Espace 331, 20. XI. 09:) 10 Uhr Anfang, 11.30 bis 11.55 weiter Workshop, Mittag von 13 bis 14 Uhr, noch eine Pause 15.30 Uhr.&lt;br /&gt;
Stelle zuerst mich und meine Geschichte und ihre Verbindung zu den Lesebühnen vor, dann will ich von ihnen ihr Alter und ihre Deutschkenntnisse wissen, wer hat schon Texte geschrieben und in welcher Sprache? Welche Art von Texten?&lt;br /&gt;
Was ist eine Lesebühne? Was sind Lesebühnentexte? Was ist ein funktionierender Text? Deko, Ort und Bühnenpräsenz.&lt;br /&gt;
Schon magisch genug, meine inzwischen ziemlich meisterhafte Aufnahme hier am Äquator mit den netten Ivorern anhören zu können, und dass tatsächlich von Ahnes Bahnbeschimpfung und unserem Abschlusslied was rüber kommt. Ansonsten ist das Sprachniveau der Beiträge zu hoch, sie schalten ab, weil sie nur noch Bahnhof verstehen.&lt;br /&gt;
Meine schönen vorbereiteten Fragen erübrigen sich also: Würde der Text übersetzt vor Publikum hier funktionieren? Obwohl, sie behaupten, dass man den Bahntext aufs hiesige Bussystem übertragen könne.&lt;br /&gt;
(Maquis-Restaurant Espace 331, 20. XI. 09:) Im Institut kucke ich mir &quot;Cycling the Frame&quot; (D 1988) und &quot;The Invisible Frame&quot; (D Juni 2009) an, Tilda Swanton spielt eine Radfahrerin, die an der Mauer, im zweiten dann die selbe Strecke noch mal ohne Mauer lang fährt.&lt;br /&gt;
Mit Steffi in ein nettes Maquis in der Avenue Jean Mermoz, quasi auf meinem Heimweg. &lt;br /&gt;
Als sie Daniel zum Flughafen gebracht haben, da hatten sie sich alle ihre besten Sachen angezogen, das war das erste mal, dass sie dahin kamen. &lt;br /&gt;
Eine Frau die studiert verringert ihre Heiratschancen, erfahre ich, selbst die Studenten bevorzugten Typen á la Heimchen am Herd. Hier werden oft Leute von Hexern verhext, die sterben dann sehr plötzlich ohne Krankheit, oft, wenn sie gegen den Willen der Familie geheiratet haben. Der Sovcieller ist der Hexer, Sovciellève die Hexerin.&lt;br /&gt;
Cava Allez! (ßava...)= Es wird schon gehen.&lt;br /&gt;
Bleiben ziemlich lange dort, was mich aber nicht gehindert hätte, im Hotel noch einige Biere hinterher zu kippen, aber dort haben sie schon alle Schotten dicht.&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Bar: Feierabendbier, der erste Abidjaner Workshoptag ist vorüber, habe mich wacker geschlagen, Fotos vom Kamerachip auf die Festplatte kopieren. Ziemliches Chaos dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 20. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Maquis-Restaurant Espace 331, Cocody, Avenue Jean Mermoz: Auf keinen Fall mache ich noch eine Nacht ohne Klimaanlage durch, kann zwar einigermaßen schlafen, aber dabei so zu schwitzen, dass ich das halbe Zimmer überschwemme? Nee!&lt;br /&gt;
Elfenbeinküste, Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Bar: Eine halbe Stunde Dauerlauf durch Cocody, an der deutschen Botschaft vorbei, gut dass ich das Trikot der Nationalmannschaft anhabe, so winken wir uns zu. Aber ist schon ziemlich was anderes hier in den Tropen, schwitze wie ein Schwein, auch noch eine Stunde danach.&lt;br /&gt;
Beim heutigen letzten Workshoptag ist der Musiker Brice dabei. Stefanie liest über Bernd, die Bibliotheksmaus vor, Flan (gesprochen FLoNG) auf französisch über Liebe und er will dazu süße Musik, Clement (CLEMeNg) über eine Fahrt mit dem Bus.&lt;br /&gt;
Zu Mittag wieder ein erstes Mal, eine Art Klöße aus Bananen.&lt;br /&gt;
Was alles noch zu klären ist: die Bühnenpräsentation, Mikrofone, Moderator, schließlich nach dem Mittagessen die Generalprobe und nach der Nachmittagspause die Auswertung: Kritik an Gedichtrezitationen und Länge der Texte, aber kann alles abgebügelt und konstruktiv genutzt werden.&lt;br /&gt;
Wär doch zu schön, wenn ich mir endlich merken könnte, wie dies Land hier ausgesprochen wird: Cotivár! Ich sage immer Cotivuar.&lt;br /&gt;
Zu meinem Abendbrot in das Maquis von gestern, Huhn mit Salat  und Pommes (gesproche poulé bresé et friet) und Castel Beer, heute findet hier eine Hochzeit statt, da würde ich ja gerne herumfotografieren, das Brautpaar sitzt auf einer Bühne und darf sich scheinbar den ganzen Abend nicht vom Fleck rühren, alles mit blauen Luftballons ausgestattet, wie der Anzug des Bräutigams.&lt;br /&gt;
Überfresse mich an der übergroßen Portion gegrilltem Huhn, dann wenigstens die heutigen Notizen übertragen.&lt;br /&gt;
Der Kellner Sabio gibt mir seine Telefonnummer, dann könne ich ihn treffen, oder meint er essen? Can you eat oder can you meet? Werde wohl eher nicht anrufen.&lt;br /&gt;
Tippe bis gegen 8 den Großteil der heutigen Daten in meine Datei, da schwillt die Menge meiner ivorischen Kontakte stark an, und da ich die Neujahrskarten alle ans Goethe-Institut schicken werde, entstehen mir nicht einmal sonderliche Kosten.&lt;br /&gt;
Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Bar: Sie haben hier im Hotel von Abidjan einen blinkenden Weihnachtsbaum aufgestellt, ich finde das vor Dezember in den Tropen übertrieben.&lt;br /&gt;
Suche vergeblich nach meinem FB-Foto, dass die anderen es sehen können tröstet mich nur bedingt. Aber mache mich, wie vorgenommen, an das Fotosortieren und verbringe damit die Zeit bis gegen Mitternacht. Dann bin ich auch einigermaßen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag, 21. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Bar: T: Die alte Erdgeschosswohnung von Ecki, Oma Bergmann, die immer selbständig leben wollte und dann doch nur diese Ecke in der Wohnung hatte. Mein Vater sitzt in einem Büro mit Vlado zusammen, der sollte etwas für ihn herausfinden. Als er weg ist, sagt einer, der Vlado nicht kennt, die Geldgier dieser Informanten sei deutlich spürbar. Mein Vater hat gemerkt, dass Vlado gelogen hat, als der sich gerade die Wiederholung eines Fußballspiels ankuckte, von dem er neulich bei einem Telefonat behauptete, er sehe es gerade. Fahren durch Sofia, feine, schön in grün rekonstruierte Bauten, wie Hinterhöfe, doch mit leeren Querstraßen. Wir suchen nach einem Laden. &quot;Ist Sofia nicht wunderschön?&quot;, frage ich, und man bestätigt es mir. Kommen in der Hafengegend an eine Straßensperre, wo eine schöne Mühe ausgegraben ist, aber das Fundament ist so kaputt, dass sie wohl kaum zu rekonstruieren ist. Wir gehen mit Angela Merkel in eine Buchhandlung an der Friedrichstraße, der Betreiber ist der Chef der StäV, er fordert Angela Merkel auf, durch das Drehkreuz zu treten, wo sie von einem Wächter in Empfang genommen wird, der nebenan eine Leibesvisitation vornimmt. Ich rufe ihm zu: &quot;Wissen Sie, dass Sie da die Bundeskanzlerin durchsuchen?&quot; Er hielt sie für eine Doppelgängerin mit finsteren Absichten, als ihm sein Irrtum klar wird, lässt er uns gehen und wir können weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlafe bis halb 11, obwohl sich in der Nacht aus unerfindlichen Gründen die Klimaanlage abgeschaltet hat.&lt;br /&gt;
Während ich aufs Frühstück warte, wieder Fotos überspielen, der Laptop als Dunkelkammer.&lt;br /&gt;
Langes Skypen. Ein neues Picasa-Album über unseren Sonntagsspaziergang, der eigentlich an einem Samstag stattfand.&lt;br /&gt;
Robert hat ein akustisches Dokument der Straße geschickt, davor höre ich kurz bei so einer Erinnerung an den Tod eines Angehörigen. Wünsche mir ja eigentlich auch, im Kreis der Familie zu sterben, andererseits suchen Hunde, wie ich neulich erfahren habe, eher die Einsamkeit, wenn es so weit ist.&lt;br /&gt;
Ein schöner Tag neigt sich seinem Höhepunkt zu: die erste ivorische Lesebühne, und ich darf dabei sein.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48: Mit Steffi ins La Champion, die stinkende Lagune, schwimmende Inseln als Tarnung tauchender Späher. Wo ich auch hin sollte: Yamoussoukro, das Dorf des ersten Präsidenten, der es zur Hauptstadt machte, dort sein riesige Basilika, größer als der Petersdom, fünf Stunden Busfahrt für 300 Kilometer, zum Busbahnhof sollte mich jemand begleiten.&lt;br /&gt;
Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Bar: Nach 9 und zwei Flaschen Castel Beer, immerhin auch 1,3 Liter, wieder im Quartier, mal sehen, was mir der Abend noch an Unterhaltung bringt.&lt;br /&gt;
Übertragen der ersten ivorischen Lesebühnenaufnahme.&lt;br /&gt;
Das Barbier-Paradox nach Bertrand Russell: In einem Dorf, in dem der Barbier alle rasiert, die sich nicht selber rasieren, aber sonst niemanden, wer rasiert in diesem Dorf den Barbier? Da die Frage nicht zu beantworten ist, braucht man vielleicht auch gar nicht so viel darüber nachzudenken.&lt;br /&gt;
Stattdessen lieber weiter Bilder hochladen und auch die mp3-Version des Mitschnittes, braucht alles seine Zeit, und endlich sollte ich auch mal mit was Wichtigem wie zum Beispiel meinen Geldsachen beginnen, dringend sind diverse Rechnungen zu bezahlen.&lt;br /&gt;
Aus Frustra- und Prokrastination heraus ans Abtippen der heutigen Notizen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 22. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Résidence Hotelière Ste Anne, Bar: Mit Internet-Gedöns so viel Zeit vertrödelt, dass ich nicht einmal meinen Traum zu Ende schreiben kann. Komischerweise trotzdem das Gefühl, ich würde ihn nicht verlieren.&lt;br /&gt;
Abidjan, Cité Allabra, Villa 48: Aber schaffe es in 10 Minuten, mein Zeug zusammen zu packen, und ab gehts mit Steffi zum Busbahnhof, wo aber nur zu erfahren ist, dass seit Freitag keine Busse mehr nach Grand Bassam fahren. Auch die Sammeltaxis verweigern derzeit ihren Dienst, ein Streik gegen die ständigen Polizeikontrollen. Die Korruption hier geht durch alle Schichten.&lt;br /&gt;
Nehmen uns also ein rotes Individualtaxi, 7000 Franc bis zum Badeort und ab dafür. An der Brauerei vorbei, wo scheinbar fast alle ivorischen Biere gebraucht werden, Solbra ist Maisbier, erfahre ich. Auf der Straße von Abidjan nach Grand Bassam kündet jede Ruine von zerstörten Hoffnungen.&lt;br /&gt;
Wunderbare Kolonialarchitektur, Grand Bassam war die erste Hauptstadt der französischen Kolonie circa 1890, bis sie dem Gelbfieber weichen mussten und eine neue westlich vom heutigen Abidjan aufmachten. Abidjan, La Perla de la Lagune.&lt;br /&gt;
Wieder einmal herrliches Essen, danach Kampf mit den fantastischen Wellen des Atlantiks am Golf von Guinea (?). Für Karl-May-Geschichte:&lt;br /&gt;
Es begann, wie viele Geschichten beginnen, mit einem Anruf aus den USA. Die Erben Michael Jacksons waren dran, ich sollte überprüfen, ob die Forderung aus Elfenbeinküste nach dem Leichnam des King of Pop ernst zu nehmen und womöglich sogar berechtigt sei.&lt;br /&gt;
Ich hatte schon öfter für Michael Jackson einige delikate Aufträge erledigt, wodurch er mir zu Dank verpflichtet war. Jetzt hielt ich es für meine Pflicht, diese Angelegenheit als letzten Liebesdienst für meinen verstorbenen Freund zu klären. Ich hoffte, dass sich mir dadurch auch Gelegenheit ergab, Licht in die Umstände seines Todes zu bringen.&lt;br /&gt;
Erstmal war ich also auf dem Weg nach Abidjan, der Hauptstadt des ... Landes ...&lt;br /&gt;
&quot;Wir haben Sie ins Wasser stürzen sehen, todesmutig, wir dachten, es wäre um Sie geschehen! Nicht einmal die Fischer trauen sich in die Brandung. Und wie Sie das Kind des Bürgermeisters retteten...&quot;&lt;br /&gt;
Ich pflege am liebsten in den ärmeren Vierteln der Städte Quartier zu nehmen, die Territorien der Reichen und Berühmten sind mir in ihrer Sterilität ein Graus. Vor Räubern, Mördern und Drogensüchtigen verstehe ich mich schon allein zu schützen, ein gezielter Faustschlag hat mir noch jeden Angreifer vom Leibe gehalten.&lt;br /&gt;
Meine Anwesenheit in Abidjan, der Perle der Lagune, wie die Ivorer ihre größte Stadt stolz nennen, sprach sich wie ein Lauffeuer herum. Ich hörte:&lt;br /&gt;
&quot;Das ist der Deutsche, der ... &quot; (einige Heldentaten der Vergangenheit aufzählen)&lt;br /&gt;
&quot;Etwa der, der seinerzeit Barack Obama ...&quot; usw.&lt;br /&gt;
Der deutsche Botschafter wollte mich dringend sprechen. &lt;br /&gt;
Beginne am Strand eine neues Notizbuch, das erste von Onkel Ecki, er hat wohl in alle noch eine Gedankenstütze in Sütterlin hineingeschrieben.&lt;br /&gt;
Für Eisbärengeschichte:&lt;br /&gt;
Der Eisbär lag vor ihm auf dem Tisch, er war gigantisch groß und das Publikum war ungeduldig. Das Fell war alles andere als weiß.&lt;br /&gt;
Er schnitt die Bauchdecke auf (Wie läuft Sektion ab?)&lt;br /&gt;
Als nächstes war der Hirsch dran.&lt;br /&gt;
Zurück in Abidjan gibt es einen kleine Tätlichkeit des Taxifahrers gegen einen Mitpassagier, der noch weiter gefahren werden und nicht aussteigen will. Erst als  die sich ansammelnde Menschenmenge immer bedrohlicher wird, sucht er schließlich doch das Weite.&lt;br /&gt;
Über Hotel (Rucksack holen) und Goethe-Institut zu Steffi, Paradies: eine gigantische Villa ab morgen zu meiner freien Verfügung, Bücher und DVDs satt und ein Swimmingpool, das Leben kann doch eigentlich nicht noch besser werden.&lt;br /&gt;
Bekomme noch eines dieser schönen handgearbeiteten Notizbücher mit Widmungen der Teilnehmer, Freude!&lt;br /&gt;
Knäcke mit Pesto und Müsliriegel zum Abendbrot, letztere noch aus Berlin mitgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 23. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Internetklub: Der Taxifahrer will mich einigermaßen übers Ohr hauen, dummerweise habe ich das Geld auch nicht passend und statt der vereinbarten 1500 Franc kann er mit 2000 davon fahren. Hätte noch schlimmer kommen können, aber ärgern tut man sich doch. &lt;br /&gt;
Abidjan, Goethe-Institut, Bibliothek: Viel zu spät im Institut und mal wieder online, schon in 5 Minuten ist hier Mittagspause.&lt;br /&gt;
Statt mich in die vorgenommene Arbeit zu stürzen, verzettel ich mich wieder mit diesem und jenem, der Vortrag in Rangsdorf im Dezember, Skype mit Heidi und Ella, tatsächlich klappt es, meiner Tochter per Skype und Chat hier von Abidjan aus die Grundzüge des Maschineschreibens beizubringen, und das trotz Grippe.&lt;br /&gt;
Endlich mache ich mich an die dringend nötigen Überweisungen, erstmal 1200 Euro an Micha Kröchert. Danach streikt die Berliner Sparkassen-Seite erstmal, ist jedenfalls von fast tödlicher Langsamkeit, pro Überweisung dauerts eine Viertelstunde.&lt;br /&gt;
Bis 10 nach 3 habe ich die Rechnungen an Helene Hecke, Micha und office discount überwiesen, Michael Brake hat wohl noch gar keine gestellt, die von Saskia finde ich auf Anhieb nicht, dito Daniela.&lt;br /&gt;
Angenehmer Gang zur Verwaltungschefin, bekomme Abschlag, fan-tas-tisch!</description>
    <dc:creator>Hennig</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Hennig</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-23T17:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://falkohennig.twoday.net/stories/6056881/">
    <title>www.Falko-Hennig.de</title>
    <link>http://falkohennig.twoday.net/stories/6056881/</link>
    <description>8. Dezember, VHS Mitte, Linienstr. 162 (Berlin Mitte, Raum 04), 18 Uhr:&lt;br /&gt;
Grundeinkommen und gute Arbeit, &lt;br /&gt;
Modelle, Initiativen und die Diskussion darum.&lt;br /&gt;
Anmeldung unter 030-901837427.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Dezember, 20 Uhr, Alte Kantine (Kulturbrauerei, Berlin):&lt;br /&gt;
Kantinenlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Dezember, 20.30 Uhr, Kaffee Burger:&lt;br /&gt;
Radio Hochsee Themenabend &lt;br /&gt;
LORIOT&lt;br /&gt;
Gast-Experte: Stefan Lukschy.&lt;br /&gt;
5,- Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 1. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Schlafen herrlich bis Dreiviertel 11, fühle mich gesund, aber bleibe bei zwei Dosen Aspirin Complex, drei Sinopret Forte und 300 mg Zink + Vitamin C pro Tag. &lt;br /&gt;
Beeindruckend, was manche so können, verkehrtrum twittern: zlo&#613;&#633;&#477;qo &#729;&#647;s Ich kann so nur reinkopieren, bin auch nicht sicher, wofür dieses Wissen nützen könnte.&lt;br /&gt;
Bov: Wegen Holland, Utrecht 125 Euro für Auftritt, 100 Euro für Reisekosten und 100 Euro für Übernachtung, Rechnung ohne Steuer mitbringen, Auslandseinnahmen brauch man nicht versteuern, weil sie ja im Ausland erfolgen. 350 für Nijmegen insgesamt für alle, wobei dabei noch unklar ist, ob nicht noch diverse ostdeutsche Puppenspieler und Schlangenschlucker mit von der Partie sind. Aber immerhin von den Bedingungen schon deutlich besser als das ökonomische Fiasko kürzlich in Zürich.&lt;br /&gt;
Endlich wieder am Schreibtisch, auch wenn ich mich fühle, als würde ich prokrastinieren. Aber das hat mir noch niemand beantworten können: Was ist meine eigentliche Arbeit? Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Das Schilf teilen, um die gewünschte Aussicht zu bekommen und nicht bemerken, dass Schilf spannend genug ist, jedenfalls wenn der See sowieso versandet ist.&lt;br /&gt;
Fürs Herbst-Gedicht, was sich alles auf Herbst reimt: derbst, süperbst, verderbst, erbst, &lt;br /&gt;
Zwischen 25 und 80 Euro liegen die Preise bei Zvab.com für Richards &quot;Zeichner und Gezeichnete&quot;, am attraktivsten eine Ausgabe bei Drummer mit Widmung an Otto Reutter, verdammte Hölle, hoffentlich kaufe ich mir das Ding nicht, 45 Euro!&lt;br /&gt;
An das Herbstgedicht, Playlist für Dienstag, Herunterladen eines Cosby-Videos.&lt;br /&gt;
Telefonat mit Ahne, der gegenüber Couchsurfen Quartier bei Joseph bevorzugt.&lt;br /&gt;
Fruchftliegenbefall, nicht nur bei mir sondern in noch mindestens zwei Wohnungen im Haus, ein Schälchen mit Orangensaft, Essig und Spülmittel, damit die Biester auch darin versinken, bewährt sich als Insektenfalle. Sie ersaufen alle!&lt;br /&gt;
Toner alle, werde in der Reformbühne wieder vom Laptop lesen müssen wie seinerzeit am Beginn meiner Laufbahn, der Kreis schließt sich.&lt;br /&gt;
Kathrin Passig hat mich in einer Liste &quot;underfollowed&quot;, klingt wie &quot;unterfickt&quot;. Sortiere bis gegen halb 7 Fotos für meine Lichtbildervorträge heute abend, dann Aufbruch in die Cucina, um dem vereinsamten Jürgen Witte Gesellschaft zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 2. XI. 09, Regen:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Muss hinaus in den Regen und nach Halensee, um das Visum für Elfenbeinküste zu beantragen, danach Tropeninstitut um ein Vermögen für Spritzen auszugeben.&lt;br /&gt;
Eis-Café Eisgrün, Kurfürstendamm 115: Gönne mir eine Tageskarte, die ich auf der Rückseite stemple und so noch einmal verwenden kann.&lt;br /&gt;
Zum Alex, Passbilder für 6 Euro. Das S-Bahn-Abteil stinkt von den nassen und vergrippt hustenden Hunden.&lt;br /&gt;
&quot;Ihr zwei seid verrückt, hat sie gesagt, Ihr wollt Euch töten, hat sie gesagt. Manche sagen auch, dass ich verrückt bin.&quot; Das ganze von einer Dame mit leicht slawischen Akzent ins Handy gesprochen.&lt;br /&gt;
Frau Kreissl von der Probewohnung Görlitz ruft an, sie ist mit der mangelhaften Reinigung der Wohnung nicht zufrieden, die 40 Euro gibts nicht zurück, die Spülmaschine sei die ganze Zeit gelaufen und der Kühlschrank nicht leer geräumt und auch das Badezimmer genügt ihren Ansprüchen nicht.&lt;br /&gt;
Keine einheitliche Richtung der Gefühle und viele Ängste bei mir, alles ungewohnt, komisch, unvertraut, aber nicht zu sehr. &lt;br /&gt;
Die erste Zigarette des Tages rauche ich in Halensee, Kurfürstendamm, als ich zur ivorischen Botschaft gehe, nicht ahnend, dass Elfenbeinküste mein Schicksal werden sollte. Immerhin wird der Visumsantrag trotz fehlendem Flugticket angenommen, die Stromrechnung des Goethe-Instituts reicht aus.&lt;br /&gt;
Dafür hat das Tropeninstitut schon zu, muss ich also morgen nochmal durch den Regen tapern.&lt;br /&gt;
Papa wird morgen Vormittag nochmal operiert, die dritte Operation in einer Woche, immer noch die Haut am Bein, wir telefonieren morgen wieder.&lt;br /&gt;
Ein Besuch bei der hiesigen Sparkassenfiliale bringt Besorgniserregendes zu Tage: Dispo überzogen, Rückbuchungen drohen. Meine derzeitigen Schulden übeschlagen zusammen knapp 8000 Euro, da schmilzt die Charité-Kohle, die noch nicht einmal eingegangen ist, traurig dahin, nur 7000 Euro bleiben nach Adam Riese, die werden nicht bis Mitte 2010 langen. &lt;br /&gt;
Schreibtisch: Tropeninstitut hat seine Öffnungszeiten verkürzt, war umsonst in Westend, hat nur noch bis 12 Uhr auf.&lt;br /&gt;
Gegen 3 bei mir, Anruf bei Daniela und Jakob wegen Titelfindung fürs Charité-Pannenbuch:&lt;br /&gt;
Hammerschlag gegens Schienbein&lt;br /&gt;
Ziehen am Hoden&lt;br /&gt;
Seiltänzer, Gaukler, Luftspringer, Zahnärzte und dergleichen herumziehendes Gesindel&quot;. &lt;br /&gt;
Wie man den Darm eines Meerschweinchens abbilden kann&lt;br /&gt;
»Wer kennt nicht Doktor Dieffenbach, den Doktor der Doktoren?&lt;br /&gt;
Er schneidet Arm&apos; und Beine ab, macht neue Nas&apos; und Ohren«. &lt;br /&gt;
Harter Käse und saures Bier&lt;br /&gt;
Barbiere, Bonzen, Beipackzettel&lt;br /&gt;
&quot;Der Eisbär in der Anatomie, die 30 kuriosesten Geschichten aus 300 Jahren Charité&quot;.&lt;br /&gt;
Esse einen Teller Kartoffelsuppe, erstmalig Süßkartoffeln verwendet, leider hat sie, am Samstag bereitet, heute schon einen Stich, schadepopade.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Anrufbeantworter: Moritz noch von der Feier mit den besten Wünschen, ich möge mich feiern lassen und bis bald.&lt;br /&gt;
Thomas Kramer und Anna, sie bedanken sich für das schöne Fest.&lt;br /&gt;
Schließlich eine gar lustige Melodei.&lt;br /&gt;
Und als allerletztes mein kranker Vater, wenn ich ihn besuchen wollte, möge ich das morgen früh tun, wegen Schmerzen eingeschlafen erst um 4.&lt;br /&gt;
Michael Brake meldet sich morgen.&lt;br /&gt;
Nun an die Simpsons-Recherchen für den morgigen Themenabend, dieses wilde Leben wird mich eines Tages umbringen, ächz!&lt;br /&gt;
Sofa: Versuch, die Simpsons-Folgen von Oz&apos; Stick zu kucken.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Weiter Simpsons sichten für den Themenabend MEDIZIN IN SPRINGFIELD mit Jakob Hein, heute 20.30 im Kaffee Burger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 4. XI. 09, Regen:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Ich bewege mich im Schlaf sehr viel und kratze mich, als ob ich wach wäre, ansonsten ist bei mir von völliger Stille über das Pusten bis zum Schnarchen alles vertreten.&lt;br /&gt;
Frühstück, esse meine Pepperoni-Bohnen-Zwiebel-Zitronen-Buchstabennudeln-Suppe auf.&lt;br /&gt;
Telefonat mit meinem Vater, 6. OP in diesem Jahr, aber mit Vollnarkose gehts, findet er, elektrische Drainage haben sie ihm verpasst.&lt;br /&gt;
Als er jetzt mit seiner Akte von Zimmer zu Zimmer musste, hat er mal reingekuckt, Ende der 70er Jahre Beinbruch, genagelt, gesoffen auf dem Zimmer, Parteisekretär von Sperenberg wegen Alkohol-Verkehrsunfall wurde aus der Partei geworfen, Meldung an den Schulrat, er wurde von der weiteren Therapie ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
Jetzt in den Schneeregen und am Alex iPhones sichten.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Mit einer neuen Jacke, neuem Mantel (beides von Jack &amp; Jones), Handschuhen, Mütze, Gürtel (H&amp;M), einem neuen externen Laufwerk und USB-Vierfachstecker (MediaMarkt) zurück bei mir.&lt;br /&gt;
Partitioniere die neue 600-GB-Platte und sichere meine Daten von der LaCie-Platte, laut Balken wird das vier Stunden dauern. Beruhigende Datenpflege.&lt;br /&gt;
(Im Zug Berlin Hauptbahnhof - Ludwigsfelde, 5. XI. 09:) Heitere Runde bei Manuela und göttlichem indischen Essen: Reis, Lamm, Mangold, Bittergurke, Joghurt mit Chili. Anwesend unter anderem eine Hong-Kongerin, die in London lebt, eine thailändische Malerin, zwei Italiener, Strauß, der aus Kalkutta und Düsseldorf stammende Koch, der fotografiert, meistens unscharf und eine Regisseurin.&lt;br /&gt;
Bei mir noch eine Flasche australischen Rotweins, Gespräch bis 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donnerstag, 5. XI. 09, wechselnd:&lt;br /&gt;
Küche: T: Fahre zum Haus der Maurenbrechers, das sie in dieser fantastischen Gegend auf der Bergspitze befindet. Der Parsteiner See. Bernd Hemmann  spricht mich an und sein Umbehagen darüber aus, dass wir in sein Paradies eingebrochen sind. Er ist der Ziehsohn der Maurenbrechers. Ich solle schleunigst wieder verschwinden, das sagt er mir sehr eindeutig, als ich ihn frage. Als ich den Maurenbrechers davon erzähle, sind sie ganz anderer Meinung, wir sollen bleiben, Bernd habe schon lange mal eine Lektion verdient. Vom Dach kann man ins Wasser springen. Ein muskulöser Mann mit winzigem, kaum sichtbaren Penis springt ins Wasser, vielleicht bin ich es selber. Einer Nachbarin, die an Leinen von der Wand über dem Wasser hängt, fällt etwas herunter, was ihr aber wieder hinauf gereicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst denke ich, dass sie bei Fritz irre geworden sind, dass sie für heutige Fotos der Sonne einen Sonnenschirm verlosen, doch dann sehe ich sie selber. Es war keine schöne Woche so ganz ohne sie.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Fühle mich recht wohl, nur der Husten wandert immer tiefer, obwohl ich statt der blauen nur noch die roten Galoise rauche.&lt;br /&gt;
Nach Ludwigsfelde, Papa im Krankenhaus besuchen.&lt;br /&gt;
Im Zug Berlin Hauptbahnhof - Ludwigsfelde: Lese Marjorie Millers Aufzeichnungen, am Sonntag solls in der L. A. Times kommen, dass ich das noch erleben darf:&lt;br /&gt;
Falko Hennig, 40, writer, performer&lt;br /&gt;
Berlin&lt;br /&gt;
Officially it was called the anti-fascistic wall to protect us from the fascists, but everyone knew it was there to keep us from escaping. Almost everyone. Like in the United States, you have a few people who believe, you know, the earth is flat. They dont count.&lt;br /&gt;
I was in Koln when the wall came down. I had escaped in August. It was known that in Hungary they would no longer shoot if you went to Austria, so I crossed. Coincidentally, the morning after the wall fell, I had a ticket to go to Berlin and so I flew there and went back to East Berlin against the steam of people going West. &lt;br /&gt;
I fount it was more socialistic in West Germany than in East Germany. It was hard to explain to the East German worker that workers in West Germany had more money and better conditions, more vacation. They had told us that East Germany was a workers paradise, and workers owned the means of production, but in truth, in West Germany workers had many more rights in production than in East Germany.  &lt;br /&gt;
Your experience in the East depended on where you grew up, whether you had family in the West or in the party. If you lived around Dresden you couldnt watch TV from the West, while the rest of the country could. Ive learned I shouldnt talk about the East German experience, because there were different experiences. I have just my experience. It also depends when you grew up. My parents lived in East Germany at a time that was very dangerous, when you could go to prison just for having a certain book. The presence of the Russians was much more frightening in the 50s and 60s than in my time. In the 80s, I didnt really see the danger.&lt;br /&gt;
By the 80s when I grew up, East Germany was less dangerous. It was much more frightening in the 50s and 60s with a stronger Russian presence. My father was in prison for two years in the late 60s for political reasons. He saw something, the police beat somebody up, and he compared the way they acted to West Berlin police. That , and it was enough to put him into prison for two years.&lt;br /&gt;
I think democracy in Germany today is all right. Its so all right that no one really cares about keeping it all right, because most people dont have the experience of losing democracy. The history kids are taught history is less filled with is full of fewer lies than the history we were taught in East Germany. But what is true is that history is always written by the winners. The history we learned was a history of class fight. Sparticus. The Communists. They were important and now they are not important any more. What is the truth, independent truth?&lt;br /&gt;
When I was in school, the teachers told us all the Nazis were in West Germany and the good people in East Germany. Maybe you could believe this, But I knew in my family that my grandfather had been a Nnazi and later he became a Communist in the Communist Party. Thats nothing unusual. In the one dictatorship you had to be a member, and then in the other dictatorship you had to be a member to get a good job. I guess my grandfather could believe both in Hitler and the Nazi party and later on in the Communist Party. If you know this, you cant easily believe all the Nazis were in West Germany. It wasnt true.&lt;br /&gt;
We had media from the West so we share the memories of the 80s of pop culture with West Germans. But still, for me communication is easier if you share the same background. I feel relief if I discover that someone my age is from the East, even from Berlin. You dont have to explain everything. Westereners live in my neighbrood now and they dont even talk like people from Berlin. They use different words. But I consider myself German. In the 90s I squatted a house with a group of people, half of them from the East and half from the West. No one cared. We were all squatters. &lt;br /&gt;
Things are better since I escaped and the wall came down and I could travel to all these countries I couldnt visit before, I could hitch-hike in the United States, thats an important part of freedom. My daughters dont speak differently a different language at home and at school as we did; the public and private talk doesnt exist any more. On the other hand, in East Germany we were very equal, with just a few powerful people. But now its very different. I write and I have a talks show on stage. I do evenings on Johnny Cash or the Simpsons. Im an expert on the Simpsons, one of the few who can make a living watching the Simpsons.We are sort of poor, even though in my work I can do a lot of things like travel that normally only rich people do. &lt;br /&gt;
Im Bus Hauptbahnhof - Rosenthaler Platz: Mit den Teleskopstöcken von Ilse ging es ziemlich wunderbar, in Tibet die ganzen Pilger, zum Großteil auch auf Krücken, die hätten sie darum beneidet und wollten sie auch ausprobieren.&lt;br /&gt;
Nehme Papa zur Weißen Weihnacht auf und zu seinen Abenteuern mit der Trinkerkohorte im Krankenhaus 1980.&lt;br /&gt;
(Schreibtisch, 16. XI. 09:) Lässt sich gut mit Kirstens Auskünften verschneiden. Peter Hennig: Früher hatten wir richtige Winter. [...] Ich kann mich an so und so viel Weiße Weihnachten erinnern. [...] Jetzt fällt mir  [...] ein, weils ein Schicksalsjahr war, 45/46 und 46/47, [...] die Zeit gleich nach dem Krieg [...] unter der Geißel von Stromsperren und keine Winterkleidung und wochenlangen Schulausfall wegen Kohlemangel in der [Prenzlauer] Oberschule usw. Jetzt aber in den letzten 10 Jahren, da wüsste ich nicht, wann da mal eine weiße Weihnacht war. [...] Da lag überall Schnee und wir mussten Schnee schippen bei uns vorm Schulhaus, der Durchgang, knietiefen Schnee. Ansonsten wurde gerodelt, obwohl wir kaum einen Berg hatten. [...] Die üblichen Lieder... [...] Am Kamin sitzt ein Kätzchen, Plätzchen, [...] bis Leise rieselt der Schnee. [...] Stimmungsmäßig gibt für mich das Weihnachtsfest nichts mehr her. Ob das nun weiß ist ... Da bemängel ich bloß das Fernsehprogramm, das total auf Stille Nacht, Heilige Nacht [...] ausgerichtet ist. Mit der Vielzahl der amerikanischen Kitschfilme, die sich um die Weihnachtstage drehen. [...Bescherung in Dauer, Rathenau- und Allendestr. usw.] Stille Nacht, Heilige Nacht, Es ist ein Ros&apos; entsprungen, [...] Leise rieselt der Schnee [...] &lt;br /&gt;
[...über den Bettnachbarn..., unerlaubten Urlaub genommen habe, Schwarzurlaub...&quot;unerlaubt gegangen, jetzt mache ich ne Ärztemitteilung! Aus seiner Akte.]&lt;br /&gt;
Rat des Kreises Volksbildung... zwecks Gipsentfernung stationär aufgenommen. ... Da war der Parteisekretär vom Stahlgerüstbau Sperenberg Unfall, Hauptmann Volksarmee, ...auch besoffen war. Kams natürlich dicke für die. Rauschähnlicher Zustand! Wir hatten jeder zwei Flaschen Bier. ...aus der Parteil ausgeschlossen worden.&lt;br /&gt;
Im Bus Hauptbahnhof - Rosenthaler Platz: Treffe gleichzeitig mit meinen lieben Zwitschervögelchen ein, Schokoflocken für Lisa, Ella nimmt mit den Resten aus ihrer Brotbüchse vorlieb, für heute Abend werden Eierkuchen gewünscht, die sie frech &quot;Pfannkuchen&quot; nennen, Pfannkuchen nennen sie &quot;Berliner&quot;. Ich protestiere:&lt;br /&gt;
&quot;In Berlin sind das Eierkuchen und Berliner Pfannkuchen, und wir sind doch in Berlin.&quot;&lt;br /&gt;
Sofa: Simpsons &quot;Der lächelnde Buddha&quot;, Homer hat Halluzinationen auf dem Weg nach China.&lt;br /&gt;
Kucke einen völligen Scheiß-Krimi im Ersten...&lt;br /&gt;
Schreibtisch: ... kurz ins Freudenhaus, wo ich mir uninspiriert einen Gulasch von Jatzeck und zwei Clausthaler einhelfe, oben weiter vor der Glotze liegen, eigentlich ist CSI noch schlimmer, alles schlecht: Plot, Schauspieler, Effekte, schließlich sogar noch Frauentausch. Dies Fernsehprogramm ist zum Kotzen. Aber noch eine Wäsche setze ich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 6. XI. 09, wechselnd:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Der Fishermans Friend, den ich gegen den rauen Hals lutsche, schießt beim Hustanfall durch die Wohnung.&lt;br /&gt;
Die Schwestern vom Krankenhaus Ludwigsfelde sind doch völlig bescheuert, die einzige Auskunft, die man von ihnen bekommt, ist: &quot;Ick darf Ihnen jarnischt sagen.&quot; Als ich zur vereinbarten Zeit anrufe, um einen Arzt nach dem Befinden, Diagnose und Perspektive meines Vaters zu fragen, werde ich mit ihm selber verbunden, der kaum aus der Narkose wach sich immerhin an das Kolle-Buch erinnert, das er bis um 3 zu Ende gelesen hat.&lt;br /&gt;
Erwische dann nach 8 aber doch noch eine oder die behandelnde Ärztin Frau Osowski, nein, von Gefäßweitung könne bei ihm keine Rede sein, das gehe auch gar nicht in jedem Fall, mit den schlecht durchbluteten Beinen müsse man sich abfinden. Bei den Operationen wurden nur die großen, toten Stellen entfernt und er wird mit Antibiotika behandelt, was noch einige Wochen dauern wird. Sie sehen, ob sie noch eine Hauttransplantation machen können.&lt;br /&gt;
An meine Rundmail viertel nach 8.&lt;br /&gt;
Insgesamt, das kann ich jetzt, zwei Wochen nach dem Ereignis ja getrost konstatieren, bin ich mit meinem 40. Geburtstag sehr zufrieden. Verzichtbar sind allerdings diese Scherzgeschenke, negativ aufgefallen ist mir besonders eine Strass-Krone von Astrid mit einer 80 darauf und eine Riesenbrille von Frank. Immerhin haben diese Gaben die Wirkung, dass ich mich selbst jetzt noch, zwei Wochen danach, drüber ärgere.&lt;br /&gt;
Taste mich an die Weiße Weihnacht heran, aber erst einmal beschließe ich wegen des Hustens, statt die letzte Zigarette zu rauchen, Erkältungsbalsam N zu inhalieren: Campher, Levomenthol, Latschenkiefern- und Eucalyptusöl. Leider rauche ich die letzte rote Galoise danach, wieder eine Chance zum Aufhören vertan. Aber das wäre mit dem Filmkuck-Abend sowieso nichts geworden.&lt;br /&gt;
Nicht länger zu verschieben: Das Aufhängen der in der Nacht gewaschenen Wäsche, was das Leerräumen des als Geburtstagstisch missbrauchten Wäscheständers erfordert.&lt;br /&gt;
Eigentlich wollte ich nochmal schlafen, fühle mich jetzt so erschreckend munter. Endlich den Anrufbeantworter abhören, Manuela wegen des Essens, Frau König, Iris, die später nochmal anruft und schließlich Michael Brake. Hat sich alles quasi schon erledigt.&lt;br /&gt;
Eigentlich prokrastiniere ich nur vor mich hin und mache gar nichts. &lt;br /&gt;
Pult: Aber dann doch an den Geburstagsständer: Von Frauke noch 10 Euro wie auch von Maria und Bert, 20 von Kristjane, von Thorwalt ein antiker Stadtplan von London, den kann ich gut gebrauchen, wenn ich mal einen in London spielenden Roman schreibe, von dem ich nicht weiß, in welcher Zeit genau. Von Anselm ein Büchergutschein über 15 Euro. Von Kirsten der schöne &quot;Kompliment&quot; Spiegel, von Robert zwei riesige Süßkartoffeln, eine CD mit Stein-Stücken und ein Fläschchen &quot;Roberts magisches Kräuteröl No. 2&quot;, von Kramers den kleinen Dia-Leuchttisch. Von Alexander gabs eine aus zwei Eulen-Buchstützen gebastelte 40 mit Asbach Uralt und einem klebegebundenen Büchlein dazwischen, dessen Holzschliffpapier auch nicht für die Ewigkeit gemacht ist. Von Papa eine Kopie der &quot;Märkischen Volksstimme&quot; vom 22. X. 69 und viele Fotos. Peter Riebniger hat ein schönes Kinderbild, 1976 an der Ostsee, herausgesucht.&lt;br /&gt;
Notizbücher die große Menge, über 20 Stück, allein von Ecki sechs Stück in schöner Kiste mit einer Flasche Schwarzwälder Kirschwasser. Auch einige Blöcke und Ringbücher.&lt;br /&gt;
Von Peter Zach seine DVD &quot;Sehnsucht Berlin&quot;, viele selbstgeschriebene Bücher: &lt;br /&gt;
Axel Novak &quot;Die kleine Onanistenschule&quot; (Frankfurt/Main 1992), Florian Werner &quot;Die Kuh, Leben, Werk und Wirkung&quot; (München 2009), Annemieke Hendriks &quot;Unheile Heimat, Eine Reise zu Familien in der Mitte Europas&quot; (Hamburg 2009), Annett Gröschner &quot;Verlorene Wege&quot; (Nürnberg 2009)&lt;br /&gt;
Auch nicht selbsgeschriebene: &quot;Asterix bei den Schweizern&quot; von Mario und Jeanne, von ersterem auch noch die Büchse mit Cashs &quot;American Recordings&quot;, von  Uli und Ulla Ferdinand von Schirach &quot;Verbrechen&quot;, von Iris &quot;Bänkelbuch Deutsche Chansons&quot;, von Petra Zdenek Jorotka &quot;Saturnin&quot;, von Dietmar Bartz &quot;Atlas der Globalisierung, Sehen und verstehen, was die Welt bewegt&quot;.&lt;br /&gt;
Blättere etwas in Axels Buch, auch das Schirachsche Werk liest sich ganz gut an.&lt;br /&gt;
Unbekannter Herkunft sind &quot;Asterix und Obelix feiern Geburtstag&quot; und die Flasche &quot;Champagne Vve Pelletier &amp; Fils, Brut&quot;.&lt;br /&gt;
Angesichts meines Kontostandes, trotz allem geborgten Geld nur 80 Euro plus, warte ich doch recht sehnsüchtig auf die Riesen von der Charité.&lt;br /&gt;
Nun endlich fast schon wieder ernsthaft an dem Feature über die Weiße Weihnacht gearbeitet, und endlich mal wieder im Stehen.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Telefonat mit Beck, der ausgerechnet heute in die Zehdenicker kommt, vielleicht schaut er hier mal vorbei. Das schöne Gemälde mit Eisen-Werner und dem Weihnachtsmann mit Sprungfedern hat er leider nicht mehr.&lt;br /&gt;
Also mit diesem Bild wird es dann nichts, aber grundsätzlich ist er nicht abgeneigt, wenn nicht heute die Geschichte übergeben, dann kann ich sie ihm nun auch per E-Mail schicken.&lt;br /&gt;
Eine Linsensuppe in der Weinerei, bei Ralf meine Geburtstagsflaschen-Abholung avisieren, Christian Ramm die Fotoalben zurückgeben, morgen kommt vielleicht Ansbach-Uwe, aber so sei sein Zustand, dass er, der gerade in Potsdam ist, das noch nicht sicher sagen könne, ob er es schaffe. Haarriss im Schädel und Infektion, so Richtung Hirnhautentzündung, inzwischen wieder einigermaßen berappelt.&lt;br /&gt;
Pünktlich kommt der Paketbote, den ich auch nicht vergesse zu fotografieren, und bringt zwei neue Toner-Sätze TN-2000 für meinen brother HL-2030, zusammen 120 Euro, 20 Euro billiger als im Mediamarkt. Ach nee, mit Steuer sind sie sogar teurer. Bezahlung geht erst, wenn die Charité-Kohle kommt.&lt;br /&gt;
Kann endlich wieder ausdrucken, erstmal die Rechnung für Holland. Pass abfotografieren, in Holland brauchen sie eine Kopie für den Vertrag.&lt;br /&gt;
Leider hat die Redakteurin nicht mehr die von mir im letzten Jahr gemachten Aufnahmen zur Weißen Weihnacht, also hilfts nichts: Muss suchen.&lt;br /&gt;
Die ganzen alten Tintenpatronen wegwerfen, bei auf Disketten gesicherten Texten werde ich schon wieder unsicher, ob wohl ich niemanden kenne, der überhaupt noch ein Diskettenlaufwerk besitzt.&lt;br /&gt;
Dass mir die Sachen dann auch beim zweiten Schubfach, dem mit CDs, nicht gleich in die Hände fallen, lässt mich das erste Drittel dieses Satzes verzweifeln, dann gehts schon wieder.&lt;br /&gt;
Unerfreuliches auch in der Antwort von Giersberg auf meine Rechnungsanfrage, Rückfall ins alte Muster, sowas aus psychischen Gründen dann nicht lesen zu können und vermutlich nun stundenlang um die unangenehme E-Mail herumzustreichen wie eine Katze.&lt;br /&gt;
Also weiter nach dem weißen Weihnachtsmaterial suchen und werde fündig, in der einen CD-Packung sind alle meine Aufnahmen, heureka!&lt;br /&gt;
Vom Mittagsschlaf weckt mich pünktlich Ella, Zimtinos sie, ich Schokolade zum Kaffee, dann, bevor ich mich wieder in die reizvolle Lektüre von Schirachs &quot;Verbrechen&quot; vertiefe.&lt;br /&gt;
Gegen 5 die Weihnachtsgeschichte für Ralf ausdrucken, zu ihm hinüber, vier mal mit Sackkarre und je 5 leeren Kästen zu Ganick, einen vollen Kasten Berliner nehme ich wieder mit zu mir, den werden wir wohl heute nicht ausgetrunken bekommen.&lt;br /&gt;
Noch etwas lesen, bevor die Filmkuck-Gäste und die Töchter kommen, süße ruhige Minuten ganz für mich.&lt;br /&gt;
(Schreibtisch, 16. XI. 09:) Manuela: I know there is a song, Bianco Natal. [...] (summt Stille Nacht, Heilige Nacht)&lt;br /&gt;
Falko Hennig: (singt) I&apos;m dreaming of a white Christmas...&lt;br /&gt;
Manuela: Ah ja! (summt) But we don&apos;t use this song in Italy. [...] It&apos;s in our imagination. [...]&lt;br /&gt;
Petra: (lacht) Natürlich Karel Gott. Er hat eine Platte gemacht, &quot;Weiße Weihnachten&quot;. [...] Es ist natürlich ganz wichtig: Es muss schneien Weihnachten. Wenns Weihnachten nicht schneit sind alle enttäuscht. [...] Letztes Jahr hat geschneit. [...] Es hat früher immer mehr geschneit als heute. [...] &lt;br /&gt;
Anna: Weiße Weihnachten war Standard, ich habs eigentlich gar nicht anders gekannt. Es hat immer ganz viel Schnee gehabt im Süden Deutschlands. [...] Allgäu. [...] Vor sechs, sieben Jahren hat es einmal an Weihnachten nicht geschneit sondern geregnet, es war grau und grün. Das war ganz unnatürlich, hat überhaupt nicht gepasst. [...] Man ist selber noch klein [...] und wenn man durch den Garten läuft und die Schneewände höher sind, als man selber ist. [...] Weiße Winterlandschaft. [...] &lt;br /&gt;
(zum Song) Ich hab ihn mal irgendwo gehört, aber werd ihn weder nachsingen noch summen. [...] &lt;br /&gt;
Falko Hennig: Anybody anything to add to the subject of white christmas? (Allgemeines Gelächter)&lt;br /&gt;
Manuela: No.&lt;br /&gt;
(Holland, im Zug Deventer - Berlin, 9. XI. 09:) Essen die beste Milchschokolade der Welt (von Felchlin aus Schwyz): &lt;br /&gt;
&quot;Grand Cru Maracaibo Criolati&lt;br /&gt;
mit 38 % Cacaoanteil, au lait&lt;br /&gt;
Der vollmundige Milch/Rahmgeschmack wird von &lt;br /&gt;
einer feinen Honig und Caramelnote untersütztt.&lt;br /&gt;
Durch das traditionell schonende Herstellverfahren&lt;br /&gt;
ist der Criollo Edelcacao im Ansatz zu erkennen wel-&lt;br /&gt;
cher zusammen mit einem dezenten Röst und &lt;br /&gt;
Vanillegschmack im Gaumen ausklingt.&quot;&lt;br /&gt;
Mehr gibt es zu dem Geschmack nicht zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag, 7. XI. 09, sonnig:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Die großen Stücke, die ich morgens aushuste, lassen den Entschluss ernst werden, endlich wieder einen rauchfreien Tag einzulegen. Und morgen auch nichts rauchen und Montag auch nicht, dann habe ich die Sucht schon überwunden.&lt;br /&gt;
(Schreibtisch, 16. XI. 09:) Kirsten Klöckner: Ich weiß gar nicht, was ich über die Weiße Weihnacht zu sagen hätte. [...] Ich weiß nur, dass mein Vater jedes Jahr meckert, weil keine weißen Weihnachten sind. Das scheint in seiner Kindheit noch wichtig und normal gewesen zu sein. [...] (summt das Lied) Irgendwas Amerikanisches, nicht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 8. XI. 09, Berlin dunkel, Frühnebel, sonnig:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Auf dem Weg nach Holland, Utrecht, morgen Nijmegen, muss meine Manteltaschen aufschneiden.&lt;br /&gt;
(Holland, im Zug Deventer - Berlin, 9. XI. 09:) Überqueren die Elbe halb acht, viertel nach acht Sonne vor Lehrte, viertel nach neun Schlaf bis kurz vor zehn.&lt;br /&gt;
(Zug Deventer - Berlin, 9. XI. 09:) Mache einen Test aus der FASZ &quot;wie gut ist Ihr Businessenglisch&quot;: &quot;Ein gutes Ergebnis. Sie können sich bereits gut in der internationalen Geschäftswelt verständigen. Einige typische Fehler können Sie leicht durch mehr Übung und Umgang mit der englischen Sprache ausmerzen.&quot; Ein erstaunliches Resulatat der Bukowski-Forschung.&lt;br /&gt;
Im Zug Duisburg - Utrecht: In Duisburg stehen wir vor den verschlossenen Türen der &quot;Löschbrigade&quot; o. s. ä. und nehmen stattdessen Biere in der Paulaner Botschaft zu uns.&lt;br /&gt;
Leider keine Telefonnummer von Joseph in Utrecht, aber zur Not, falls wir den Veranstaltungsort, eine Holzsägemühle namens De Ster, nicht finden sollten, kann ich immer noch Bernd Borge anrufen, die gute Seele, die wahrscheinlich auch schon wieder für Vorräte an gutem Grass gesorgt hat.&lt;br /&gt;
Die Texte der holländischen Übersetzung kopiere ich, wahrscheinlich sinnloserweise, in eine eigene Datei, andererseits kann das nicht schaden.&lt;br /&gt;
(Holland, im Zug Deventer - Berlin, 9. XI. 09:) Ein Alptraum muss ich dann auf dem Bahnhof Utrecht erleben, die Taxifahrer wissen nicht von der Holzsägemühle &quot;De Ster&quot;, vielleicht hätten sie einen Schimmer, wenn ich gewusst hätte, dass es &quot;Houtzaagmolen&quot; heißt, so bleibt uns nach der Befragen von drei Chauffeuren und einer schlecht gelaunten Buchhändlerin nur, vergeblich in nicht weniger als vier Lokalen nach einem W-Lan zu fragen und zu experimentieren: Weder bei McDonalds, noch in einem weiteren noch in Tijd noch im Starbucks haben sie ein freies Netz, immerhin erfahre ich so irgendwann, dass man eine WiFi-Karte am Kiosk kaufen muss, die billigste für 100 Minuten kostet 10 Euro. Rubble das Rubbelfeld mit dem Geheimcode frei, aber leider dabei den Geheimcode mit ab. Nun muss, zurück am Kiosk, der Chef des Bahnhofes gerufen werden, der sich als Anatolier herausstellt und mir gnädigerweise eine neue Karte zukommen lässt. Nun klappts, aha, Molenpark 3, endlich können wir ein Taxi nehmen und treffen 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn in der eiskalten Sägemühle ein.&lt;br /&gt;
Habe schnell kalte Füße hier in Holland, nicht gut für den weiteren Verlauf meiner Erkältung und nicht für die Hämorrhoiden.&lt;br /&gt;
&quot;De Kinderen häbbe Juli sein unse Kinler chammele anwäts, ooferstand ooch runies, Drankproblemen, perfebabelet maisches. Sture Podwachters snorete blackwört.&quot;&lt;br /&gt;
(Holland, im Zug Nijmegen - Deventer, 9. XI. 09:) Zwei Hoegaarden witbier - bière blanche für je 2,80, Roti Kip Speciaal met aardappelen, kouseband en kerrie ei (kip ist Huhn, Roti Eierkuchen, kouseband sind lange Bohnen) für 9 Euro und ein etwas lauer Espresso für 1,80 Euro, zusammen 17 Euro bezahle ich im SWEETIE, Chinees Surinaams Restaurant. Wieder ein erstes mal: Surinamisch essen.&lt;br /&gt;
Auf dem Rückweg schließe ich mich Bernd in einen Coffeeshop an, wo wir einige durchziehen und uns dabei angeregt über Hamsun, Bürobetrieb und Buchhaltung austauschen. Er lese jetzt so gerne Solar-Romane, verstehe ich und bin einigermaßen gespannt: Solaris oder noch eine andere spannende Science Fiction Richtung, von der ich noch gar nichts wusste? Er meint aber Zola (ich würde es ßolá aussprechen), mein französisch ist jedenfalls grauenhaft.&lt;br /&gt;
Zum Glück ist der Rückweg vorbildlich durch meine Poller-Fotos dokumentiert und auch die vielen Windmühlen helfen bei der Orientierung, in diesem Fall eine Fleischmühle, erkläre Frank das Prinzip der holländischen Städtepoller.&lt;br /&gt;
Eine in der Ecke liegende Standuhr soll wohl Fernseher oder Musikanlage ersetzen.&lt;br /&gt;
&quot;Eine bodenlose Frechheit!&quot;, findet Ahne, hat Recht, dieses Nachtquartier wahlweise unter zu dünnen, verschimmelten Decken im Kalten oder auf einem Sofa, auf dem man wegen der Seitenlehnen gar nicht liegen kann, ist schon für lau unzumutbar, eigentlich nur durch Josephs soziales Außenseitertum und das Fehlen familiärer Strukturen zu erklären. Dafür noch jeweils 30 Euro einzukassieren ist eine gewaltige Verkennung aller in Mitteleuropa üblichen Umfangsformen. &lt;br /&gt;
Dabei ist noch zu bedenken, dass Schimmel bei manchen Esotherikern sogar als giftig gilt. Und in Frankreich, wo sie sogar verschimmelten Käse essen, sind wir hier ja noch lange nicht.&lt;br /&gt;
Merke: Niemals Privatquartier von Veranstalter annehmen, wenn die Qualität nicht abgesichert ist, Jugendherberge, Hostel oder Couchsurfen sind wahrscheinlich billigere und vor allen Dingen hygenischere Varianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 9. XI. 09, trübe:&lt;br /&gt;
Holland, im Zug Nijmegen - Deventer: Frühstück mit gutem Brot, von dem wir uns auch Stullen schmieren können, lässt bei mir keine Wünsche offen, obwohl: Das Ei etwas weicher, aber seis drum. &lt;br /&gt;
Fast wären wir in den falschen Zug nach &quot;Niet instappen&quot; eingestiegen.&lt;br /&gt;
Interviewe Joseph, Frank und Ahne zur Weißen Weihnacht, 20 Minuten für das Feature wären kein Problem, nicht mal eine Stunde, aber da ist ja die Redakteurin davor. Bekomme von Joseph einen Käsehobel geschenkt. &lt;br /&gt;
(Schreibtisch, 16. XI. 09:) Frank: Schnee&lt;br /&gt;
Ahne: Weihnachten.&lt;br /&gt;
Joseph: Was Prähistorisches. [...]&lt;br /&gt;
Ahne: Ich hab mal eine erlebt, da haben wir sone Bio-Öko-Ente gebraten und die war viel zu wenig für alle, da war fast nichts dran an der. Die war total zäh, Scheiße, nicht empfehlenswert. [...] Dann waren wir total hungrig, plötzlich fing es aber an zu schneien, da freuten wir uns alle, das war am 24. Dezember und wir sind dann alle rausgegangen und haben uns mit Schnee beworfen, hungrig. [...in der Pasteurstraße...]&lt;br /&gt;
Frank: Ende der 90er habe ich mal Weiße Weihnachten erlebt. [in Neukölln...] Als wir aus der Kirche rauskamen empfing uns der Schnee und wir haben gleich eine Schneeballschlacht angeschlossen, das war lustiger als die Stunde in der Kirche davor.&lt;br /&gt;
Joseph: Vor langer Zeit [...] 78/79 war Schneekatastrophe. [...]&lt;br /&gt;
Ahne: Du bist Onkel geworden dadurch? Durch die Weiße Weihnacht? Ist ja verrückt!&lt;br /&gt;
Joseph: Meine Schwester war verschneit. &lt;br /&gt;
Ahne: Und sie wusste nichts anderes zu tun, als sich zu vergnügen, körperlichen Freuden hinzugeben? &lt;br /&gt;
Joseph: Ja, wie Schwestern so sind. &lt;br /&gt;
Ahne: Und da die Kondome irgendwann alle waren und alle Läden zu hatten...&lt;br /&gt;
Joseph: Du erreichst die Läden nicht, wenn Du im abgelegenen Bauernhof sitzt.&lt;br /&gt;
[...] &lt;br /&gt;
Ahne: Ich glaube, da gibt es kein Lied. (Gelächter) Hot Christmas? Black Christmas? (Gelächter) [...]&lt;br /&gt;
Frank: Jingle Bells natürlich, was nach Schnee und Schlitten und so klingt. [...]&lt;br /&gt;
Ahne: (singt) Stille Nacht.&lt;br /&gt;
Frank: Mein Gedächtnis arbeitet erst im Dezember auf dieses Thema hin.&lt;br /&gt;
Ahne: (singt) Morgen Kinder, wirds was geben.&lt;br /&gt;
Holland, im Zug Nijmegen - Deventer: Schirachs &quot;Verbrechen&quot; (München &amp; Zürich 2009) ist schon harter Tobak, hier über ein aus schwierigen Verhältnissen stammendes Geschwisterpaar (Der Vater hatte so viel Geld.): &lt;br /&gt;
&quot;Der vernarbte Stumpf seines rechten Fußes lag wir ein Stück Fleisch auf dem weißen Laken. [...] Sie wartete, bis er einschlief, stand auf, wischte mit einem Handtuch das Sperma von seinem Bauch. [...] Sie ging ins Bad und übergab sich.&quot;&lt;br /&gt;
Zum achten mal muss ich eines der Möhrenlieder von Bertine hören, ehe mir klar wird, dass es gar nicht um Möhren geht, &quot;Mür&quot; heißt Mauer und wird &quot;muur&quot; geschreiben, also die &quot;muur in Berlijn&quot;.&lt;br /&gt;
Publikum in der Universität angenehm, sie zeichnen nicht weniger als 14 Selbstporträts in mein Notizbuch.&lt;br /&gt;
Ein Trabbi mit Eigenbau-Anhänger steht vor dem Haupteingang der Uni.&lt;br /&gt;
Warum er unsere Texte so gut verstehen konnte, vielleicht lag es ja am geringen Wortschatz, über den wir nur verfügen, also Fisch, Sex, Mädchen, viel mehr kennen wir eigentlich nicht.&lt;br /&gt;
Ein netter Freund von Joseph fährt uns im Automobil zum Bahnhof Nijmegen, er macht Homepages für Sportler, pokert außerdem und hat zwei Fässer Bier im Wagen, von denen er mehrmals anbietet, wir dürften sie mitnehmen, aber eine falsche Scham vor dem Holländer hindert uns daran, sein Angebot anzunehmen.&lt;br /&gt;
Auf dem Bahnhof decken wir uns mit Bier, Pizzastücken und Keksen ein for the long way home: sechs Stunden Zugfahrt.&lt;br /&gt;
Die Wifi-Card vom Bahnhof Utrecht funktioniert nicht im Zug, dafür sind die Schaffner fast unerträglich gut gelaunt.&lt;br /&gt;
Im Zug Deventer - Berlin: Das erste Bier, Ahne liest NZZ, Bernd Zolas &quot;Seine Exzellenz Eugène Rougon&quot;.&lt;br /&gt;
Stand der Abrechnung mit Ahne: 20 Euro von ihm bekommen, 70 noch offen.&lt;br /&gt;
Einigermaßen fleißig mit den Notizen der letzten Tage bis zur deutschen Grenze, dann Aufbruch, mir einen Kaffee für meine Kekse zu holen.</description>
    <dc:creator>Hennig</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Hennig</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-23T17:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://falkohennig.twoday.net/stories/5988180/">
    <title>www.Falko-Hennig.de</title>
    <link>http://falkohennig.twoday.net/stories/5988180/</link>
    <description>14. Oktober, Dorotheenstaedtische Buchhandlung (Berlin, Turmstr. 5), 20 Uhr:&lt;br /&gt;
100% BERLIN&lt;br /&gt;
Sarah Schmidt, Helmut Hugler, Iris Niedermeyer, Uli Hannemann &amp; Falko Hennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15., 16. und 17. Oktober, Zürich (Schweiz), Keller 62:&lt;br /&gt;
Radio Hochsee, am 17. Oktober. Johnny Cash mit Doc Wolf und Mario Weber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Oktober, 20.30 Uhr, Kaffee Burger (Berlin):&lt;br /&gt;
Radio Hochsee Themenabend&lt;br /&gt;
Schwarzer Humor gegen schwarze Zeiten, &lt;br /&gt;
Randy Newman und die anderen.&lt;br /&gt;
Gast Experten: Manfred Maurenbrecher und Helmut Hugler.&lt;br /&gt;
5,- Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 7. X. 09, wechselnd:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Ziemlich verkatert nach Königs Wusterhausen, der Name stammt vom slawischen &quot;wostrow&quot; für Insel. Mit Schwester Claudia ins Schloss, schöne Führung durch Frau Polenz, das grausame Fuchsprellen, mit Netzen wurden die armen Tiere so oft nach oben geschleudert, bis sie sich genug Knochen gebrochen hatten, um zu sterben, ab und an konnte einer durch die Tücher entkommen, daher stammt die Redewendung &quot;durch die Lappen gehen&quot;. Ähnliches gibts von der Hirschhetze, die Hunde bildeten Ballen oder auch Ball, um den Hirsch zu töten, musste man am Ball bleiben.  &lt;br /&gt;
Aus einem Gefühl der Sinnlosigkeit heraus mache ich mich daran, wenigstens den Oktober für meinen Blog zu kastrieren.&lt;br /&gt;
Finde zufällig den Artikel aus dem Hamburger Abendblatt, von dem ich bisher nur gerüchteweise gehört hatte:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1187543/Das-sind-nette-lockere-Jungs.html&quot;&gt;http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1187543/Das-sind-nette-lockere-Jungs.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Mit Bohnekaffee vor Simpsons &quot;Am Anfang war die Schreiraupe&quot; Halluzinationen: Teufel und Engel auf Homers Schultern, Teufel ersticht Engel.&lt;br /&gt;
Einkaufen, Kartoffelpuffer mit Quark einkaufen und braten, ein französischer Dokumentarfilm über Viktor Krawtschenko und die Affäre des moskauhörigen Paris (2009) und dann weiter ans Exzerpieren von Fischers &quot;Die Charité&quot;, ein herrliches Buch. Rechner also aus.&lt;br /&gt;
Sofa: &quot;Sadistico&quot; (&quot;Play Misty For Me&quot;, USA 1970) ein ganz schöner Film über eine Stalkerin, erste Regiearbeit von Clint Eastwood. Oh Gott, jetzt besticht die Stalkerin die Haushälterin, ziemlicher Horrorfilm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Donnerstag, 8. X. 09, Regen:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: An meine Massenmehl, nach 10, Telefonat mit David, der aus Kalifornien zurück ist.&lt;br /&gt;
Werde mich zum Arbeiten wieder ins Bett legen.&lt;br /&gt;
Beunruhigendes aus Kenia, es werden massenhaft Waffen gekauft, Wettrüsten zwischen den Volksgruppen, die Regierung ist untätig.&lt;br /&gt;
Mache mich heroisch an den Abwasch, Abkochen der Haarbürsten, Betten neu beziehen, Wäsche, eigentlich ist es schön. Wieso konnte ich das all die Jahre vorher nicht genießen?&lt;br /&gt;
Pult: Unglaublich, Herta Müller Nobelpreis, meine Jurorin von Schloss Solitude, jetzt kenne ich eine persönlich! Schreibe ihr eine Glückwunschkarte.&lt;br /&gt;
Beginn der Sortierung für Geburtstagsfeier, Wäsche, nachdem die Kinder die Bücherstapel aus ihrem Bett entfernt haben.&lt;br /&gt;
Bis halb 5 habe ich Fischers Buch endlich durch, die letzten Kapitel wirken sehr wie eine Selbstdarstellung, insofern sehr brauchbar für meine Zwecke. Loch im Bauch, ein Apfel kommt hinein. &lt;br /&gt;
Derzeit Armband der einen Uhr kaputt, bei der anderen Batterie leer.&lt;br /&gt;
Würde jetzt gern die Exzerpte ins Reine und ins Allgemeine Kapitel schreiben, aber habe nur 10 Minuten bis zu den Simpsons, und dabei will ich Kartoffeln schälen.&lt;br /&gt;
Sofa: Simpsons, Helloween-Folge, ich hol mal die Kartoffeln.&lt;br /&gt;
Sofa: Ab 9 wieder am Arbeiten, Allgemeines Kapitel. Was einem zusätzlich gegen jegliche Geschichtsschreibung misstraurisch machen muss, wie ich nach Monaten von Arbeit an der Charité-Chronik nun in der Endredaktion leicht und nur wegen der Lesbarkeit ganze Themenkomplexe um 50 Jahre verschiebe oder statt bei einem klaren Jahr zu bleiben, sie ins Ungefähre bringe. Aber Spaß machts doch.&lt;br /&gt;
(Pult, 9. X. 09:) Katja und Ahne sowie Heidi, später, als ich schon wieder nach oben gehe, Michael mit Freundin oder Frau.&lt;br /&gt;
Im Bett noch Horst Wessel bis gegen Mitternacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freitag, 9. X. 09, sonnig: &lt;br /&gt;
Pult: Ab viertel nach 9 hat meine kleine Punkerin die Wohnung verlassen und ich kann mich der Pressearbeit für den Simpsons-Gesundheitswesen-Abend vorbereiten.&lt;br /&gt;
Brief an Lubosch Held mit Postern, Geburtstagseinladungen.&lt;br /&gt;
Sitze an Korrekturen und Ergänzungen der Charité-Chronik, allgemeiner Teil. &lt;br /&gt;
Obama Friedensnobelpreis, ob ihn das über die Niederlage Chicagos bei Olympia hinwegtröstet? &lt;br /&gt;
Sofa: Allgemein ist man im Netz der Meinung, wenn dieser Preis als Ansporn verliehen wird, hätte man ihn besser Ahmadinedeschad verliehen. Was nun passieren könnte, dass wir den ersten Friedensnobelpreisträger erleben, der einen Krieg beginnt. Aber ich klopf dreimal auf Holz.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Mit Tochter essen, neue Uhrenbatterie einsetzen lassen, Flugzettel und Geburtstagseinladungen kopieren gehen.&lt;br /&gt;
Halumi will sie im Adonis, beim Uhrmacher lobt er die a.b.art, die will er auch ins Programm nehmen, die werde er hier gut verkaufen, wieviel die denn gekostet habe? Und das DeDeRon-Armband sei zwar noch gut, aber ich sollte es mal waschen. Da hat er ekelerregend recht.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Postkarten-Einladungen an die ewiggestrigen ohne E-Post-Anschluss.&lt;br /&gt;
Allgemeins Gefühl beim Arbeiten: Die Ernte ist aufgegangen und zum Großteil eingebracht, eigentlich gehts schon ans Brötchenbacken.&lt;br /&gt;
Sofa: Simpsons-Time, schade, dass die Kinder nicht da sind, die kommen sonst zur Melodie immer zu mir vor die Röhre. &quot;Klassenkampf&quot;, hypnagoge Halluzinationen bei Bart, unter anderem taucht Bender auf. Hinweis auf Lage von Springfield, der Bundesstaat gehört zu den früheren Nordstaaten, die Hauptstadt heißt Capital City.&lt;br /&gt;
&quot;Marge - oben ohne&quot;, Rückerinnerung an Trumans Wahl im History Channel, Carter, Bush sr. und Clinton als die drei Stooges. Krusty hat den Clown bei Batman gespielt. Gesundheitswesen: rumänischer Schönheitschirurg verpasst Marge Riesenmöpse. Lächellösung, Marge: &quot;Haben Sie mir Drogen gespritzt?&quot; &quot;Medizinisch gesehen ist es Gift.&quot; &lt;br /&gt;
Ein schöner Dokumentarfilm &quot;Ghana - Heimat der Boxer&quot; (GB 2007), dabei Spiegeleier auf Schafskäsebroten, traurig hier ohne die Kinder, kann ich schon mal auf die Zeit vorbereiten, wenn sie aus dem Haus sind. Wieder ein holdes Weib zu erringen wäre auch nicht so schlecht. Aber ein Mann, der immer nur tippend vorm Fernseher sitzt ist nun auch nicht das Gelbe vom Ei.&lt;br /&gt;
Eine gigantische Kanne von Rotbusch-Lemongrass-Pfefferminztee soll mich durch den dritten alkoholfreien Abend in die Nacht tragen.&lt;br /&gt;
Weiter am Allgemeinen Teil, der Fernseher, mein Freund, ist ja bei mir. Die E-Post habe ich schon abgedreht, FaceBook auch, nur Twitter lass ich noch als Pausenclown zu. &lt;br /&gt;
Die Nasa bombardiert den Mond und der US-Präsident kriegt den Friedensnobelpreis am selben Tag.&lt;br /&gt;
&quot;Coyote Ugly&quot; (USA 2000) so schlecht, dass man nicht einmal dabei arbeiten kann, also zu &quot;Industrie-Dynastien in NRW, Deichmann&quot;, da wird man wenigstens nicht noch beim Wegkucken dümmer. Und kucke doch aus einem inneren Drang wieder ins ewig leer bleibende E-Postfach.&lt;br /&gt;
Aber jetzt &quot;Klassenmord&quot; (GB 2005) auf Arte ist ganz annehmbar. Scheint so ein Mystery-Thriller zu sein mit mordenden Kindern, die auf Fotos nur verschwommen zu sehen sind und nicht altern.&lt;br /&gt;
Der Twitter-Wal, der von den Vögelchen aus dem Meer gehievt wird, leuchtet mir nicht ganz ein, was haben die gegen Wale?&lt;br /&gt;
Arbeite an Virchow und der Tuberkulose. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag, 10. X. 09, bedeckt:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Bis gegen 11 schlafe ich, nach drei Clausthalern 9 Stunden Schlaf, herrlich. &lt;br /&gt;
Prokrastiniere mit weiteren Geburtstagseinladungen vor mich hin. Erst gegen 1 weiter an den allgemeinen Teil, mein Leben im Gegenglück des Geistes und des Körpers. Und selbst bei der widerlichen Radfahrt durch den inzwischen strömenden Regen überwiegt das Glück: Endlich wieder wasserdichte Schuhe.&lt;br /&gt;
Ansonsten gibt es inzwischen eine erfreuliche Menge an Zusagen für meinen Geburtstag.&lt;br /&gt;
(Keller No. 10, 11. X. 09:) Recht angenehme Lesung im Mastul, von dem Döner muss ich die ganze Zeit Schwaden von Knoblauch getränktem (A?) Fleischgeruch rülpsen.&lt;br /&gt;
Danach schön kiffen, wodurch ich etwas verstrahlt durch die Gegend tapere. Café Cralle zu Hinarks Geburtstag, noch ein Bier, schon etwas Besorgnis erregend, dass ich mich gleich am ersten Tag (Schreibtisch, 11. X. 09:) nach meiner 3tägigen Abstinenz so besaufe.&lt;br /&gt;
Heimfahrt durch Sprühregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 11. X. 09, bedeckt:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Verpasse einigermaßen absichtlich das Sonntagsrätsel, bin auch so, als ich gegen 11 aufstehe, noch verkatert genug. &lt;br /&gt;
Suche nach dem Dokument der Straße, das ich seinerzeit in der Straßburger Straße gefunden habe. In welchem Jahr war das nur?&lt;br /&gt;
Keller No. 10: Finde das Dokument der Straße, wohl vom Februar 2001, und sitze dann bei Roberts Radio Voodoo im Keller, während Ahne seine Nachrichten vorliest. &lt;br /&gt;
Meine Stimme ist schwach und stottere auch einigermaßen beim Vorlesen des Kuhbier-Tagebuches herum.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://robertweber.wordpress.com/2009/10/11/dokumente-der-strase/&quot;&gt;http://robertweber.wordpress.com/2009/10/11/dokumente-der-strase/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Danach oben weiter am allgemeinen Teil, immerhin bin ich schon beim Ende der 1920er Jahre.&lt;br /&gt;
Blocke das erste Mal eine Institution auf Twitter, KerzenShop, komme ich dafür in die Hölle?&lt;br /&gt;
Nach 4 ans Überspielen der letzten Aufnahmen meines H2, dann ans Kopieren der Fotos.&lt;br /&gt;
Sofa: Simpsons &quot;Lehrerin des Jahres&quot;, Black-Hawk-Hubschrauber-Trip von Bart, burlesker 1. Weltkrieg. Bildliche Vorstellung von Bart zu möglichen Liebhabern von Mrs. Krabappel.&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Leider sind die Kartoffeln für den Kartoffelbrei nicht richtig durch, esse trotzdem alles auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag, 12. X. 09, bedeckt:&lt;br /&gt;
Schreibtisch: Um 9 auf, zwei Stullen zum Frühstück, Lustlosigkeit, müsste mich dringend um Korrektur der Auftrittsankündigung und ans Anschreiben aller Schweizer Bekannten machen. Wobei die Ankündigung beim Nachlesen allgemein genug ist, so dass sie so bleiben kann.&lt;br /&gt;
Frisiere eine Chronik, damit ich meine Rundmail samt Hinweis darauf verschicken kann, warum das alles? Nobody knows but me.</description>
    <dc:creator>Hennig</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Hennig</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-12T09:05:00Z</dc:date>
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